Fluterschen-Missbrauch: Prozessserie endet mit Haftstrafe

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Der 64-Jährige Angeklagte hat über seine Anwältin zugegeben, 2009 eine damals 16-jährige Tochter des bereits verurteilten Detlef S. vergewaltigt zu haben.

Koblenz - Die Prozessserie um die aufsehenerregenden Missbrauchsfälle im Westerwalddorf Fluterschen ist zu Ende: Knast für den Mann, dem ein Vater seine Töchter zum Sex verkauft hatte.

Am Dienstag schickte das Landgericht Koblenz einen Mittäter für drei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Der 64-Jährige hatte über seine Anwältin zugegeben, 2009 eine damals 16-jährige Tochter des bereits verurteilten Detlef S. vergewaltigt zu haben. Zudem hatte er das Mädchen viermal sexuell missbraucht. Er war einer der drei Männer, an die der Haupttäter Detlef S. seine beiden Töchter für Sex verkaufte.

Detlef S. war im März in Koblenz zu vierzehneinhalb Jahren Haft und Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Er hatte gestanden, seine inzwischen erwachsene Tochter, eine Stieftochter und deren Zwillingsbruder hundertfach missbraucht zu haben.

In einem weiteren Verfahren war im Mai ein anderer Mann wegen Beihilfe zur Vergewaltigung sowie sexuellen Kindesmissbrauchs zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Der dritte Beteiligte lebt nicht mehr.

dpa

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