Auch "Rosetta" soll auf dem Kometen "Tschuri" landen

+
Landeroboter "Philae" war am 12. November 2014 auf dem Kometen "Tschuri" gelandet. Foto: ESA/Rosetta/Philae/CIVA

Darmstadt (dpa) - Am Ende eines großen Abenteuers könnten sich der kleine Landeroboter "Philae" und seine Muttersonde "Rosetta" wieder einigermaßen nahe sein.

Im September nächsten Jahres soll auch "Rosetta" auf dem fernen Kometen "Tschuri" landen. Das teilte die Europäische Raumfahrtagentur Esa mit. "Wir planen nicht ein einfaches Ausschalten, das wäre traurig. Wir machen etwas Spektakuläres", kündigte der Chef des Esa-Flugbetriebs, Paolo Ferri, an. Rosetta werde dann langsam zur Oberfläche des Kometen "67P/Tschurjumow-Gerassimenko" fliegen und wahrscheinlich landen.

Die "Rosetta"-Mission ende im September 2016, weil die Muttersonde dann zu wenig Sonnenlicht bekomme und über drei Jahre in den Winterschlaf versetzt werden müsse. Danach würde der Treibstoff auch nicht mehr lange reichen.

Prinzipiell sei die Planung für die Landung zwar kompliziert, aber es sei einfacher "Rosetta" auf "Tschuri" zu bringen als vor einem Jahr - am 12. November 2014 - bei der historischen Landung von "Philae": Im Gegensatz zum Landeroboter könne man "Rosetta" steuern. Wahrscheinlich werde der Muttersatellit aber an einem anderen Platz landen. Dann könnten die Wissenschaftler nämlich auch eine andere Stelle des Kometen sehen.

DLR zur Philae-Landung

Daten Rosetta-Mission

Esa zu Rosetta

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

Brand in Mädchenwohnheim: Zwölf Tote, 22 Verletzte
Brand in Mädchenwohnheim: Zwölf Tote, 22 Verletzte
So dreist führte eine PR-Firma die Leser hinters Licht
So dreist führte eine PR-Firma die Leser hinters Licht
Mord an Freiburger Studentin: 17-Jähriger in U-Haft 
Mord an Freiburger Studentin: 17-Jähriger in U-Haft 
Österreich: Frau soll Familie ausgelöscht haben
Österreich: Frau soll Familie ausgelöscht haben

Kommentare