Kein Verzicht auf Gebühren

Gema will bei Konzert für Flutopfer abkassieren

Gladbeck - Die Gema sorgt bei einem Konzert zugunsten der Opfer des Hochwassers für Unmut. Die Verwertungsgesellschaft will bei den Einnahmen der Veranstaltung mitkassieren.

In Zeiten von Hochwasser sind ist jede Hilfe bei den Opfern immer willkommen - dachte sich der Veranstalter eines kleinen Benefizkonzertes in Gladbeck in Nordrhein-Westfalen. Doch da hatte er die Rechnung ohne die Gema gemacht.

Denn die Verwertungsgesellschaft will von den knapp 2000 Euro Einnahmen ihren Teil abkassieren - ungeachtet des wohltätigen Bestimmungszwecks. Den Veranstalter ärgert das natürlich: „Es ist für mich unverständlich, dass bei einer solchen Großkatastrophe von der Gema keine Ausnahme gemacht werden kann, da die geschädigten Menschen im Osten doch auf jeden Cent an Hilfe angewiesen sind.", zitiert derwesten.de den Organisator.

Zwar will die Gema aufgrund der 500 Besucher des Konzerts nur 80 Euro, und auf die noch 25 Prozent nachlassen, dem Macher geht es aber ums Prinzip.

Bei der Verwertungsgesellschaft gibt man sich hart: „Wir handeln nicht willkürlich und aus böser Absicht, sondern auf der Grundlage des Urheberrechtes und nach den Beschlüssen unserer Mitglieder“, so eine Sprecherin der Gema zur WAZ. Ob die Flutopfer in Sachsen und Sachsen-Anhalt das so nachvollziehen können, ist eher fraglich.

bix

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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