Psychisch krank

Frau lebte ein Jahr lang mit toter Mutter

Brooklyn/New York - Eine 28-jährige Frau hat ein Jahr lang mit den sterblichen Überresten ihrer Mutter in einem Apartment gelebt. Ratten und Kakerlaken hatten die Leiche fast vollständig gefressen.

Die 28-jährige Chava Spira hatte fast ein Jahr lang eine Wohnung mit ihrer toten Mutter geteilt. Das teilte eine Quelle des New Yorker Strafvollzugs dem Online-Portal der New York Daily News mit.

Von Susie Rosenthal, der 61-jährigen Mutter der offenbar psychisch kranken Frau, sei Nachbarn zufolge nicht viel mehr übrig geblieben als Knochen.

Verwesungsprozess setzte bereits vor einem Jahr ein

"Es sieht so aus, als hätte der Verwesungsprozess vor gut über einem Jahr eingesetzt", sagte ein Polizist. Der grausige Fund ist einer undichten Stelle in Spiras Wohnung zu verdanken, weshalb in der Lobby Wasser von der Decke tropfte. Daraufhin suchte der Verwalter des Gebäudes den Kontakt zu Spira, deren Haustür angelehnt war. Die junge Frau hatte jedoch soviel Müll gehortet, dass der Verwalter die Tür nicht vollständig öffnen konnte. Er spähte hinein und sah Spira in der Küche sitzen - wo später auch die Leiche ihrer Mutter gefunden wurde. Die 28-jährige reagierte allerdings überhaupt nicht auf den Mann. "Sie hat sich nicht bewegt und nichts gesagt", berichtet er der New York Daily News. Wenig später traf schließlich die Polizei ein. Von der Wohnung war schon seit Monaten ein übler Geruch ausgegangen. Ein Bewohner des Gebäudes machte sich Vorwürfe, dass er nicht schon früher die Polizei alarmiert hatte.

Spira und Rosenthal waren als Sonderlinge bekannt

Nachbarn berichteten, Spira und ihre Mutter seien Einsiedler gewesen und hätten niemals ihre Wohnung verlassen. Es kam auch nie jemand zu Besuch. Gelegentlich waren Schreie aus dem Apartment zu vernehmen. Lediglich die Schwester der Toten brachte einmal am Tag Essen vorbei, das sie vor dem Apartment abstellte. Diese schien überhaupt nicht zu wissen, dass Susie Rosenthal seit einem Jahr tot ist. "Sie fragte, wer ins Krankenhaus gebracht worden sei und dass hier noch eine weitere Frau lebt", sagte Mayer Berger, ein Sprecher von Chesed Shel Emes, einem jüdischen Bestattungsinstitut.

Die Leiche der 61-Jährigen lag fast vollständig skellettiert unter einem Müllberg in der Küche. Sie war von Kakerlaken und Ratten gefressen worden.

maz

Rubriklistenbild: © AFP

Marcella Zulla

E-Mail:info@merkur.de

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