13-Jährige missbraucht

Geflohener Sextäter wird international gesucht

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Die Polizei fahndet mit diesem Foto nach dem flüchtigen Straftäter.

Lingen - Der geflohene Sextäter aus Niedersachsen wird nun auch im Ausland gesucht -  mit einem internationalen Haftbefehl. Es gibt eine Vielzahl an Hinweisen.

Bei der Suche nach einem aus der Sicherungsverwahrung geflohenen Sextäter fehlt der Polizei in Niedersachsen weiter jede Spur. „Wir können derzeit nichts machen, außer die eingehenden Hinweise auszuwerten. Und die sind bisher leider wenig zielführend“, sagte der Lingener Polizeisprecher Achim van Remmerden am Donnerstag. Aus ganz Deutschland meldeten sich derzeit Leute, die den Flüchtigen gesehen haben wollen.

Der Mann soll während eines genehmigten mehrtägigen Freigangs aus der Justizvollzugsanstalt Lingen ein 13 Jahre altes Mädchen sexuell missbraucht haben. Ein Zusammenhang zu einem anderen Vorfall in Bremen ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft hingegen nicht zu erkennen - dort hatte ein Mann am Dienstag ein 13-jähriges Mädchen angegriffen.

Ein Sprecher des niedersächsischen Justizministeriums warf Zweifel auf, ob die unbegleiteten Freigänge des mehrfach vorbestraften Mannes für seine Therapie notwendig waren. „Sind die Regeln, die im Gesetz stehen, richtig angewendet worden? Vieles spricht dafür, doch die eigentliche Frage ist, ob die Regeln auch richtig sind.“

Fast 200 unbegleitete Freigänge bis zu seinem Rückfall

Das Ministerium prüfe derzeit, ob die Voraussetzungen für Vollzugslockerungen überarbeitet werden können. „Der Spielraum für Änderungen dieses Gesetzes ist aber nicht sehr groß. Klar ist, dass zur Therapie auch das Erproben von Freiheit gehört“, sagte der Sprecher.

Der 51 Jahre alte Flüchtige wird mit einem internationalen Haftbefehl gesucht. Zielfahnder des Landeskriminalamts Niedersachsen unterstützen mittlerweile die Polizei. „Die Maßnahmen dienen in erster Linie dazu, den Fahndungsdruck zu erhöhen. Man kann ihm nur dringend empfehlen, sich selbst zu stellen“, sagte LKA-Sprecher Uwe Schwellnus. Die Fahnder seien in ständigem Kontakt mit den Beamten vor Ort.

Der 51-Jährige steht im dringenden Verdacht, das Mädchen während seines Freigangs am vergangenen Freitag missbraucht zu haben. Zwar meldete er sich am nächsten Morgen noch für einen Alkoholtest im Gefängnis. Da die Tat erst am Samstagsabend angezeigt wurde, konnte er aber flüchten. Bis zu seinem Rückfall hatte er fast 200 unbegleitete Freigänge.

dpa

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