Vierfache Mutter (32) irrtümlich für tot erklärt

Nach einem Schock-Artikel bei Facebook stand ihr Telefon nicht mehr still

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Quicklebendig: Candice Haines auf ihrer Facebook-Seite

Birmingham - Eines Morgens findet Candice Haines einen Bericht über ihr Ableben im Internet. Ein makabres Missverständnis ist Schuld an diesem Horror-Szenario.

Es sind Szenen wie in einem Horrorfilm. Als die vierfache Mutter Candice Haines (32) aus Druids Heath in Birmingham (England) eines Morgens einen Blick ins Internet wirft, findet sie auf Facebook einen Bericht mit ihrem Foto. Eine große Überschrift thront unter dem Bild. Sie verkündet ihren Tod. Freunde und Verwandte rufen voll Sorge an, um ihr Beileid auszusprechen. Sie erschrecken sich zutiefst, weil die Totgeglaubte selbst ans Telefon geht. 

Täglich kamen Kondolenzschreiben

"Ich bekam andauernd Kondolenzschreiben. Es war ein absolut surreales Erlebnis", berichtet Candice der Daily Mail. Dabei handelte es sich jedoch nicht um einen schlechten Scherz oder eine übernatürliche Begebenheit. Die Todesanzeige von Candice Haines war ein makaberes Missverständnis - eines mit großer Tragweite. Die Gesundheitswebsite Daily Records hatte den Artikel über ihren Tod in den sozialen Netzwerken verbreitet, um auf die Krankheit Morbus Crohn aufmerksam zu machen. Dabei kam es zu einer Verwechslung. Statt einer Patientin, die tatsächlich an der chronischen Darmerkrankung gestorben war, verwendeten sie ein Bild von Candice und ihren Kindern. Auch die vierfache Mutter leidet an Morbus Crohn. Vor einem Jahr stellte sie ihre Lebensgeschichte mit besagtem Foto in einer Selbsthilfegruppe im Internet.

Ihr Foto kursierte im Internet

Wie die Betreiber der Website an ihr Bild gekommen ist, fragt sich Candice noch heute. Sie vermutet, dass die von ihr veröffentlichte Geschichte im Netz so oft geteilt wurde, dass das Bild irgendwann im Netz kursierte. "Tausende im Land müssen sie gelesen haben", sagt die 32-Jährige.

Immer noch ist die Engländerin damit beschäftigt, die Kondolenzwünsche mit einem "Ich lebe und bin wohlauf" zu beantworten. Auch auf Twitter und Facebook hat sie gepostet, dass es ihr gut gehe. Doch die Geschichte machte die Runde. Erst letzte Woche, als sie ihr jüngstes Kind in die Schule gebracht hatte, versetzte sie die anderen Mütter am Schultor in großes Erstaunen. "Die waren alle schockiert, dass ich lebendig vor ihnen stand", berichtet Candice. Denkt sie über all die Geschehnisse nach, kann sie es manchmal immer noch nicht glauben, was passiert ist. "Ich bin einfach nur dankbar, dass es ein Missverständnis war. Eigentlich kann ich darüber lachen." 

maw

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