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Germanwings-Absturz: Die Ereignisse vom Dienstag im Überblick

Germanwings-Absturz, Trümmerteile, Frankreich
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Die Rettungskräfte haben die ersten Trümmerteile an den Alpen zerschelltem Flugzeug gefunden.

München - Ein Flugzeug der Lufthansa-Tochter Germanwings vom Typ A320 ist am Dienstag in Frankreich abgestürzt. Die 150 Personen waren von Barcelona nach Düsseldorf unterwegs.

Update vom 26. März 2015: Die Angehörigen der Opfer des Germanwings-Fluges sind mittlerweile in der Nähe der Unglücksstelle eingetroffen. Doch direkt zur Absturzstelle dürfen sie nicht, das ist viel zu gefährlich. Bei der Auswertung des Stimmenrekorders sind indes neue Details ans Licht gekommen. Alle Entwicklungen können Sie in unserem Live-Ticker verfolgen.

Update vom 25. März 2015: Am Mittwoch gibt es möglicherweise die ersten Erfolge bei der Bergung der Opfer. Außerdem geht die Suche nach der Unglücksursache weiter. Ein Flugschreiber wurde gefunden, ist aber beschädigt. Unterdessen verweigern erneut einige Germanwings-Crews ihren Dienst und Flüge fallen aus. Damit Sie auf dem Laufenden bleiben, haben wir wieder einen Live-Ticker zum Germanwings-Absturz für Sie - mit allen News und Hintergründen rund um die Katastrophe in Frankreich. Außerdem haben wir in einem Artikel die Parallelen zum Münchner Beinahe-Absturz zusammengefasst.

Die wichtigsten Fakten zum Germanwings-Absturz 

  • Um 10.41 Uhr ist der Kontakt zur Germanwings-Maschine mit der Flugnummer 4U 9525 abgerissen.
  • Der 24 Jahre alte Airbus A320 ist ersten Erkenntnissen zufolge auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf im Bergmassiv Trois Evêches im Département Alpes-de-Haute-Provence abgestürzt.
  • Die 144 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder sind offiziellen Berichten zufolge alle tot. Unter den Opfern werden 67 Deutsche und 45 Spanier vermutet. Anscheinend war auch eine deutsche Schulklasse aus Nordrhein-Westfalen mit 16 Schülern und zwei Lehrern an Bord.
  • Die Germanwings-Maschine erreichte um 10.45 Uhr ihre Flughöhe und ist danach aus bislang ungeklärten Ursachen in einen Sinkflug gegangen. Zuletzt war sie auf einer Höhe von 6800 Fuß (ca. 2072 Meter) registriert worden in einer Region mit rund 2000 Meter hohen Bergen. Innerhalb von acht Minuten verringerte sich die Flughöhe von 11.000 auf 2000 Meter.
  • Das Auswärtige Amt hat einen Krisenstab und eine Hotline für Angehörige (030/5000-3000) eingerichtet. Es gibt weitere Krisenhotlines. So zum Beispiel vom Flughafen Düsseldorf, hier ist die Nummer: 0800/7766350. Die Hotline der Fluggesellschaft Germanwings lautet 0800 1133 5577.
  • Am Abend wurde der Flugschreiber des Flugzeugs gefunden. Noch am Abend sollte mit der Auswertung begonnen werden.
  • Die genaue Absturzursache ist noch unklar.

Germanwings-Absturz: Piloten wollen nicht fliegen - Technik-Probleme am Vortag

+++ 22.59 Uhr: Germanwings hat bestätigt, dass einige Piloten und weitere Besatzungsmitglieder ihren Dienst wegen des Absturzes in Südfrankreich nicht angetreten haben. "Wir haben heute tatsächlich einige Flugstreichungen in Düsseldorf und Stuttgart gehabt, weil sich Crewmitglieder unfit to fly, also nicht flugtauglich erklärt haben", sagte Airline-Geschäftsführer Thomas Winkelmann im Heute Journal des ZDF: „Dafür haben wir selbstverständlich Verständnis, dass sie an einem Tag wie heute nicht geglaubt haben, einen Flug sicher durchführen zu können.“ Wie viele Beschäftigte nicht zum Dienst erschienen, blieb unklar.

+++ 22.56 Uhr: Schon in aller Frühe am Mittwochmorgen wollen die Einsatzkräfte ihre Arbeit an der  Absturzstelle des Airbus A320 in Südfrankreich wieder aufnehmen. Zwischen 5.30 und 6.00 Uhr sollten 30 Mitglieder einer Gebirgsstaffel der Polizei mit dem Hubschrauber abgesetzt werden, berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf einen Vertreter der Gendarmerie. „Sie werden den Bereich absichern, damit die Ermittler und Experten arbeiten können“, erklärte Jean-Marc Ménichini. 65 Beamte seien seit dem Abend unterwegs, um einen Fußweg zu suchen. „Sie werden vor Ort ihr Lager aufschlagen“, sagte er. Fünf Gendarme sollten das Gebiet auch über Nacht sichern. Bis die gesamte ausgedehnte Absturzstelle durchkämmt sei, werde es „mindestens eine Woche“ dauern. Nach Angaben des Chef-Mediziners der Region Alpes-de-Haute-Provence, Frédéric Petitjean, hat das Absturzgebiet eine Größe von fast vier Hektar, mit Höhenunterschieden von 150 bis 200 Metern auf einer Länge von 500 bis 600 Metern, wie AFP berichtete. „Das ist ein besonders schwer zugängliches Gebiet, sehr uneben“, sagte Petitjean. Es gebe ausgewaschene Sandböden und instabile Stellen sowie Steigungen von 60 bis 70 Prozent. „Das Personal ist dort ganz klar in Gefahr.“

+++ 22.47 Uhr: Eine der vielen Fragen, die sich nach dem Germanwings-Absturz stellen: Warum haben sich die Piloten nicht gemeldet? Nach Ansicht des Flugexperten Niki Lauda waren sie möglicherweise handlungsunfähig. „Acht Minuten sind in so einem Zustand irrsinnig lang. Deswegen wundert es mich, dass keiner der Piloten mit der Flugkontrolle geredet hat“, sagte der ehemalige Airline-Chef am in der ORF-Nachrichtensendung Zib2. Die beiden Piloten seien offenkundig von einem Problem überrascht worden, das sie handlungsunfähig gemacht habe.

+++ 22.45 Uhr: Die örtlichen Behörden in Südfrankreich stellen sich auf die Ankunft der Angehörigen ein. In der Sporthalle des Alpenortes Digne sollten 800 Betten aufgebaut werden, berichtet die Zeitung La Provence in ihrer Online-Ausgabe. Germanwings plane einen Flug nach Südfrankreich, um den Angehörigen einen Besuches in der Nähe der Unfallstelle zu ermöglichen, sagte Airline-Geschäftsführer Thomas Winkelmann im Heute Journal des ZDF.

+++ 22.41 Uhr: Schlager-Sänger Jürgen Drews zeigte sich ebenfalls betroffen. In der Unglücksmaschine habe eine Bekannte seiner Tochter gesessen, so der 69-Jährige: „Das ist eine Strecke, die ich so oft schon geflogen bin“, sagte Drews, der im Münsterland wohnt. „Und eine ganze Klasse aus Haltern - um die Ecke von uns - das ist so was von tragisch.“

+++ 22.09 Uhr: Das sind keine guten Wettter-Aussichten: Regen und vielleicht sogar Schnee könnten die Bergungsarbeiten an der schwer zugänglichen Absturzstelle des Airbus A320 in den französischen Alpen zusätzlich erschweren. Der Wetterdienst Météo France rechnete für die Nacht mit gelegentlichem Regen und einer Temperatur um die 4 Grad Celsius im nahe gelegenen Ort Prads-Haute-Bléone. Der Dienst La Chaine Météo erwartete sogar etwas Schnee. Auch am Mittwoch sollte es hin und wieder regnen.

+++ 21.37 Uhr: Wegen der Ausfälle mehrerer Germanwings-Flüge werden am Flughafen Düsseldorf Feldbetten aufgestellt. „Wir schaffen von Flughafenseite einige Übernachtungsmöglichkeiten“, sagte ein Sprecher des Airports der dpa. Ob die Feldbetten genutzt werden oder betroffene Fluggäste von der Airline in Hotels untergebracht würden, könne aber noch nicht gesagt werden. Wie viele Feldbetten aufgestellt werden, sagte der Sprecher nicht. Mitarbeiter von Germanwings seien fleißig dabei umzubuchen. „Die Airline tut ihr bestes“, unterstrich er.

+++ 21.24 Uhr: Als der Kontakt mit der Germanwings-Maschine abgebrochen war, hat ein französisches Mirage-2000-Kampfflugzeug laut Medienberichten noch nach dem abgestürzten Airbus A320 gesucht. Das Militärflugzeug sei dem Reglement entsprechend in Orange aufgestiegen, berichtete der Sender BFMTV. Die Mirage 2000 habe aber keine Spur des gesuchten Flugzeugs gefunden.

Janina Uhse.

+++ 20.39 Uhr: Schauspielerin Janina Uhse ist der Katastrophe ebenfalls nur knapp entgangen. Der Star aus "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" war selbst in Barcelona und wollte ursprünglich den Unglücksflug nach Düsseldorf nehmen. "Mir wird schlecht, wenn ich diese Nachricht lese", schrieb sie auf ihrer Facebook-Seite: "Keine Sorge, ich bin gestern schon zurück geflogen. Meine Gedanken sind bei den Opfern und Angehörigen des ‪‎Germanwings- Fluges."

+++ 20.28 Uhr: Um den Fall vollständig aufzuklären, hat die spanische Polizei mit der Überprüfung der Videoaufzeichnungen vom Einstieg der Passagiere in die Unglücksmaschine begonnen. Das sei ein ganz normaler Vorgang und gehöre zu den Ermittlungen um Zusammenhang mit der Katastrophe, heißt es aus Polizeikreisen. Die Überprüfung der Aufzeichnungen der Sicherheitskameras solle dazu beitragen, möglichst viele Details zu beschaffen, die Klarheit über das Unglück bringen könnten.

+++ 20.23 Uhr: Etwa 100 Flugkapitäne und Stewardessen haben sich vor der Germanwings-Zentrale in Köln versammelt, Kerzen angezündet und dachten an die Opfer des Flugzeugabsturzes in Frankreich.

+++ 20.12 Uhr: Nun auch noch etwas von offizieller Seite zu den gestrichenen Flügen. Am Flughafen Tegel fielen etwa Abflüge nach Nürnberg, Köln/Bonn, London, Düsseldorf, Kopenhagen und Stuttgart aus - sowie Flüge aus Köln/Bonn und Düsseldorf. In Leipzig/Halle wurden Flüge aus Köln/Bonn und Stuttgart gecancelt, wie Flughafensprecher Uwe Schuhart der dpa bestätigte: „Warum, weiß ich nicht.“ Auch Germanwings hat sich dazu noch nicht geäußert. Insgesamt sind etwa 30 Flüge gestrichen worden.

+++ 20.09 Uhr: An mehreren Deutschen Flughäfen wurden bereits einige Germanwings-Flüge annulliert. Der Grund ist unklar. Offensichtlich weigern sich einige Piloten zu fliegen - obwohl Maschinen bereit stünden. Ein Lufthansa-Sprecher bestätigte Spiegel Online, dass "in der Tat Germanwings-Crews, die heute ihren Dienst aus persönlichen Gründen nicht antreten konnten". Die Sorge, dass etwas nicht in Ordnung sei, habe niemand genannt. Doch der Grund ist laut des Nachrichtenportals angeblich die Tatsache, dass die Unglücksmaschine gestern den ganzen Tag im sogenannten AOG-Modus ("Aircraft on Ground") in Düsseldorf gestanden hat - und zwar wegen technischer Probleme. Ein Sprecher der Lufthansa bestätigte diese Probleme, es sei aber "vollständig behoben worden, sodass das Flugzeug seit 10 Uhr gestern Vormittag wieder im regulären Flugdienst unterwegs war".

+++ 20.01 Uhr: Angehörige der Opfer aus Spanien und Deutschland sollen bereits auf dem Weg nach Frankreich sein. Allerdings werde man den Trauernden keinen Zugang zur Unglücksstelle geben können, sagte ein Verantwortlicher.

+++ 19.56 Uhr: Wie die Lokalzeitung "La Provence" berichtet, ereignete sich wenige Kilometer von der Absturzstelle im Jahr 1953 schon einmal ein Flugzeugunglück. Damals kamen bei einem Flug von Paris nach Saigon (Vietnam) 42 Menschen ums Leben.

+++ 19.48 Uhr: Auch wenn die Ursache für den Absturz weiterhin ungeklärt ist, geht Germanwings-Mutterkonzern Lufthansa von einem Unfall aus, wie Lufthansa-Topmanagerin Heike Birlenbach in Barcelona erklärte. Alles andere wäre "Spekulation".

+++ 19.41 Uhr: Germanwings hat am Abend kurzfristig einen Flug von Madrid nach Düsseldorf abgesagt. Wie die staatliche spanische Nachrichtenagentur Efe am Dienstag berichtete, wurden an den Abfertigungsschaltern des Madrider Flughafens „operative Gründe“ für die Streichung genannt. Der Flug solle möglichst bald nachgeholt werden, hieß es. Passagiere seien aufgefordert worden, sich nach Unterkünften umzuschauen.

+++ 19.39 Uhr: Die französische Flugunfallstelle BEA will sieben Experten zur Untersuchung der Absturzstelle im Südosten Frankreichs schicken. Zu dem Team kämen Experten des Flugzeugbauers Airbus und des Triebwerksherstellers CFM International hinzu. Außerdem sollen drei Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung mitwirken, dem deutschen Gegenstück zu BEA.

+++ 19.35 Uhr: Neben der schwedischen Fußball-Mannschaft ist auch eine junge Radio-Reporterin aus NRW dem Unglück entkommen, weil die kurz vor dem Start umgebucht hat. Die 21-Jährige sei privat in Barcelona gewesen und habe mit ihrem Freund entschieden, den Abendflug zu nehmen statt der Unglücksmaschine, die am Vormittag in Barcelona abflog, bestätigte sie Focus Online.

+++ 19.32 Uhr: Es können noch immer keine genauen Angaben über die Herkunft der Passagiere gemacht werden. Derzeit könne man keine endgültigen Zahlen zu den Nationalitäten bekanntgeben, sagte Germanwings-Chef Thomas Winkelmann in einer zweiten Pressekonferenz am Abend. In einem ersten Statement hatte er von 67 deutschen Staatsbürgern gesprochen, aber betont, dass die Zahl nicht endgültig feststehe.

Germanwings-Absturz: Blackbox gefunden

+++ 19.15 Uhr: Nach Angaben des "Figaro" wäre beinahe auch eine Fußball-Mannschaft aus Schweden unter den Opfern gewesen. Allerdings entschloss sich das Team von Dalkurd FF, nach einem Trainingslager in Katalonien kurzfristig dazu, einen anderen Flieger über Zürich zu nehmen, da in Düsseldorf die Wartezeit auf den Anschlussflug zu lange gedauert hätte. Frank Pettersson, der Torhüter der Mannschaft, twitterte: "An alle, die versucht haben, uns in den vergangenen Stunden zu erreichen: Wir sind zu Hause und es geht uns gut! Es war ein anderes Flugzeug! Mögen sie in Frieden ruhen!"

+++ 19.13 Uhr: Mittlerweile sind auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) in der Unglücksregion eingetroffen. Sie landeten mit einem Hubschrauber in dem Bergort Seyne-les-Alpes, wie es aus deutschen Regierungskreisen hieß.

+++ 19.11 Uhr:Die Suche nach der Ursache des Absturzes läuft auf Hochtouren. "Zum jetzigen Zeitpunkt kann keine Hypothese ausgeschlossen werden", sagte Frankreichs Premierminister Manuel Valls in Paris. Die Ermittler gehen einer ganzen Reihe von Annahmen nach und setzen große Hoffnungen auf die Auswertung der Flugschreiber, von denen einer bereits gefunden wurde.

+++ 19.08 Uhr: Mehr Opfer als die jetzt vermuteten bis zu 150 bei dem Germanwings-Absturz gab es in Frankreich zuletzt vor mehr als 30 Jahren. Am 1. Dezember 1981 hatte bei Ajaccio auf Korsika ein jugoslawisches Flugzeug einen Berg gerammt, 180 Menschen kamen ums Leben.

+++ 18.54 Uhr: Die TV-Sender reagieren nicht nur mit Sondersendungen zum Germanwings-Absturz, sondern verzichten auch auf Humor. Das betrifft unter anderem Stefan Raab, der heute Abend auf "TV total" verzichtet.

+++ 18.22 Uhr: Unter den Flugopfern befindet sich auch der 54 Jahre alte Bassbariton der Deutschen Oper am Rhein, Oleg Bryjak. Das teilte die Oper in Düsseldorf mit. Bryjak habe sich auf dem Rückflug von einem Gastspiel im Gran Teatre del Liceu in Barcelona befunden, wo er den Alberich in Richard Wagners „Siegfried“ sang. "Wir haben mit Oleg Bryjak einen großartigen Interpreten und einen großartigen Menschen verloren. Wir sind fassungslos", sagte Generalintendant Christoph Meyer.

+++ 18.19 Uhr: Auch EU-Spitzenpolitiker zeigen sich betroffen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte, die Nachricht habe ihn tief bestürzt: „Mein Herz ist bei den Familien und Freunden der Opfer. Diese Tragödie trifft besonders die Hinterbliebenen, aber sie trifft auch uns alle.“ Er sprach den Menschen in Deutschland, Frankreich und Spanien sein Beileid aus. Im Namen des Europäischen Parlaments übermittelte Parlamentspräsident Martin Schulz seine Anteilnahme: „Diese Tragödie und der Verlust an Menschenleben machen uns alle tief betroffen.“ Das EU-Parlament werde bei der Eröffnung der Plenarsitzung am Mittwoch den Opfern mit einer Schweigeminute gedenken.

+++ 18.13 Uhr: NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat sich tief erschüttert über den Absturz der Germanwings-Maschine geäußert. "Die Trauer in Nordrhein-Westfalen ist groß", sagte Kraft in Düsseldorf. Zudem erläuterte sie, sie habe dem Absturz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatspräsidenten François Hollande telefoniert. Die Zusammenarbeit auf allen Ebenen laufe "auf Hochtouren". "Jetzt ist die Zeit zu trauern, und es ist nicht die Zeit, über die mögliche Unglücksursache zu spekulieren", unterstrich Kraft.

+++ 18.08 Uhr: Der Absturz der Germanwings-Maschine ist leider nicht der erste mit deutschen Opfern. Hier geht es zur Chronologie.

Germanwings-Absturz: Wetter erschwert Einsatzkräften die Arbeit

+++ 17.57 Uhr: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sind am späten Dienstagnachmittag in Marseille eingetroffen. Von der südfranzösischen Stadt aus machten sie sich mit einem Helikopter auf den Weg zum Unglücksort in den französischen Alpen, wie aus dem Auswärtigen Amt in Berlin verlautete. In Marseille waren die beiden Minister zuvor mit der französischen Umweltministerin Ségolène Royal und der spanischen Verkehrsministerin Ana Pastor zusammengetroffen.

+++ 17.53 Uhr: Nun ist es offiziell. Christophe Castaner, der den Absturzort gemeinsam mit dem französischen Innenminister Bernard Cazeneuve überflogen hat, erklärte dem Fernsehsender i-Télé, dass eine Blackbox des Flugzeugs gefunden worden sei. Noch am Abend soll mit der Auswertung des Flugschreibers begonnen werden, um schnell Aufschluss über die Absturzursache zu erhalten.

+++ 17.45 Uhr: Das schlechter werdendes Wetter wird die Arbeit der Einsatzkräfte bei der Suche und Bergung der Opfer und Trümmerteile erschweren. An der Absturzstelle dürfte es bald regnen oder schneien, sagte Gendarmerie-Chef David Galtier am Dienstag in der Ortschaft Seyne, wo eine Einsatzzentrale eingerichtet wurde. Damit werde die Aufgabe erschwert, den Unglücksort für die Ermittlungen abzusichern. Der französische Wetterdienst hat für den frühen Abend Schnee oder Regen in der Region vorhergesagt, wo zuvor noch gutes Wetter geherrscht hatte.

Galtier verwies zudem erneut auf den sehr schwierigen Zugang zu der Absturzstelle in einem steilen Gebirgsmassiv. Die Einsatzkräfte müssten von Helikoptern aus abgeseilt werden, sagte der Gendarmerie-Chef. Auch sollten Beamten zu Fuß zu der Absturzstelle gelangen.

+++ 17.39 Uhr: Der Flugverkehr über der Absturzstelle der verunglückten Germanwings-Maschine in Südfrankreich ist nach Angaben der französischen Gendarmerie unterbrochen worden. Der Überflug im Bereich der Unglücksstelle an einem Bergmassiv sei per Anordnung des Präfekten verboten, teilte die Gendarmerie am Dienstag bei Twitter mit. Die Fläche erstrecke sich über mehrere Hektar. Man solle sich der Zone nicht nähern und die Straßen nicht verstopfen, hieß es außerdem in einem weiteren Tweet.

+++ 17.35 Uhr: Französische Medien berichten, dass die Blackbox der abgestürzten Germanwings-Maschine gefunden wurde.

Germanwings-Absturz: DFB-Team wird Trauerflor tragen

Anteilnahme am Joseph-Koenig-Gymnasium in Haltern am See.

+++ 17.12 Uhr: Die Schule der betroffenen Klasse wird morgen nicht ausfallen. Allerdings sagte der Bürgermeister von Haltern am See,  Bodo Klimpel, dass auch kein üblicher Unterricht stattfinden werde. Vielmehr wollen sie den Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit geben, dieses Unglück zu verarbeiten. Klimpel sagte, dies sei sicher der "schwärzeste Tag in der Geschichte unserer Stadt". Die Angehörigen würden seelsorgerisch betreut. Er bestätigte zudem, dass die Zehntklässler und ihre Lehrkräfte namentlich bei der Boardingliste des Flugzeugs erwähnt wurden.

+++ 17.00 Uhr: Die Wucht des Aufpralls der Germanwings-Maschine macht nach Ansicht des französischen Innenministers Bernard Cazeneuve wenig Hoffnung auf Überlebende unter den 150 Insassen. Nach seinen Angaben sind Hunderte von Soldaten der Gendarmerie sowie etwa ebenso viele Feuerwehrleute, zehn Helikopter und ein Militärflugzeug rund um den Absturzort in den südostfranzösischen Alpen im Einsatz. Allerdings berichtet sowohl der Fernsehsender "France Info" als auch die Zeitung "La Provence" von einem Überlebenden an der Absturztstelle. General David Galtier erklärte, man habe einen Körper gesehen, der sich bewegt hat!

+++ 16.47 Uhr: In Gedenken an die Opfer des Absturzes der Germanwings- Maschine in Frankreich wird die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Mittwoch im Länderspiel gegen Australien mit Trauerflor spielen und eine Schweigeminute abhalten. „Das sind wir den Opfern und deren Familien schuldig, dass wir als Fußballfamilie Anteil nehmen“, sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach am Rande des UEFA-Kongresses in Wien und ergänzte sichtlich betroffen: „Das nimmt einem jeden klaren Gedanken, das überschattet alles.“

+++ 16.38 Uhr: Die Absturzstelle der A320 liegt bei dem kleinen Ort Prads-Haute-Bléone in den französischen Alpen. Das teilte der Flugzeugbauer Airbus am Dienstag mit. Prads-Haute-Bléone ist etwa zehn Kilometer nordöstlich von Digne-les-Bains entfernt. In der Nähe ist auch der Ort Le Vernet im Blanche-Tal gelegen, der als erstes als nicht weit vom Absturzort entfernt genannt worden war.

Germanwing-Absturz: Bürgermeister spricht von "unerträglichen Bildern"

+++ 16.35 Uhr: Ein weiterer Augenzeuge will gesehen haben, dass das Flugzeug die Felswand getroffen habe. Ein Anwohner aus der Region Alpes-de-Haute-Provence habe die Trümmer von einem Gebirgspass aus gesehen, berichtete die Zeitung „La Provence“ am Dienstag. „Von da oben konnte ich die Trümmer sehen. Ich habe keinen Zweifel, dass das Flugzeug gegen die Felswand geprallt ist“, zitiert die Zeitung den Einwohner.

+++ 16.25 Uhr: Es sind die ersten Trümmerteile in den Bergen gefunden worden. In dem Helikopter war auch der Abgeordneter der Region Alpes-de-Haute-Provence, der mit dem Innenminister flog. Christophe Castaner schildert seine Eindrücke über Twitter. "Das Flugzeug ist total zerstört. Entsetzliche Bilder in dieser Berglandschaft. Es bleibt nichts außer Trümmern und Körpern ", schrieb er.

Außerdem berichtet die "La Provence", dass ein Germanwings-Flug von Hamburg nach London annulliert wurde, weil sich die Belegschaft nicht in der Lage sah, den Flug anzutreten. Bei einem weiteren Flug von Polen nach Düsseldorf sind die Stewardessen in Heulkrämpfe ausgebrochen.

+++ 16.17 Uhr: Das abgestürzte Germanwings-Flugzeug ist nach Angaben der Fluggesellschaft mit aktuellster Computertechnik ausgestattet gewesen. Ein Technik-Problem, wie es kürzlich bei einer Lufthansa-Maschine aus derselben Airbus-Familie bekanntgeworden war, sei daher bei dem Unglücksflieger nicht zu erwarten. Das sagte der Leiter des Flugbetriebs bei Germanwings, Stefan-Kenan Scheib, am Dienstag in Köln.

+++ 16.14 Uhr: Bundespräsident Joachim Gauck bricht seine Südamerika-Reise wegen des Flugzeugabsturzes in Südfrankreich ab. Der ab Mittwoch im Rahmen der Reise geplante Staatsbesuch in Uruguay finde nicht statt, sagte eine Sprecherin des Präsidialamtes am Dienstag in Peru.

Germanwing-Absturz: 16 deutsche Schüler und zwei Lehrer an Bord

+++ 16.05 Uhr: Nun ist es die traurige Wahrheit. Bei dem Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich sind auch 16 Schüler und zwei Lehrer des Joseph-König-Gymnasium aus dem westfälischen Haltern an Bord. "Wir wissen, dass die Schülergruppe an Bord der Maschine gegangene ist", sagte die Schulministerin Sylvia Löhrmann dem WDR. Unklar war zunächst die genaue Zahl der Schüler. Während ein Sprecher der Stadt Haltern von 16 Schülern sprach, sagte eine Sprecherin des Ministeriums, nach ihren Informationen seien es zwölf gewesen.

Löhrmann sagte, "das ist ganz tragisch, das macht fassungslos." Dem Sprecher der Stadt Haltern zufolge kamen bereits zahlreiche Einwohner zu dem betroffenen Joseph-König-Gymnasium. Dort sei eine notfallseelsorgerische Begleitung für die Angehörigen eingerichtet worden. Jeder in Haltern habe gewusst, dass die Kinder am Dienstag aus Spanien zurückkehren sollten, sagte der Sprecher. Es handelte sich demnach um einen Gegenbesuch. Im Dezember hatte es einen Besuch von zwölf Austauschschülern aus Spanien an der Schule gegeben.

+++ 15.39 Uhr: Momentan wird viel über den Absturz spekuliert. Besonders die Ursache für das Unglück wird bei Experten heiß diskutiert. Anscheinend hat das Flugzeug vor seinem Absturz schnell an Höhe verloren. Dies zeige die Auswertung von Radardaten über eine Webseite, die darauf spezialisiert sei, sagte der Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt am Dienstag dem Fernsehsender „n-tv“.

Demnach habe das Flugzeug über einen Zeitraum von rund zehn Minuten Höhe verloren, von etwas über 7000 Metern bis zum Absturz. Dies deute darauf hin, dass es „vielleicht“ ein technisches Problem gegeben habe. „Was das aber im Einzelnen ist, da gibt es überhaupt keinen Hinweis.“ Großbongardt fügte hinzu: „Es ist auffällig und ungewöhnlich, dass bei gutem Wetter ein Flugzeug wie diese A320 in der Reiseflugphase abstürzt.“

Der Pilot und ehemalige Airline-Chef Niki Lauda sagte im ORF: „Der Flieger war im Steigflug auf 38 000 Fuß. (...) Und kaum war er oben, hat er schon wieder begonnen, einen descent (Sinkflug) einzuleiten. Da muss irgendwas schief gegangen sein da oben.“ Warum die Flughöhe gleich wieder verlassen wurde, könne man jetzt nicht sagen, meinte Lauda.

+++ 15.30 Uhr: Eine für Massenunfälle zuständige Abteilung der Staatsanwaltschaft in Marseille wird den Germanwings-Absturz in Südostfrankreich mit vermutlich 150 Toten untersuchen. Das teilte das Justizministerium in Paris mit.

+++ 15.18 Uhr: Die Gründe für den Absturz sind unklar, heißt es auf der Pressekonferenz. Es wird vermutlich eine längere Zeit dauern bis die offizielle Ursache ermittelt wird. Am Dienstag sei das Flugzeug um 6.48 Uhr zunächst mit 122 Passagieren von Düsseldorf nach Barcelona geflogen, bevor sich die Maschine um 10.01 Uhr wieder auf den Weg zurück nach Düsseldorf gemacht habe. Der Airbus A320 war am Vormittag rund eine Stunde nach dem Start in Barcelona in Frankreich abgestürzt. Die Maschine habe ihre Reiseflughöhe gegen 10.45 Uhr erreicht, eine Minute später aber wieder verlassen. Der Airbus sei aus unbekannten Gründen in einen Sinkflug gegangen, der acht Minuten gedauert habe. Dann sei der Kontakt zur französischen Flugsicherung abgebrochen und die Maschine sei abgestürzt. Widersprüchliche Informationen gibt es laut Germanwings dazu, ob die Piloten einen Notruf absetzten oder nicht. Die Absturzstelle liegt auf etwa 1500 Metern Höhe, einige Kilometer von Le Vernet im Blanche-Tal entfernt.

Der Kapitän des abgestürzten Flugzeugs habe seit mehr als 10 Jahren für Germanwings und Lufthansa gearbeitet. Die verunglückte Maschine war nach Winkelmanns Angaben im Jahr 1991 an die Lufthansa ausgeliefert worden und seit Januar 2014 bei der Tochtergesellschaft Germanwings im Einsatz. Der letzte Routinecheck sei am Montag am Flughafen Düsseldorf vorgenommen worden, der letzte "große Check" im Sommer 2013. Dies entspreche den Vorschriften der Airbus-Handbücher.

+++ 15.14 Uhr: Auf der Pressekonferenz gibt Germanwings bekannt, dass 67 Deutsche an Bord gewesen sind. Das sagte Germanwings-Manager Thomas Winkelmann. Insgesamt waren 150 Menschen im Flugzeug, darunter zwei Babys. Die Zahl könne sich noch ändern.

Rettungskräfte suchen nach Opfern und Trümmerteile

Germanwings-Absturz: Einsatzbilder vom Unglücksort

+++ 14.55 Uhr: Die Besatzung der in den französischen Alpen abgestürzten Germanwings-Maschine hat entgegen erster Angaben kein Notsignal abgesetzt. "Die Besatzung hat kein 'mayday' gesandt", stellte die französische Luftfahrtbehörde DGAC am Dienstag in Paris klar. Vielmehr habe die Luftraumkontrolle beschlossen, Alarm zu schlagen, nachdem es keinerlei Kontakt mehr zu der Besatzung und dem Flugzeug gegeben habe. Zuvor hatten die DGAC und Verkehrs-Staatssekretär Alain Vidalies erklärt, von der Maschine sei um 10.47 Uhr ein Notsignal gesandt worden.

+++ 14.40 Uhr: Angela Merkel will am morgigen Mittwoch zu der Unglücksstelle reisen. Die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, wird sie begleiten. Alexander Dobrindt und Frank-Walter Steinmeier seien bereits auf dem Weg.

+++ 14.33 Uhr: Ein spanischer Sender berichtet, dass angeblich eine deutsche Schulklasse mitgeflogen ist. Die Stadt Haltern vermutet, dass Schüler aus dem westfälischen Ort an Bord waren. „Wir müssen davon ausgehen“, sagte ein Stadtsprecher nach einem Gespräch mit der Polizei. Eine Bestätigung fehle aber noch. Es sei eine Gruppe von 16 Schülern und zwei Lehrern auf dem Rückweg von einem Schüleraustausch in Spanien für die Maschine gebucht gewesen, sagte ein Sprecher der Stadt Haltern am Dienstag auf Anfrage. Es gebe noch keine offizielle Bestätigung, doch müsse vom Tod der Schüler und ihrer Lehrer ausgegangen werden.

Augenzeuge hat Germanwings-Maschine vor dem Absturz gesehen

+++ 14.31 Uhr: Ein Augenzeuge hat die abgestürzte Germanwings-Maschine kurz vor dem Absturz beobachtet. Der Mitarbeiter eines Sägewerks in der Ortschaft Prads sagte der Zeitung "La Provence": "Ich habe nicht viel gesehen, vielleicht nur zwei oder drei Sekunden lang. Das Flugzeug flog sehr tief, vielleicht auf 1500 oder 2000 Meter Höhe. Das war sehr beeindruckend, man hatte den Eindruck, dass es im Sinkflug ist. Ich habe mir gesagt: 'Das Flugzeug wird es niemals über die Berge schaffen.' Ein besonderes Geräusch habe ich nicht wahrgenommen."

+++ 14.21 Uhr: Die Fluggesellschaft Germanwings hat nach dem Absturz einer ihrer Maschinen rasche Hilfe angekündigt. „Germanwings wird alle Kräfte aufbieten, um allen Betroffenen schnell und unbürokratisch zu helfen und ihnen ihr schweres Schicksal zu erleichtern, so gut es irgend geht“, sagte Geschäftsführer Oliver Wagner am Dienstag. „Das Geschehene tut uns unendlich leid.“

+++ 14.14 Uhr: Nach dem Germanwings-Absturz hat das spanische Königspaar Felipe VI. und Letizia seinen gerade begonnenen Staatsbesuch abgebrochen. Der König sprach in einer Erklärung am Dienstag von einer „fürchterlichen Katastrophe“. Der König drückte allen betroffenen Familien und Angehörigen der Opfer sein aufrichtigstes Beileid aus.

+++ 14.03 Uhr: Der Absturz soll französischen Medien zufolge nicht von schlechtem Wetter ausgelöst worden sein. Das Wetter sei ruhig gewesen, berichtete die Zeitung „Le Monde“ unter Berufung auf die Wetterdienste „La Chaîne Météo“ und „Météo France“. „Die Bedingungen waren sogar optimal mit trockenem Wetter und komplett freiem Himmel am ganzen Vormittag“, hieß es am Dienstagnachmittag auf der Webseite von „La Chaîne Météo“. Der Wind sei schwach gewesen und es habe keine gefährlichen Wolken gegeben.

Germanwings-Maschine abgestürzt: Keine Hinweise auf Terroranschlag

+++ 14.02 Uhr: Beim Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich sind ersten Informationen zufolge vermutlich keine Franzosen ums Leben gekommen - das sagte Staatspräsident François Hollande der Nachrichtenagentur AFP zufolge. Es sei allerdings nicht „absolut sicher“, dass es keine französischen Opfer gegeben habe, erklärte Hollande.

+++ 14.01 Uhr: Deutsche Behörden haben bisher keine Hinweise auf einen möglichen terroristischen Anschlag als Ursache für den Absturz des Germanwings-Flugzeugs in Südfrankreich. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Sicherheitskreisen.

In Barcelona und in Düsseldorf trauern Angehörige, um die Passagiere.

+++ 14 Uhr: NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat sich schockiert über den Absturz der Gemanwings-Maschine auf dem Weg nach Düsseldorf geäußert. „In Gedanken sind wir bei den angehörigen Freunden und Familien der Opfer“, sagte sie am Dienstag. NRW-Innenminister Ralf Jäger und NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (beide SPD) seien auf dem Weg zum Düsseldorfer Flughafen. Für Nordrhein-Westfalen als Zielort vieler Flüge sei dies „eine besonders schwierige Situation“.

+++ 13.56 Uhr Der Absturz in Südfrankreich war der erste Totalverlust einer Maschine der Germanwings. Flugzeuge der Lufthansa-Tochter waren in den vergangenen Jahren allenfalls von kleineren Zwischenfällen betroffen:

Mai 2014: Wegen eines ungewöhnlichen Geruchs bricht ein Pilot den Start einer Germanwings Maschine vom Flughafen Cagliari auf Sardinien ab. Der Airbus der Lufthansa-Tochter kehrt vorsorglich zum Gate zurück. Die 143 Passagiere verlassen die Maschine und fliegen mit einem Ersatzflugzeug zum Airport Köln/Bonn.

Mai 2013: Wegen starken Geruchs in Cockpit und Kabine landen Germanwings-Piloten eine Maschine aus Sicherheitsgründen außerplanmäßig. Kurz nach dem Start in London kehren sie zurück, statt planmäßig Stuttgart anzusteuern. Die 141 Insassen verlassen den Airbus über die Treppen.

+++ 13.48 Uhr: Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy hat sich „bestürzt“ über den Absturz des Germanwings-Flugzeugs in Südfrankreich geäußert. Er habe mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem spanischen König Felipe VI. am Telefon über die Katastrophe gesprochen, sagte Rajoy am Dienstag im nordspanischen Vitoria. Der spanische Monarch hält sich zusammen mit Königin Letizia zu einem Besuch in Frankreich auf.

Rajoy sagte aufgrund des Unglücks sein geplantes Programm in der baskischen Regionalhauptstadt Vitoria ab. Er gab bekannt, dass die Madrider Regierung einen Krisenstab eingerichtet habe. Die Unglücksmaschine war von Barcelona nach Düsseldorf gestartet.

Germanwings trauert mit den Angehörigen.

+++ 13.46 Uhr : Die deutsche Airline Germanwings hat nach dem Flugzeugunglück in Südfrankreich seine Internet-Auftritte mit einem schwarzen Trauerlogo versehen. In den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter und Instagram wurde das vorher gelb-lilafarbene Logo am Dienstagnachmittag geschwärzt. Bei Facebook reagierten Hunderte Nutzer mit Beileidsbekundungen. Auch die Muttergesellschaft Lufthansa stellte schwarze Logos ein. Zuvor war im französischen Département Alpes-de-Haute-Provence ein Flugzeug des Typs A320 der Linie abgestürzt. 144 Passagiere und 6 Crewmitglieder waren nach Angaben von Germanwings an Bord.

Absturz von Germanwings-Maschine: 150 Tote

+++ 13.44 Uhr: Germanwings hat bestätigt, dass sich 144 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder an Bord der in Südfrankreich abgestürzten Bord befunden haben. Zunächst war von 142 Passagieren die Rede gewesen.

+++ 13.42 Uhr: Der A320 ist das erfolgreichste Modell des europäischen Flugzeugbauers Airbus. Die Maschine mit Platz für maximal 180 Passagiere gilt als äußerst zuverlässig. Die maximale Reisegeschwindigkeit des A320 beträgt fast 900 Kilometer in der Stunde. Der Airbus fliegt in einer Höhe von rund 12.000 Metern.

Der A320 war von Anfang an bei Fluggesellschaften sehr beliebt, da seine Betriebskosten bei der Einführung 1988 deutlich unter denen des Modells 737 vom US-Konkurrenten Boeing lagen. Die gesamte A320-Familie, zu der auch die A318, A319 und A321 gehören, hat zudem den Vorteil, dass viele Bauteile bei den verschiedenen Flugzeugtypen identisch sind und sich gleich bedienen lassen. Das spart Airlines sowohl in der Technik als auch in der Ausbildung Kosten.

+++ 13.39 Uhr: Die Fluggesellschaft Germanwings hat bestätigt, dass sich nach bisherigen Erkenntnissen mindestens 142 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder an Bord der in Südfrankreich abgestürzten Maschine befunden haben. Das sagte eine Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Germanwings-Geschäftsführer Oliver Wagner sprach dagegen von 144 Passagieren. Auch eine Lufthansa-Sprecherin nannte 144 Passagiere.

Absturz-Ort von Germanwings-Maschine nicht zugänglich

+++ 13.35 Uhr: Nach dem Absturz eines Germanwings-Airbus über Frankreich hat die Fluglinie eine Hotline für Angehörige von Passagieren eingerichtet. Sie ist unter der Nummer 01806 320 320 zu erreichen, wie eine Airline-Sprecherin am Dienstag mitteilte.

+++ 13.33 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vorerst alle anderen Termine abgesagt. Sie werde sich "in den kommenden Stunden über die Entwicklung auf dem Laufenden halten" und sich noch am Dienstag im Bundeskanzleramt gegenüber den Medien äußern, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Die Kanzlerin sei "tief erschüttert". Merkel habe bereits mit Frankreichs Staatspräsident François Hollande und dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy telefoniert. Hollande hatte Merkel nach Angaben des Elysée-Palast in dem Telefonat seinen Beistand zugesichert.

+++ 13.29 Uhr: Die abgestürzte Germanwings-Maschine ist in einem schwer zugänglichen, verschneiten Gebiet in den französischen Alpen zerschellt. Der Unglücksort im Gebirgsmassiv von Estrop sei "für Fahrzeuge nicht zugänglich", sagte Verkehrs-Staatssekretär Alain Vidalies am Dienstag in der nordfranzösischen Stadt Lille. Das Gebiet habe aber mit einem Helikopter überflogen werden können.

Entsetzen nach Absturz von Germanwings-Maschine am Düsseldorfer Flughafen

+++ 13.22 Uhr: Die Nachricht vom Absturz des Germanwings-Flugs über Frankreich hat bei Angehörigen am Flughafen Düsseldorf Trauer und Entsetzen ausgelöst. An der VIP-Lounge, die der Flughafen für Angehörige und Seelsorger zur Verfügung gestellt hatte, kamen Angehörige mit völlig verweinten Augen an. Auf Fragen von Reportern reagierten sie nicht.

Viele Mitarbeiter am Flughafen hatten aus den Medien von dem Unglück erfahren. „Genau die Strecke bin ich auch schon mal geflogen. Man denkt ja nicht, dass so etwas passiert“, sagte eine Frau.

+++ 13.20 Uhr: Der Flugzeughersteller Airbus will nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich so schnell wie möglich die Situation analysieren. „Wir sind informiert worden und tun alles, um die Situation zu analysieren“, sagte eine Airbus-Sprecherin in Hamburg. „Sobald wir mehr Informationen haben, machen wir das bekannt.“ Der Airbus A320 ist das erfolgreichste Airbus-Modell. Von dem Mittelstrecken-Jet sind weltweit fast 3700 Maschinen im Einsatz.

+++ 13.15 Uhr: Unter den Opfern des Absturzes einer Germanwings-Maschine sind nach Angaben de Madrider Regierung auch viele Spanier. Auf der Passagierliste des Flugzeugs stünden 45 Reisende mit spanischen Nachnamen, teilte die spanische Vizeregierungschefin Soraya Sáenz de Santamaría am Dienstag mit. Die staatliche spanische Flughafengesellschaft Aena bestätigte, dass unter den Passagieren der Unglücksmaschine mehrere Spanier gewesen seien. Die Behörde nannte aber keine Zahl. Die Maschine war in Barcelona gestartet und war auf dem Wege nach Düsseldorf.

Zudem ist Susanne Wasum-Rainer, die deutsche Botschafterin in Paris, auf dem Weg zum Ort des Absturzes.

Nach Absturz: Germangwings-Webseite nicht erreichbar - PK um 15 Uhr

+++ 13.11 Uhr: Auch die katalanische Regierung hat einen Krisenstab eingerichtet. Die Vizeregierungschefin der Region, Joana Ortega, werde zum Unglücksort reisen, teilte die Regierung am Dienstag in Barcelona mit. Die Unglücksmaschine war von Barcelona nach Düsseldorf gestartet. Das katalanische Innenministerium richtete auf dem Flughafen von Barcelona ein Zentrum ein, das Angehörige von Opfern der Katastrophe betreuen soll.

+++ 13.10 Uhr: Die offizielle Webseite der Germanwings ist momentan nicht erreichbar. Allerdings wird die Fluglinie am Nachmittag um 15.00 Uhr auf dem Flughafen Köln/Bonn eine Pressekonferenz geben.

+++ 13.09 Uhr: Zum Absturz des Airbus A320 im Süden Frankreichs gibt es bisher keinen Hinweis auf die Ursache der Katastrophe. Das sagte Premierminister Manuel Valls am Dienstag in Paris in einer Mitteilung. Außerdem seien deutsche Experten an die Unglücksstelle unterwegs. Wie das Bundesverkehrsministerium am Dienstag mitteilte, sind Fachleute der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung bereits auf dem Weg zur Unglücksstelle. Auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) plant, sich an Ort und Stelle ein Bild von der Lage zu machen. Er steht mit seinem französischen Amtskollegen in engem Kontakt, wie ein Ministeriumssprecher in Berlin sagte.

  • Nach Absturz von Germanwings-Maschine: Lufthansa-Chef spricht Mitgefühl aus

    +++ 13.07 Uhr:  Der Vorstandschef der Lufthansa, Carsten Spohr, hat entsetzt auf den Absturz einer Maschine der Tochtergesellschaft Germanwings in Frankreich reagiert. "Mein tiefstes Mitgefühl gilt den Familien und Freunden unserer Passagiere und Besatzungsmitglieder", hieß es in einer kurzen Stellungnahme Spohrs auf Englisch, die die Lufthansa am Dienstag auf Twitter veröffentlichte. "Wenn unsere Befürchtungen sich bewahrheiten, ist heute ein schwarzer Tag für die Lufthansa."

    "Wir wissen noch nicht, was mit Flug 4U 9525 passiert ist", heißt es in Spohrs Stellungnahme weiter. "Wir hoffen, Überlebende zu finden." Die französische Regierung hat allerdings inzwischen erklärt, dass keiner der vermutlich 148 Insassen den Absturz überlebte.

+++ 13.01 Uhr: Die Polizeiinspektion Flughafen München hat eine Gemeinsame Auskunfts- und Vermisstenstellt eingerichtet. Angehörigen können unter der 0800/ 77 66 350 fragen stellen.
+++ 12.59 Uhr: Die Absturzstelle des Airbus A320 im Süden Frankreichs befindet sich in schwer zugänglichem Gebiet. Präsident François Hollande sagte in einer im Fernsehen übertragenen Erklärung, die Absturzstelle sei nur schwer zugänglich. Berichten zufolge handelt es sich um das Bergmassiv Les Trois Evêchés im Südosten Frankreichs. Die Stelle könne vermutlich nur mit Hubschraubern und zu Fuß erreicht werden, sagte ein Bergführer dem Sender BFMTV.

Kontakt zur Absturz-Maschine der Germanwings um 10.41 Uhr abgebrochen

Die Maschine wird bei den Ankünften in Düsseldorf noch gelistet.

+++ 12.55 Uhr: Der Kontakt zu dem abgestürzten Germanwings- Flugzeug soll um 10.41 Uhr am Dienstag abgerissen sein. Das berichtete der Online-Dienst Flightradar24 über den Kurznachrichtendienst Twitter. Der Airbus mit der Flugnummer 4U9525 auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf hätte demnach um 11.55 Uhr landen sollen. Er sei nahe dem südfranzösischen Ort Digne im Département Alpes-de-Haute-Provence abgestürzt.

Zuletzt sei eine Höhe von 6800 Fuß (ca. 2072 Meter) registriert worden, meldete Flightradar24 - eine Website, die Flugzeug-Routen im Netz verfolgt und grafisch abbildet. Die Maschine sei mit einer Geschwindigkeit von 3000 bis 4000 Fuß - etwa 900 bis 1200 Meter - pro Minute heruntergegangen. Das sei vergleichbar mit dem Standard bei Landeanflügen.

Absturz der Germanwings-Maschine: Keine Überlebenden

+++ 12.52 Uhr: Beim Absturz des Airbus A320 der deutschen Fluggesellschaft Germanwings in Südfrankreich sind alle Menschen an Bord ums Leben gekommen. "Es gibt keinen Überlebenden", sagte der für Verkehr zuständige Staatssekretär Alain Vidalies am Dienstag im nordfranzösischen Lille. Das Flugzeug auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf hatte vermutlich 148 Menschen an Bord, darunter sechs Besatzungsmitglieder.

+++ 12.50 Uhr: Die französische Fluglotsen-Gewerkschaft SNCTA hat nach dem Germanwings-Absturz einen von Mittwoch bis Freitag angekündigten Streik abgesagt. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf einen SNCTA-Sprecher. „Wir verschieben unsere Streik-Ankündigung aufgrund der in den Kontrollräumen nach dem Absturz ausgelösten Ängste, vor allem in Aix-en-Provence.“

Die französische Polizei ruft via Twitter dazu auf, sich nicht dem Absturzort zu nähern. "Versuchen Sie nicht, sich der Absturzgegen zu nähern, lassen Sie die Zugänge frei für die Rettungskräfte", hieß es.

+++ 12.47 Uhr: Am Flughafen Düsseldorf sind nach dem Flugzeugabsturz kaum wartende Angehörige vor dem Germanwings-Schalter zu sehen. Nach Angaben von Mitarbeitern waren sie bereits in einen von der Öffentlichkeit abgeschirmten Bereich geleitet worden. Notfallseelsorger standen bereit.

An den Anzeigetafeln war der Germanwings-Flug mit der Nummer 4U9525 aus Barcelona noch ausgewiesen, jedoch ohne nähere Hinweise. In der Ankunftshalle herrschte ansonsten normaler Betrieb, viele Passagiere hätten von dem Absturz noch gar nichts mitbekommen, berichtete eine dpa-Reporterin. Fluggäste standen Schlange, um sich ein Auto zu mieten oder einen Kaffee zu holen.

Absturz-Maschine von Germanwings war über 24 Jahre alt

+++ 12.45 Uhr : Der Absturz eines Flugzeuges der Airline Germanwings hat die Aktien von Lufthansa und Airbus am Dienstag belastet. Die Papiere der Muttergesellschaft von Germanwings wurden am Mittag mit minus 4,28 Prozent auf 13,19 Euro ans Dax-Ende gedrückt. Die Papiere des Flugzeugbauers Airbus rutschten im MDax um 2,65 Prozent auf 58,46 Euro ab.

Zunächst werde Lufthansa besonders hart getroffen, da die Fluggesellschaft auch einen Reputationsbonus als besonders sicherer Anbieter verliere, sagte ein Börsianer. Bei Airbus sei mit dem Mittelstreckenjet A320 die wichtigste Baureihe betroffen. Im Dezember war eine AirAsia-Maschine des gleichen Typs abgestürzt.

+++ 12.44 Uhr: Die abgestürzte Airbus-Maschine war mehr als 24 Jahre alt. Nach Informationen der Website Airfleets.net wurde die Maschine vom Typ A320 am 6. Februar 1991 an die Lufthansa ausgeliefert. Zwischenzeitlich war der Jet mit 147 Sitzplätzen und der Kennung D-AIPX unter dem Städtenamen „Mannheim“ unterwegs. Ihren Jungfernflug hatte sie am 29. November 1990.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat einen Krisenstab eingerichtet.s

+++ 12.41 Uhr: Die Bundesregierung richtet einen Krisenstab ein. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte, das Auswärtige Amt stehe „in engstem Kontakt“ zu den französischen Behörden. Zu möglichen deutschen Todesopfern machte er zunächst keine Angaben. Steinmeier sagte: „In diesen schweren Stunden sind unsere Gedanken bei all denjenigen, die darum fürchten müssen, dass ihre Angehörigen unter den Passagieren oder Besatzungsmitgliedern sind.“ Unter der Rufnummer 030/50003000 richtete das AA auch eine Krisen-Telefonnummer ein. „Wir kennen die Berichte über den Absturz, können aber noch nichts bestätigen“, sagte ein Airbus-Sprecher. Der Flugzeugbauer versuche derzeit Klarheit über die Geschehnisse zu bekommen.

Absturz-Ursache der Germanwings-Maschine rätselhaft

+++ 12.35 Uhr: Ein Experte sagte gegenüber der Huffington Post, dass es sich bei dieser Flughöhe wohl um ein "schwerwiegendes technisches Problem" gehandelt haben müsse. Ein Absturz sei anhand der vorhandenen Daten "ausgesprochen ungewöhnlich". Eine Grafik von Flightradar24 zeigt den Verlauf der Flughöhe der Germanwings-Maschine. Das Flugzeug ist am Ende steil und konstant gen Boden gestürzt.

+++ 12.33 Uhr: Präsident Hollande spricht zudem von einer "neuerlicher Luftfahrttragödie. Eine Trauer, die wir nun ertragen müssen. Die Solidarität (mit den Angehörigen) muss nun unser allererstes Anliegen sein."

+++ 12.31 Uhr : Die EU-Kommission hat sich zu dem Absturz einer Germanwings-Maschine in Südfrankreich geäußert. EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc sagte: „Unsere Gedanken sind bei den Menschen an Bord und ihren Angehörigen.“ Sie kenne noch keine Details über den Absturz in Südfrankreich: „Alles was wir derzeit wissen, stammt aus Medienberichten.“

Wohl viele deutsche Opfer bei Absturz von Germanwings-Flugzeug in Frankreich

+++12.27 Uhr: Es sei wahrscheinlich, "dass es eine große Zahl deutscher Opfer gibt", sagte Frankreichs Präsident Hollande.

Informationen zum Airbus A320

  • Der Airbus A320 ist eines der am meisten verkauften Mittelstreckenflugzeuge und bietet Platz für 150 bis 170 Passagiere.
  • Weltweit waren im Oktober 2014 noch über 6000 Airbus A320 aktiv in der Luft unterwegs.
  • Das Flugzeug wiegt leer rund 40 Tonnen.
  • Die Lufthansa, deren Tochtergesellschaft Germanwings ist, besaß zuletzt 60 Flugzeuge vom Typ A320neo.

+++ 12.25 Uhr: Unter den 148 Menschen an Bord waren sechs Besatzungsmitglieder - zwei Piloten und vier Flugbegleiter, wie die französische zivile Luftfahrt-Behörde DGAC mitteilte. Die Angaben zu der Zahl der Passagiere und dem Flugzeug müssten aber noch überprüft werden. Präsident Hollande wollte nach eigenen Angaben mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem spanischen König Felipe VI. sprechen, der am Dienstag zu einem Besuch in Paris erwartet wurde.

+++ 12.21 Uhr: Die Lufthansa-Tochter Germanwings schreibt auf ihrer Facebook-Seite, dass ihnen noch keine gesicherten eigenen Informationen vorliegen. Sobald bestätigte Einzelheiten verfügbar sind, informieren wir die Medien unverzüglich. Wir haben unten für Sie eine Google-Karte mit dem ungefähren Absturz-Ort der Germanwings-Maschine erstellt.

+++ 12.14 Uhr: Frankreichs Präsident François Hollande sagte am Dienstag, dass es wohl keine Überlebenden gibt. Außerdem sei Innenminister Bernard Cazeneuve auf dem Weg zum Unfallort, sagt Premier Manuel Valls „Le Figaro“ zufolge.

+++ 12.12 Uhr: Zur Absturzursache hätten die französischen Kollegen zunächst nichts mitgeteilt, sagte der Sprecher der Flugsicherung. Die französische Zeitung „Le Figaro“ berichtete, die Maschine sei gegen 11.20 Uhr vom Radar verschwunden. Die Gegend des Absturzortes befindet sich rund 100 Kilometer nordwestlich von Nizza.

Absturz-Ort von Germanwings-Flugzeug lokalisiert

+++ 12.07 Uhr: Das Online-Tool Plane Finder hat eine Karte via Twitter veröffentlicht, die die Route und den Absturz-Ort der Germanwings-Maschine in Frankreich zeigt.

+++ 12.03 Uhr Die Flugnummer der Absturz-Maschine soll die 4U9525 gewesen sein. Laut Europe1 sind zudem auch zwei Helikopter zur Absturzstelle der Germanwings-Maschine unterwegs.

+++ 12.00 Uhr: Das Innenministerium in Paris bestätigt, dass Trümmer des Flugzeuges gefunden worden.

+++ 11.57 Uhr: Laut "La Provence" sollen Einsatzkräfte bereits auf dem Weg zur Absturzstelle sein. Die Bergung der Germanwings könnte jedoch schwierig verlaufen, da das Flugzeug in einer bergigen Region im Département Alpes-de-Haute-Provence abgestürzt ist. Der "Focus" berichtet zudem, dass das Flugzeug bereits gegen 11.15 Uhr von den Radarschirmen verschwunden sein soll.

Absturz von Germanwings-Flugzeug des Typs Airbus A320

+++ 11.50 Uhr Das Unglück habe sich in der Region von Barcelonnette in den südlichen Alpen ereignet, verlautete aus den französischen Sicherheitskreisen. Die Deutsche Flugsicherung hat den Absturz der Germanwings-Maschine bereits bestätigt.

+++ 11.44 Uhr: Laut Medienberichten ist ein Flugzeug über Südfrankreich abgestürzt. Das Flugzeug der Lufthansa-Tochter Germanwings war von Barcelona nach Düsseldorf unterwegs. Der Airbus A320 hatte 142 Fluggäste, zwei Piloten und vier Flugbegleiterinnen an Bord.

ms/dpa/AFP/wi

Gregory Straub

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Kommentare

Ulla
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Menschliches Versagen, ist unkontrolierbar. Traurig ist, daß immer Tragödien passieren müßen, um Sicherheitsmaßnahmen neu zu installieren. Mein ehrliches Beileid an alle Hinterbliebenen.Der Mensch,als solches, ist das größte Sicherheitsrisiko, egal ob im Flug-oder Straßenverkehr oder sonstwo im Sicherheitsbereich. Die Medienhype tut ihren Teil dazu bei. Ehrlich gesagt, unsere Gesellschaftt ist oft hoch neurotisch, leider sind die immer Unschuldigen die Opfer.

peu-107
(0)(0)

Ich trauere um die 150 Menschenleben, da ich nicht glaube, dass es Überlebende gibt. R.i.P.
Ich selbst würde nie in ein Flugzeug steigen, bei dem der Flugpreis unterhalb einer Bahnkarte liegt, da wird von den Fluggesellschaften einfach zu viel gespart, und ich glaube nicht nur am Service ! vielleicht doch auch etwas an der Sicherheit ! Und die Piloten werden wohl nicht bei der Inspektion der Maschinen in der Halle daneben stehen, oder ?

E.T.
(0)(0)

einfach schrecklich dieses unglück.
am nervigsten sind die spekulationen um die unglücksursache. das ist pietätlos.
r.i.p.