Überharter Wasserwerfer-Einsatz

Stuttgart 21: Ex-Polizeichef soll 15.600 Euro zahlen

Stuttgart - Gut vier Jahre nach dem überharten Wasserwerfer-Einsatz gegen Stuttgart-21-Demonstranten hat Ex-Polizeichef Siegfried Stumpf einen Strafbefehl über 15.600 Euro erhalten.

Nach Ansicht des Amtsgerichts hätte Stumpf mit einer Anweisung das rüde Vorgehen Ende September 2010 gegen Protestierende im Stuttgarter Schlossgarten beenden und womöglich schwere Verletzungen verhindern können. Wegen fahrlässiger Körperverletzung im Amt in vier Fällen müsse Stumpf eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen à 130 Euro zahlen, sagte eine Sprecherin des Amtsgerichts der Deutschen Presse-Agentur.

Nimmt Stumpf den Strafbefehl an, ist er vorbestraft. Er kann binnen zwei Wochen Einspruch einlegen.

Frank Ulrich Mann, Rechtsanwalt eines damals erblindeten Demonstranten, sprach von einem „wahren Schnäppchen“ für Stumpf. Die Höhe des Strafbefehls sei milde - zumal das Landgericht jüngst die Hauptverantwortung beim damaligen Einsatzleiter gesehen hatte.

Als Polizeichef leitete Stumpf den Einsatz zur Räumung des Schlossgartens für Baumrodungen auf dem Baufeld des umstrittenen Milliardenprojekts Stuttgart 21. Mehrere Demonstranten wurden schwer an den Augen verletzt. Das Innenministerium berichtete von 160 Verletzten.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

auch interessant

Meistgelesen

Unwetter treffen Nordrhein-Westfalen: Retter im Großeinsatz
Unwetter treffen Nordrhein-Westfalen: Retter im Großeinsatz
Schock-Bilder! Python beißt Mann auf dem Klo in den Penis
Schock-Bilder! Python beißt Mann auf dem Klo in den Penis
Wollte Gorilla Harambe den kleinen Jungen nur beschützen?
Wollte Gorilla Harambe den kleinen Jungen nur beschützen?
Ein Toter und 44 Verletzte bei Blitzeinschlägen
Ein Toter und 44 Verletzte bei Blitzeinschlägen

Kommentare