... und vier kuriose Fakten

Diesen Bart finden Deutsche am attraktivsten

Bart
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Bartträger US-Schauspieler Jason Statham mit Dreitagebart und Wissenschaftsjournalist Jean Pütz mit Schnauzbart.

Köln - Schnurr-, Voll- oder Dreitagebart - knapp die Hälfte der Männer in Deutschland trägt einen Bart und liegt damit voll im Trend. Aber welche Form ist in der Bundesrepublik besonders beliebt?

Mehr als die Hälfte aller Deutschen findet Männer mit Bärten attraktiv. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor. Danach sagen drei von fünf Frauen (61 Prozent) und sogar knapp die Hälfte aller Männer (49 Prozent), dass sie einen gepflegten Bart hübsch finden.

Mit Abstand am beliebtesten ist der Dreitagebart. Rund 42 Prozent aller Bartträger haben sich für diese Variante entschieden. Attraktiv finden ihn 62 Prozent der befragten Männer und sogar 66 Prozent der Frauen. Bei fast allen anderen Bartformen ist es umgekehrt: Männer finden etwa Schnurrbart, Backenbart oder Vollbart attraktiver, als Frauen dies tun.

Vor allem in der jungen Generation (unter 34 Jahren) ist ein behaartes Gesicht angesagt: Gut jeder zweite junge Mann trägt Bart, mehr als 60 Prozent von ihnen haben sich für den Dreitagebart entschieden.

Fernsehkoch Ralf Zacherl mit Schnurr- und Ziegenbart und US-Autor Patrick Rothfuss mit Vollbart.

Auf Platz zwei der Beliebtheitsskala rangiert nach dem Dreitagebart der klassische Schnurrbart - vor allem, weil er bei den Über-55-Jährigen noch so viele Fans hat. Einen Vollbart lassen sich immerhin noch zwölf Prozent aller Bartträger wachsen. Koteletten, Hufeisen- oder Ziegenbärte gelten hingegen als Exoten.
Insgesamt trägt knapp die Hälfte (45 Prozent) der deutschen Männer einen Bart. Dabei ist in Sachen Bartpflege eindeutig Nassrasur angesagt: 45 Prozent der Männer schwingen regelmäßig die Klinge und seifen sich ein, nur 29 Prozent rasieren sich trocken. Der Rest wechselt. Für die repräsentative Umfrage wurden Mitte Mai nach YouGov-Angaben rund 1350 Menschen befragt.

Vier Fakten zum Bart

Frühester Bart: Schon um 3000 vor Christus band sich Pharao Narmer einen künstlichen Kinnbart um. Im antiken Ägypten galt der geflochtene Königsbart bei zeremoniellen Anlässen als Herrscher-Zeichen. Im dritten vorchristlichen Jahrtausend war es auch an Euphrat und Tigris üblich, mit umgehängtem Bart seine Macht zu demonstrieren. Götter und Herrscher wurden mit einem Assyrischen Vollbart in eindrucksvoller Lockenpracht dargestellt.

Längster Bart: Sarwan Singh aus Kanada ist laut Guinness-Buch der Weltrekorde Träger des längsten Kinnbartes der Welt. 2,495 Meter der schwarzen Gesichtszier wurden im März 2010 in Rom gemessen. Stattliche 4,29 Meter misst im März 2010 der Schnurrbart von Ram Singh Chauhan. Dank täglicher Pflege seiner Oberlippenbürste mit Kokos- und Senföl schaffte der Inder den Schnäuzer-Weltrekord.

Felix Hammoser bereitet sich am 02.11.2013 in Leinfelden-Echterdingen (Baden-Württemberg) auf die Bart-Weltmeisterschaften vor. Über 200 Teilnehmer aus 20 Nationen treten bei der WM in verschiedenen Kategorien an.

Bart-Clubs: 1992 schlossen sich mehr als 200 Vereine zum Verband Deutscher Bart-Clubs zusammen. Neben so wohlklingenden Namen wie Pforzemer Schnäuz und Belle Moustache Stuttgart gehört auch der 1985 gegründete Höfener Bart und Schnorresclub dazu. Er ist nach eigenen Angaben auch der erste und heute mit 170 haarigen Mitgliedern mitgliederstärkste Verein der deutschen Bartbewegung. Der Club aus Höfen an der Enz im Nordschwarzwald ist natürlich auch organisiert in der World Beard and Moustache Association.

Conchita Wurst.

Bart des Jahres 2014: Die österreichische Drag-Queen Conchita Wurst erlebte im vergangenen Jahr einen kometenhaften Aufstieg. Im langen weißen Kleid und mit schwarzem Vollbart gewann sie mit „Rise Like A Phoenix“ den Eurovision Song Contest in Kopenhagen. Conchita - bürgerlich Tom Neuwirth - ließ keine Gelegenheit aus, für die Liebe zu werben - egal, ob homo- oder heterosexuell. Ihre Botschaft und ihr Ruhm öffneten viele Türen: Sie sang für UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, lief für Modedesigner Jean Paul Gaultier in Paris über den Laufsteg und stand für Karl Lagerfeld im Foto-Shooting mit Strapsen Model.

dpa

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