Bei Gewinnspiel gemogelt

Betrugsvorwürfe: Ex-Radiomoderator vor Gericht

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Ein früherer Radiomoderator steht erneut vor Gericht.

Rostock - Nach einer Verurteilung wegen Kindesmissbrauchs steht ein früherer Rostocker Radiomoderator jetzt wegen Betrugs vor Gericht.

Ein früherer Rostocker Radiomoderator muss sich vor dem Landgericht wegen Bankrotts und Betrugs in besonders schweren Fällen verantworten. Der 42-Jährige soll laut Anklage im Rahmen einer Privatinsolvenz Einnahmen in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro verschwiegen haben. Die Gläubiger hätten Forderungen von mehr als 500 000 Euro erhoben.

Zudem soll er zwischen 2008 und 2010 mit einem ebenfalls angeklagten Mann ein Gewinnspiel seines Senders Ostseewelle Hitradio MV manipuliert haben. Der Mitangeklagte soll die Leute besorgt haben, deren Anrufe der Moderator in der Sendung angenommen habe. Er habe dazu die Möglichkeit gehabt, da deren Nummern auf einem Monitor aufgetaucht seien. Es sei ein Schaden von rund 75 000 Euro entstanden. Mehr als 61 000 Euro seien an die beiden Angeklagten geflossen, der größte Teil an den Moderator selbst.

Gleich nach der Verlesung der Anklage am Dienstag wurde die Sitzung unterbrochen, um unter den Prozessbeteiligten die Möglichkeiten einer Verständigung zu klären. Wie der Richter später sagte, hätten die Gespräche zunächst nicht abgeschlossen werden können.

Der Moderator war Ende 2012 wegen mehrfachen sexuellen Missbrauchs eines Kindes zu einer Haftstrafe von drei Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Da die aktuell angeklagten Straftaten vor dieser Verurteilung geschahen, könnte nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein erneuter Urteilsspruch zu einer Gesamtstrafe führen.

dpa

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