Kinderbuch-Autor ist einverstanden

Verlag entschärft Bücher von Preußler

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Die Bücher von Otfried Preußler erfreuen sich großer Beliebtheit

Stuttgart - Otfried Preußlers Kinderbuch-Klassiker wie „Die kleine Hexe“ werden künftig ohne diskriminierende Begriffe wie „Negerlein“ und „Neger“ erscheinen.

„Wir werden alle unsere Klassiker durchforsten“, kündigte Verleger Klaus Willberg vom Stuttgarter Thienemann Verlag in der Tageszeitung „taz“ (Samstag) an. Die umstrittenen Worte würden dabei nicht ersetzt, sondern ganz gestrichen. Es sei notwendig, Bücher an den sprachlichen und politischen Wandel anzupassen, begründet Willberg den Schritt. „Nur so bleiben sie zeitlos.“

Laut „taz“ hat der Hamburger Verlag Friedrich Oetinger veraltete Worte wie „Neger“ oder „Zigeuner“ bereits vor vier Jahren aus seinen aktuellen Übersetzungen etwa von Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ gestrichen. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hatte zuletzt für Aufsehen gesorgt, als sie bekannte, diskriminierende Begriffe auszulassen, wenn sie ihrer Tochter vorlese.

Preußler (89), von dem auch der „Räuber Hotzenplotz“ oder „Das kleine Gespenst“ stammen, gehört zu den Großen der deutschen Kinderbuch-Literatur. Laut „taz“ habe er sich lange gegen Änderungen seiner Klassiker gestemmt. „Mit der Zeit ist aber die Einsicht gewachsen, dass die Authentizität des Werks der sprachlichen Weiterentwicklung untergeordnet werden muss“, sagte Willberg.

dpa

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