Frühlingsgefühle in Deutschland

22,3 Grad: Temperaturrekord geknackt

Hamburg
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Ausflügler gehen, sitzen und liegen am 09.03.2013 an der Elbe in Hamburg.

Offenbach - So warm war es in Deutschland Anfang März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen noch nie: In Werl in Nordrhein-Westfalen wurden am Sonntagnachmittag 22,3 Grad gemessen.

"Auch dank des Südwinds seien die Werte so hoch gestiegen", sagte Christian Herold vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Damit wurde nach 37 Jahren ein Rekord für die ersten Märztage aufgestellt. Der alte Rekord stammt aus dem Jahr 1977, damals wurden im Schwarzwald 21,5 Grad gemessen.

In Norddeutschland nutzten am Samstag und Sonntag viele die Nähe zum Wasser. So waren in Hamburg die Cafés und Restaurants rund um Alster und Hafen sehr gefragt. Trotz der etwas kühleren Temperaturen waren auch die Strände an Nord- und Ostsee gut besucht. Viele nutzten den bislang schönsten Tag des Jahres für einen Spaziergang an der Küste.

In Bayern strömten die Menschen in Massen in die Biergärten oder verbrachten die Sonnenstunden an einem der zahlreichen Seen. Nordrhein-Westfalen erlebte ebenfalls ein sehr warmes Wochenende. Am Rheinufer gingen einige noch in der Abendsonne spazieren, an zahlreichen Stellen waren bunte Krokusse und hellrosa Kirschblüten zu sehen. Viele Berliner und Brandenburger machten es sich zum wohl ersten Sonnenbad in diesem Jahr in Parks und an Ufern gemütlich. In den Parks von Potsdam-Sanssouci waren überall Spaziergänger unterwegs, in Berlin bevölkerten Touristen die Straße Unter den Linden.

Es bleibt sonnig und warm

Das sonnige Frühlingswetter lässt die deutschen Spargelbauern auf einen frühen Erntestart hoffen. Bei andauernd gutem und sonnigem Wetter könnten um den 25. oder 26. März die ersten Stangen gestochen werden, sagte Ralf Große Dankbar, Spargelberater der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. 2013 kam die Spargelernte in dem Bundesland erst Anfang Mai richtig in Fahrt.

Auch in der neuen Woche halte das trockene und warme Hochdruckwetter zunächst weiter an. „Das sonnige und trockene Wetter wird sich bis mindestens Freitag fortsetzen“, so Herold. Die Temperaturen gehen allerdings leicht zurück, erwartet werden 13 bis 19 Grad. Die Nächte werden mit Werten von plus 3 bis minus 2 Grad noch kühl.

Deutscher Wetterdienst warnt vor erhöhter Waldbrandgefahr

Während das schöne Frühlingswetter die Menschen am Wochenende ins Freie zog, warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor erhöhter Waldbrandgefahr. Aufgrund der Trockenheit galt in großen Teilen Deutschlands bereits die Waldbrandwarnstufe 3, wie der DWD am Sonntag in Offenbach mitteilte. Für größere Flächen Brandenburgs, Nordrhein-Westfalens, sowie in Teilen von Hessen und Baden-Württemberg wurde sogar die Warnstufe 4 ausgegeben; dort dürfen öffentliche Wege, die durch den Wald führen, nicht mehr verlassen werden. Insgesamt gibt es fünf Warnstufen.

Der Februar war laut DWD vor allem im Osten sehr trocken. Gebietsweise fielen dort weniger als 30 Prozent des sonst üblichen Niederschlags. Im März gab es vielerorts bisher noch gar keine Niederschläge. Die Gefahr von Waldbränden durch vertrocknete Reisig-, Laub- und Grasreste vom Vorjahr sei daher besonders hoch, erklärte DWD-Meteorologe Christian Herold. Es gebe noch keine frische Bodenvegetation, die die Brandgefahr mindern könnte.

afp/dpa

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