BGH soll Urteil zu Hungertod von 49-Jähriger überprüfen

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Die Tochter wurde zu einer dreijährigen Jugendstrafe verurteilt.

Verden - Der Bundesgerichtshof wird sich voraussichtlich mit dem qualvollen Hungertod einer 49-Jährigen im niedersächsischen Thedinghausen beschäftigen.

Das Landgericht Verden hatte den 50 Jahre alten Ehemann der Frau vergangene Woche zu sieben Jahren Haft und die 18 Jahre alte Tochter zu einer dreijährigen Jugendstrafe verurteilt. Die Verteidigung habe dagegen Revision eingelegt, sagte eine Gerichtssprecherin am Donnerstag.

Die 49-Jährige war im vergangenen Jahr vor den Augen ihrer Familie verhungert und verdurstet. Wochenlang lag sie mit gebrochenem Oberschenkel hilflos auf dem Sofa. Die Richter verurteilten Mann und Tochter wegen Totschlags durch Unterlassen, weil sie weder einen Arzt riefen noch die Frau ausreichend mit Essen und Trinken versorgten. Nach ihrer Ansicht waren die beiden wegen der familiären Nähe verpflichtet, etwas zu unternehmen.

Das sieht die Verteidigung anders, sie ist mit der Verurteilung nicht einverstanden. Es habe kein gelebtes Familienleben gegeben, sagte einer der Verteidiger nach der Urteilsverkündung.

dpa

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