„Wild Island“

Tierschützer kritisieren ProSieben-Show

Berlin - Bei der Überlebensshow „Wild Island“ von ProSieben töten und essen die Kandidaten wilde Insel-Viecher. Das hat jetzt die Tierschützer auf den Plan gerufen - noch vor der ersten Folge.

Zwischen Tierschützern und dem Privatsender ProSieben ist ein Streit rund um die neue TV-Reihe „Wild Island“ entbrannt. Für das TV-Format sind 14 Leute auf einer Insel bei Panama ausgesetzt worden und kämpfen ums Überleben. „Dass Laien dazu befugt sein sollen, Vögel, Fische, Schweine und sogar Reptilien zu schlachten, ist aus Tierschutzsicht völlig inakzeptabel“, kritisierte der Deutsche Tierschutzbund am Freitag in Bonn. Auch über Twitter meldeten sich viele Gegner unter dem Hashtag „#StopWildIsland“.

ProSieben widersprach in einer Mitteilung den Kritikern. „Alle Abenteurer wurden in einem Survivaltraining unterrichtet, wie man Tiere artgerecht tötet“, sagte Sendersprecher Christoph Körfer. „Im Cast ist mit Gregor ein Jäger, der auf einem Bauernhof lebt und seit Jahren Erfahrungen mit dem Leben und Töten von Tieren hat.“ Es sei traurig, dass es offensichtlich immer skandalöserer Situationen und drastischerer Bilder bedürfe, um die Zuschauerquote zu erreichen, hieß es dagegen vom Tierschutzbund.

Körfer bemängelte, dass keiner, der das Programm anklage, eine Folge von „Wild Island“ gesehen habe. Die Reihe startet an diesem Sonntag um 23.10 Uhr.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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