China hat neue Sattelitenbilder

Schwimmt hier ein Wrackteil von Flug MH370?

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Ein am Samstag veröffentlichtes Sattelitenbild könnte die Wrackteile der verschollenen Boeing zeigen.

Perth - Im Fall des vermissten Flugs MH370 verfügt China nach neuesten Angaben über neue Satellitenbilder von schwimmenden Objekten im Indischen Ozean. Die Suche nach Flug MH370 ist am Samstag in die dritte Woche gegangen.

Die Suche konzentriert sich nun auf auf verdächtige Objekte im Ozean vor Australien. Doch das Meer ist an dieser Stelle sehr rau.

Peking schickt Schiffe in das Suchgebiet

Peking werde Schiffe zu der fraglichen Stelle schicken, um nach möglichen Wrackteilen des seit zwei Wochen verschwundenen malaysischen Flugzeugs zu suchen, sagte Malaysias Verkehrsminister Hishammuddin Hussein am Samstag. Die Anzahl der gesichteten Objekte im Meer war zunächst unklar. Laut Hussein hatte eines der Teile eine Größe von 22 mal 30 Metern. Peking werde sich bald selbst äußern.

Australien weitet Suchgebiet aus

Australien hat das Suchgebiet nach möglichen Wrackteilen der vor zwei Wochen vermissten Boeing ausgeweitet. Sechs Flugzeuge durchkämmten am Samstag ein 36.000 Quadratkilometer großes Areal weit von der südwestaustralischen Küste entfernt, wie die australische Seesicherheitsbehörde (Amsa) am mitteilte. Auf Satellitenbildern hatten Experten rund 2500 Kilometer von dem australischen Ort Perth entfernt Objekte entdeckt, die Bruchstücke der Maschine sein könnten.

China und Japan unterstützen die australische Suchaktion. Peking hat fünf Schiffe in die Region beordert. Der mit Helikoptern beladene Eisbrecher „Xuelong“ - übersetzt Schneedrachen - stach am Samstag vom australischen Hafen Fremantle in Richtung des Indischen Ozeans in See, wie Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua mitteilte. Schiffe der chinesischen Marine hatte Peking von der Suche nach der vermissten Boeing 777-200 mit 239 Menschen an Bord vor Indonesien abgezogen und in das Gebiet vor Australien geschickt.

Suche stellt Piloten und Seeleute vor große Herausforderungen

Der Verkehrsminister Malaysias, Hishammuddin Hussein, zeigte der Presse die Notiz des chinesischen Botschafters.

Mehr als drei Stunden dauert der Flug vom australischen Stützpunkt Pearce zu dem Suchgebiet. Im Einsatz sind unter anderem drei Seeaufklärer vom Typ Orion P-3. Sie sind mit Radar, Sonar und Infrarot-Sensoren ausgestattet und können mit Hilfe eines Magnetdetektors Objekte bis 300 Meter Wassertiefe orten. Japan hat ebenfalls Überwachungsflugzeuge nach Australien beordert. Zwei Flugzeuge von Chinas Luftwaffe sind bereits unterwegs und ein drittes soll am Samstag ebenfalls in Richtung Australien aufbrechen, wie Xinhua mitteilte. Sie sollen am Sonntag mit Erkundungsflügen beginnen.

Die Suche stellt die Piloten und Seeleute jedoch vor große Herausforderungen. Seefahrer bezeichnen die Region als „Roaring Forties“. Damit ist ein Gebiet mit starker Westwinddrift zwischen dem 40. und 50. südlichen Breitengrad gemeint. Dort ist das Wetter meist unbeständig und der Wellengang hoch. Zwei Frachtschiffe waren am Samstag bereits in der Gegend unterwegs, und hielten nach möglichen Wrackteilen Ausschau, wie Amsa mitteilte.

Angehörige bedrohen Behördenvertreter - Polizeieinsatz

Im Hotel Lido in der chinesischen Hauptstadt Peking musste unterdessen die Polizei einschreiten, als Familienangehörige von Passagieren der Maschine malaysische Behördenvertreter bedrohten und Antworten forderten. "Sagt uns die Wahrheit, gebt uns unsere Angehörigen zurück", riefen sie. Die malaysischen Behörden stehen bei den Familien wegen ihrer Informationspolitik in der Kritik. Viele hoffen, dass das Flugzeug nicht abgestürzt, sondern irgendwo gelandet sein könnte.

Flug MH370: Chronologie einer Suche

Flug MH370: Chronologie einer Suche

Seit zwei Wochen ist die Boeing der Malaysia Airlines spurlos verschwunden. Sie war am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking. Die Ermittler sind nach Signal- und Datenanalysen überzeugt, dass die Maschine nach dem Start radikal vom Kurs abwich und noch stundenlang weiterflog. Am vergangenen Samstag, eine Woche nach dem Verschwinden, sagte der malaysische Regierungschef Najib Razak, alles deute darauf hin, dass die Kommunikationssysteme an Bord absichtlich abgestellt wurden. Ein Kabelbrand mit giftigen Gasen oder ein Luftdruckverlust, der die Piloten bewusstlos machte, werde aber auch nicht ausgeschlossen, hatte der malaysische Verkehrsminister Hishammuddin Hussein am Donnerstag gesagt.

dpa/AFP

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