Blinden Rentner und behinderten Sohn erschlagen

Doppelmord mit Eisenstange: Lebenslang für 27-Jährigen

Magdeburg - Weil er einen fast blinden Rentner und dessen körperbehinderten Sohn erschlagen hat, ist 27-Jähriger in Magdeburg zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Magdeburg ging am Montag von einem zweifachen Raubmord und Brandstiftung aus.

Nach Überzeugung der Richter ist der Mann im August 2015 nachts in das Haus der Opfer in Thale eingebrochen, um Wertgegenstände zu stehlen. Als der schlafende 87-Jährige aufwachte, schlug der Angeklagte ihm mit einer Eisenstange mindestens zweimal wuchtig auf den Kopf und tötete auf ähnliche Weise auch dessen 57 Jahre alten Sohn. Um Spuren zu verwischen, zündete er dann das Haus im Harz an.

Die Richter gingen - wie von der Staatsanwaltschaft beantragt - von einer besonderen Schwere der Schuld aus. Damit ist eine vorzeitige Entlassung auf Bewährung nach 15 Jahren Haft erschwert. Der drogensüchtige 27-Jährige kommt zunächst zum Entzug in eine Psychiatrie und dann ins Gefängnis. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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