Polizei warnt

Vorsicht! Telefon-Abzocke unter Notruf 110

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Beim Call ID Spoofing rufen Telefon-Betrüger unter der Notruf-Nummer 110 an, geben sich als Polizisten aus, verlangen Geld und drohen mit Verhaftung.

München - Die Polizei warnt vor einer neuen Masche von Telefon-Betrügern: Die Gauner geben sich als Polizisten aus, verlangen Geld und drohen mit Verhaftung, falls nicht gezahlt werde.

"Call ID Spoofing" lautet die neue miese Nummer der Telefon-Ganoven. Wie das Hessische Landeskriminalamt (LKA) mitteilt, wird dem Angerufenen dabei vorgegaukelt, er bekäme einen Anruf von der Notrufnummer "110" oder der "+49 110". Sobald das Opfer abnimmt, gibt sich der Anrufer als Polizist aus und verlangt, einen Geldbetrag über Western Union anzuweisen. Wenn der Angerufene nicht zahle, drohe ihm die Verhaftung.

Beim "Call ID Spoofing" erscheint nicht die richtige Telefonnummer des Anrufers, sondern eine frei wählbare Nummer. "So kann ein Betrüger seine vorgegebene, falsche Identität untermauern", warnt das Christoph Schulte, Experte für Cyber-Kriminalität beim LKA in Wiesbaden. "Besonders perfide ist natürlich die Nutzung der Polizeinotrufnummer "110" da diese jedem Bürger bekannt ist."

LKA gibt Tipps: So können Sie sich schützen

Vor dem Hintergrund dieser Fälle von Telefon-Abzocke gibt das LKA einige Hinweise für den Fall, dass Sie selbst einen der Gauner am Telefon haben!

  • Die Polizei ruft niemals mit der Absenderrufnummer 110 oder +49 110 an. Es handelt sich dabei um den Notruf der Polizei. Von dieser Telefonnummer werden keine Anrufe getätigt. Sie dient ausschließlich der Entgegennahme von Notrufen.
  • Die Polizei, die Staatsanwaltschaft oder die Gerichte fordern  niemals Zahlungen per "Western Union" oder anderen Bezahldiensten. Zahlungen an die Justiz oder an die Polizei erfolgen ausnahmslos auf reguläre deutsche Bankkonten.
  • Die Polizei, die Staatsanwaltschaft oder die Gerichte würden Sie niemals telefonisch zu einer Zahlung auffordern. Sie erhalten immer eine schriftliche Zahlungsaufforderung - mit klar erkennbarem Absender - auf dem Postweg.
  • Seien Sie immer skeptisch, wenn sich Personen am Telefon als Amtsträger ausgeben und eine Zahlung von Ihnen fordern. Alle Behörden werden Ihnen auf Nachfrage immer eine Rückrufnummer bzw. eine Erreichbarkeit nennen.
  • Fragen Sie im Zweifelsfall bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle  nach, ob der Anruf tatsächlich von der Polizei kam.
  • Warnen Sie auch Freunde, Bekannte und Ihre Eltern bzw. Großeltern vor dieser neuen Betrugsmasche.

Bislang macht die Masche in Hessen die Runde. Wie das LKA dem Hessischen Rundfunk mitteilt, wolle es aber vorzeitig warnen, damit es gar nicht erst zur großen "Spoofing"-Betrugswelle in Deutschland kommt.

Ratgeber: So schützen Sie sich im Internet

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fro

Franz Rohleder

Franz Rohleder

E-Mail:franz.rohleder@merkur.de

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