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Germanwings-Absturz: Alle News vom Mittwoch

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Am Mittwoch wurden erste Absturz-Opfer in Seyne-les-Alpes geborgen.

Paris - Das Flugzeug war in Ordnung, das Wetter gut, der Pilot erfahren. Warum also zerschellte der Airbus A320 von Germanwings in den französischen Alpen? Die Suche nach der Ursache geht weiter. Alle News und Hintergründe lesen Sie in unserem Live-Ticker:

Update vom 27. März 2015: Viele Menschen steigen momentan mit gemischten Gefühlen in ein Flugzeug - Flugpassagiere ebenso wie Crew und Pilot. Ein Germanwings-Pilot hat deswegen vor dem Flug von Hamburg nach Köln besonders einfühlsam gezeigt, wie er mit diesen Ängsten umgeht. Verfolgen Sie die Entwicklungen in den französischen Alpen in unserem Ticker.

Update vom 26. März 2015: Inzwischen sind erste Details zum Germanwings-Absturz aus Ermittler-Kreisen durchgesickert. Offenbar war zum Zeitpunkt des Unglücks nur ein Pilot im Cockpit. Ob es sich dabei um den sehr erfahrenen Flugkapitän handelte oder um den Co-Piloten, der erst wenige hundert Flugstunden Erfahrung hatte, ist noch unklar. Am Donnerstag werden außerdem die ersten Angehörigen der Opfer vor Ort erwartet. Alle aktuellen News zur Germanwings-Katastrophe lesen Sie in unserem Ticker vom Donnerstag.

Die wichtigsten Fakten zum Germanwings-Absturz

>>> Um 10.53 Uhr ist der Kontakt zur Germanwings-Maschine mit der Flugnummer 4U 9525 abgerissen.

>>>Der 24 Jahre alte Airbus A320 ist ersten Erkenntnissen zufolge auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf im Bergmassiv Trois Evêches im Département Alpes-de-Haute-Provence abgestürzt.

>>>Die 144 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder sind offiziellen Berichten zufolge alle tot. Unter den Opfern werden 72 Deutsche und 49 Spanier vermutet. Anscheinend war auch eine deutsche Schulklasse aus Nordrhein-Westfalen mit 16 Schülern und zwei Lehrern an Bord.

>>>Die Germanwings-Maschine erreichte um 10.45 Uhr ihre Flughöhe und ist danach aus bislang ungeklärten Ursachen in einen Sinkflug gegangen. Zuletzt war sie auf einer Höhe von 6800 Fuß (ca. 2072 Meter) registriert worden in einer Region mit rund 2000 Meter hohen Bergen. Innerhalb von acht Minuten verringerte sich die Flughöhe von 11.000 auf 2000 Meter.

>>>Am Abend wurde der Flugschreiber des Flugzeugs gefunden. Er ist beschädigt, kann aber wohl verwendet werden.

>>>Das sehr steile Gelände am Absturzort erschwert den Einsatzkräften die Bergung von Teilen und Opfern. Die Flugzeugtrümmer sind auf einem Gebiet von rund vier Hektar verteilt.

>>>Die genaue Absturzursache ist noch unklar.

>>> Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Mittwoch Mittag in der Nähe des Absturzortes eingetroffen.

>>> Die französische Untersuchungsbehörde BEA schließt eine Explosion vor dem Aufprall aus.

+++ 22.11 Uhr: Jetzt ist es offiziell: Rettungskräfte haben nach Polizeiangaben erste Leichen geborgen. Sterbliche Überreste der Opfer seien am späten Mittwochnachmittag von der Unglücksstelle weggebracht worden, bestätigte ein Sprecher der Polizei in Digne am Abend auf dpa-Anfrage entsprechende Medienberichte. Offen ließ er jedoch, wie viele Leichen geborgen wurden. Die Suche war am Abend mit Einbruch der Dunkelheit eingestellt worden und soll am Donnerstag fortgesetzt werden.

+++ 20.38 Uhr: Die Lufthansa will Angehörige und Freunde der Opfer des Germanwings-Absturzes am Donnerstag mit zwei Sonderflügen nach Südfrankreich bringen. Eine Maschine mit Ziel Marseille soll um 8.40 Uhr in Düsseldorf starten, eine andere um 8.45 Uhr in Barcelona, wie die Lufthansa am Abend mitteilte. In Marseille würden die Hinterbliebenen an einem speziell eingerichteten Anlaufpunkt betreut.

+++ 20.14 Uhr: Offenbar wurden bei den Sucharbeiten bereits sterbliche Überreste gefunden. Laut französischen Medien-Berichten hat auch die Bergung bereits begonnen, musste mit Einbruch der Dunkelheit aber ebenfalls eingestellt werden. Dass entsprechende Kühlwagen vor Ort sind, könnte ein weiteres Indiz dafür sein, heißt es in einem Bericht der ARD.

Germanwings-Absturz: Stimmen auf Rekorder zu hören

+++ 20.01 Uhr: Ein ehemaliger Lufthansa-Chefpilot wundert sich drüber, warum so viele Piloten nach dem Absturz ihre Arbeit niedergelegt haben. Zudem glaubt er, dass Fliegen künftig noch sicherer wird. Hier geht es zum Interview

+++ 19.53 Uhr: Mit Einbruch der Dunkelheit sind die Sucharbeiten an der Absturzstelle für die Nacht laut Le Figaro  eingestellt worden. Wie am Vorabend wurden fünf Gendarmen zur Sicherung des Geländes zurückgelassen.

+++ 19.24 Uhr: Eine Schüler-Gruppe aus Hamburg hielt sich ebenfalls eine Woche lang in Llinars del Vallès auf und sind nun mit Germanwings zurückgeflogen - zumindest ein Großteil. Zehn der 45 Neuntklässler seien auf die Bahn umgestiegen.

+++ 19.06 Uhr: Die Ermittler an der Absturzstelle bekommen nun auch Unterstützung von Interpol. Nach einer entsprechenden Anfrage Frankreichs werde ein Team von Spezialisten in die Unglücksregion entsandt, teilte die internationale Polizei-Organisation in Lyon mit. Zunächst sollen demnach vier Experten bei der Identifizierung der vermutlich 150 Opfer helfen. Interpol werde nach dem tragischen Unfall jede Unterstützung leisten, sagte Generalsekretär Jürgen Stock per Mitteilung.

+++ 18.27 Uhr: Auch die Schule in der kleinen spanischen Ortschaft Llinars del Vallés kann nicht fassen, was mit "ihrer" deutschen Austauschgruppe passiert ist.

+++ 17.39 Uhr: Vor dem Absturz der Germanwings-Maschine hat es keine Explosion gegeben. „Das Flugzeug ist bis zum Schluss geflogen“, es habe also keine Explosion gegeben, teilte BEA-Direktor Rémi Jouty am Mittwoch in Paris mit.

Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine über den französischen Alpen haben die Ermittler noch keine Hinweise auf die Ursache. Ein Stimmenrekorder sei jedoch auswertbar, denn es seien Stimmen im Cockpit und Geräusche zu hören, sagte der Chef der französischen Luftfahrtermittlungsbehörde BEA.

+++ 17.31 Uhr: Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat nach dem Germanwings-Absturz die Unterstützung seines Landes zugesagt. „Ich kann Ihnen sagen, dass wir solidarisch sein werden, dass wir zusammen arbeiten werden, dass wir zusammen ermitteln werden“, sagte der Chef der konservativen Madrider Regierung am Mittwoch. Rajoy sprach den Angehörigen aller Opfer sein Beileid und das Beileid des spanischen Volkes aus. Außerdem bedankte er sich „mit Nachdruck“ bei den Mitgliedern des Rettungsteams und auch bei Hollande, der in der Tragödie eine „tadellose Haltung“ gezeigt habe.

Germanwings-Absturz: Nur Behälter von zweiter Blackbox gefunden

+++ 17.28 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat versichert, dass mit Hochdruck nach den Ursachen für den Absturz des Germanwings-Airbus in Frankreich gesucht wird. „Es wird alles hier getan, um zu versuchen, das, was geschehen ist, das Unfassbare, soweit wie möglich aufzuklären“, sagte Merkel am Mittwoch. Allerdings werde dies noch Zeit brauchen, „weil es eine Katastrophe in einer ganz schwierigen geografischen Region ist“.

+++ 17.21 Uhr: Auch wenn die zweite Blackbox noch nicht gefunden wurde, sondern nur der Behälter, gibt es Hoffnung. Denn der Ermittler sagte, dass die Flugschreiber sehr heftige Aufschläge trotzdem überstehen sollten. Zu Fragen, ob die Piloten bei Bewusstsein waren, gab der Ermittler kein Kommentar.

+++ 17.17 Uhr: Überschattet von der Flugzeugkatastrophe in den französischen Alpen trifft sich die deutsche Musikindustrie an diesem Donnerstag zur 24. Echo-Verleihung.

+++ 17.15 Uhr: Die BEA-Ermittler verkünden auf der Pressekonferenz, dass es zu einem unerklärlichen Sinkflug kam, der um 9.42 Uhr mitteleuropäischer Zeit endete. Es gab erhebliche Probleme, den Stimmrekorder auszuwerten, allerdings gibt es eine gute Nachricht: Den Ermittlern ist es gelungen, eine Audio-Datei zu erstellen. Es dauert jedoch noch eine Weile bis die ausgewertet ist, da die Stimmen noch zugeordnet werden müssen. Die Aufzeichnung geht bis zum Aufprall.

Weitere Sondersendungen am Mittwochabend zum Absturz der Germanwings-Maschine

+++ 17.09 Uhr: Zum Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich sendet die ARD am Mittwochabend nach der „Tagesschau“ um 20.15 Uhr einen „Brennpunkt“ von 15 Minuten Länge. Das teilte die Programmdirektion in München mit. Titel der Sendung: „Germanwings - Der Tag nach dem Absturz“. Am späteren Abend gegen 23 Uhr wird sich Talkerin Anne Will in einer 60-Minuten-Ausgabe mit dem Thema „Der Tag nach dem Absturz - Deutschland trauert“ befassen. Das ZDF sendet um 19.25 Uhr eine „ZDF spezial“-Sendung zum selben Thema. Moderation: Matthias Fornoff.

+++ 17.02 Uhr: Der zweite Flugschreiber der in Frankreich abgestürzten Germanwings-Maschine ist noch nicht gefunden. Nur der Behälter sei gefunden worden, nicht die Blackbox selbst, sagte Frankreichs Präsident François Hollande am Mittwoch in Seyne-les-Alpes. Die bereits gefundene erste Blackbox der in Frankreich abgestürzten Germanwings-Maschine wird weiter ausgewertet. Die Untersuchung des Sprachrekorders dauere an. Die New York Times berichtet, dass es bislang unmöglich war, Stimmen von dem Rekorder auszuwerten.

+++ 16.57 Uhr: Frankreichs Staatspräsident François Hollande hat sich nach dem Germanwings-Absturz vor den Opfern der „fürchterlichen Katastrophe“ verbeugt. „Ich denke an die Familien, an die Angehörigen“, sagte Hollande am Mittwoch in Seyne-les-Alpes in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel und des spanischen Regierungschefs Mariano Rajoy. Er drückte den Deutschen und Spaniern gegenüber die Solidarität Frankreichs aus, „das mit den traurigsten Gefühlen“ an der Seite der beiden Länder stehe.

Denkmal für die Opfer des verunglückten Germanwings-Flugs

+++ 16.54 Uhr: Die Opfer des verunglückten Germanwings-Flugs sollen nach einem Bericht ein Denkmal in der Unfallregion bekommen. Der Bürgermeister des Orts Le Vernet habe vorgeschlagen, zwischen Le Vernet und Seyne-les-Alpes ein Monument zu Ehren der Opfer aufzustellen, berichtete der Sender BFMTV am Mittwoch auf seiner Webseite. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident François Hollande und Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy hätten ihm für den Vorschlag gedankt, hieß es weiter. Auch die Regionalzeitung „La Provence“ griff den Bericht auf.

+++ 16.22 Uhr: Was mit der A320 von Germanwings über den französischen Alpen genau passiert ist, wird man erst nach der Auswertung der beiden Aufzeichnungsgeräte wissen: des Flugdatenschreibers und des Stimmenrekorders, der alle Geräusche im Cockpit aufzeichnet. Bis dahin gibt es widersprüchliche Angaben zum Flugverlauf.

+++ 16.12 Uhr: Die ersten Angehörigen von Opfern des Germanwings-Unglücks sind französischen Medienberichten zufolge am Absturzort angekommen. Wie etwa die Zeitung „Le Figaro“ am Mittwochnachmittag im Internet berichtete, erreichten einige Familen Digne-les-Bains. Der Ort liegt etwa 30 Kilometer Luftlinie von der Absturzstelle entfernt. In Digne und in Seyne-les-Alpes wurden Betreuungszentren für Angehörige und Trauerkapellen eingerichtet.

+++ 15.59 Uhr: Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat in Düsseldorf mit Angehörigen der Todesopfer des Germanwings-Absturzes gesprochen und sich danach bestürzt gezeigt. „Das war mit Abstand das Schlimmste der letzten 20 Jahre - seit ich in dieser Branche bin“, sagte Spohr am Mittwoch nach dem Treffen mit den Angehörigen am Düsseldorfer Airport. Man werde ihnen jede erdenkliche Hilfe gewähren - sei sie psychologischer oder finanzieller Art. Am Donnerstag würden für die Angehörigen und ihre Betreuer Sonderflüge nach Marseille starten.

CDU-Bundestagsabgeordneter wird nach Facebook-Post scharf kritisiert

+++ 15.49 Uhr: Der CDU-Bundestagsabgeordnete Karl-Georg Wellmann hat auf seiner Facebook-Seite vor Flügen mit Germanwings gewarnt, was ihm scharfe Kritik von SPD und Grünen einbrachte.

+++ 15.40 Uhr: Geht es noch tragischer? Die beim Flugzeugabsturz in Südfrankreich verunglückten Schüler aus Haltern sind für die verhängnisvolle Spanien-Reise ausgelost worden. Weil es für die Teilnahme am achttägigen Austauschtrip in die Nähe von Barcelona mehr Bewerber gegeben habe als Plätze, sei das Los auf die nun ums Leben gekommenen Mädchen und Jungen gefallen, sagte eine Sprecherin der Bezirksregierung. Sie berief sich dabei am Mittwoch auf den Schulleiter des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern am See.

Mindestens einer der Schüler sei über die Nachrückliste zur Reisegruppe dazu gestoßen. Nach Informationen der „Halterner Zeitung“ hatten sich 40 Schüler für die Reise beworben - 14 Schülerinnen und zwei Schüler seien ausgewählt worden. Da könnte man beinahe am Schicksal zweifeln...

+++ 15.24 Uhr: Heute ist viel passiert. Wir haben für Sie eine ausführliche Zusammenfassung vom Mittwoch erstellt. 

+++ 15.21 Uhr: Was geht in solchen Menschen nur vor? Die spanische Polizei hat Ermittlungen eingleitet gegen die Autoren gehässiger Internet-Botschaften über die Opfer des Absturzes der Germanwings-Maschine.

+++ 15.18 Uhr: Heute soll es noch nicht so weit sein, aber demnächst werden - hoffentlich - die ersten Opfer geborgen. Ein wichtiger Bestandteil ist die Identifizierung. Wir haben für Sie zusammengestellt, wie Rechtsmediziner vorgehen.

Merkel dankt Frankreich für die Hilfe

+++ 15.06 Uhr: Beim sichergestellten Flugschreiber der abgestürzten Germanwings-Maschine handelt es sich nach Angaben von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt um den Stimmenrekorder. Er erhoffe sich von dem Recorder baldige Erkenntnisse. „Bisher verbietet es sich, Spekulationen anzustellen“, sagte der CSU-Politiker am Mittwoch in Berlin. Man könne momentan nicht gesichert sagen, was in den letzten Minuten in dem Flugzeug passiert sei. An der Auswertung des Stimmenrekorders, der Gespräche im Cockpit aufzeichnet, beteiligten sich auch Flugunfall-Spezialisten aus Deutschland.

Die Wrackteile der Maschine seien über eine breite Fläche in einer Gebirgsfalte verteilt. „Das größte Teil, was identifizierbar war, war ein Bordwandteil, das den Umfang von drei Flugzeugfenstern umfasst“, sagte Dobrindt. „Es ist ein erschreckendes Bild.“

+++ 14.41 Uhr: Michael Immel, Luftfahrtexperte der ARD, hat die Erwartungen gedämpft, dass man bereits heute verwertbares Material aus dem gefundenen Flugdatenschreiber bekommen könnten. Die Daten müssten erst wieder hergestelt werden, dies könne eine Weile dauern, sagte Immel. "Es wird vielleicht Wochen dauern, bis wir ein klares Bild davon bekommen, was wirklich passiert ist."

+++ 14.35 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach ihrer Ankunft in der Nähe der Germanwings-Absturzstelle den französischen Helfern für deren Einsatz gedankt. „Das ist ein Zeichen unglaublicher Freundschaft und Hilfe. Wir sind sehr dankbar“, sagte Merkel.

+++ 14.29 Uhr: Analysen des ersten gefundenen Flugschreibers der in Frankreich abgestürzten Germanwings-Maschine sollen am Mittwochnachmittag veröffentlicht werden. Das kündigte Regierungssprecher Stéphane Le Foll in Paris an. Die für die Auswertung zuständige französische Untersuchungsbehörde BEA werde um 16 Uhr erste Ergebnisse vorlegen.

+++ 14.26 Uhr: Wie die tz in München exklusiv erfuhr, stammt eines der Opfer des Absturzes aus dem Landkreis Starnberg. Der 38-jährige Stefan K. war auf Geschäftsreise in Spanien gewesen.

Merkel, Hollande und Rajoy widmen sich Angehörigen der Opfer des Germanwings-Absturz

+++ 14.20 Uhr: Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat nach dem Absturz eines Germanwings-Flugs versprochen, sich weiter für mehr Sicherheit im Flugverkehr einzusetzen. „Flugsicherheit ist keine Selbstverständlichkeit. Sie muss jeden Tag, jede Nacht hart erarbeitet werden“, sagte Spohr am Mittwoch in einer Videobotschaft an „Kunden und Partner“ der Airline.

+++ 14.14 Uhr: In dieser Sekunde ist der Hubschrauber mit Frankreichs Präsident Francois Hollande, Bundeskanzlerin Angela Merkel und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in Seyne-les-Alpes gelandet. Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy war schon vorher angekommen. Das Quartett ist dezent in schwarz gekleidet und wird sich zunächst den anwesenden Angehörigen der Opfer widmen.

Die spanische Flagge am Parlament in Madrid auf Halbmast.

+++ 14.09 Uhr: Mit einer landesweiten Schweigeminute hat Spanien am Mittwoch der Opfer des Germanwings-Absturzes gedacht, bei dem auch mindestens 49 Spanier getötet wurden. An unzähligen Orten stellten die Menschen um 12 Uhr ihre Tätigkeiten ein und verharrten still in Erinnerung an die Opfer. Die Schweigeminute wurde unter anderem in beiden Kammern des Parlaments in Madrid und in allen Amtsstuben abgehalten. Besonders groß war die Trauer auch in der katalanischen Austauschschule für 16 Schüler und zwei Lehrerinnen aus Haltern am See, die bei der Katastrophe ums Leben kamen. An der Schule in Llinars del Valles wurde eine Trauerfeier für die Opfer abgehalten. "Es ist ein Schock", sagte Schülerin Georgina Diaz. "Wir hatten beim Austausch tolle Erfahrungen - und sie haben jetzt nichts mehr davon."

+++ 13.58 Uhr: Nach und nach wird bekannt, aus welchen Regionen Deutschlands die Opfer stammten. Spanien hat die zweitmeisten Verunglückten zu beklagen. Wir haben eine Liste mit der Übersicht der Opfer für Sie zusammengestellt.

+++ 13.28 Uhr: Der erste Flugschreiber ist bei dem Absturz heftig beschädigt worden. Trotzdem glauben die Ermittler, brauchbare Indizien aus der fast völlig zerstörten Blackbox zu bekommen, um so die letzten acht Minuten der Germanwings-Maschine zu rekonstruieren.

Germanwings-Absturz: Angela Merkel trifft in Frankreich ein

+++ 13.23 Uhr: Bei Twitter schlägt ein herzzerreißendes Foto hohe Wellen. Es ist ein Screenshot bei WhatsApp, der online gestellt wurde und die letzte Nachricht zwischen zwei Freundinnen zeigt. Die eine, Ayleen, steigt kurz darauf in die Germanwings-Maschine, die um 10.53 Uhr in den Alpen zerschellt.

+++ 13.18 Uhr: Der französische Ministerpräsident Francois Hollande ist vor wenigen Minuten am Flughafen Marignane angekommen. Dort wartete bereits der spanische Premierminister Rajoy. Auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel erreichte laut "La Provence" soeben den Flughafen. Um 14 Uhr soll die drei Politiker am Unglücksort ankommen.

+++ 13.04 Uhr: Eine deutsche Schülerin hätte am Dienstag fast das Flugzeug verpasst. Ein spanisches Mädchen sagte, dass sie die Tasche mit allen Reiseunterlagen bei ihrer Gastfamilie vergessen hatte, schreibt die Dailymail in ihrer Onlineausgabe. Nachdem sie aber nicht die gesamte Gruppe aufhalten wollte, hat die Gastfamilie die Schülerin mit dem Auto zum Flughafen gefahren und sie dort rechtzeitig abgeliefert.

+++ 12.58 Uhr: Eine schwedische Fußballmannschaft wäre beinahe in die tragisch verunglückte Germanwings gestiegen. Nur durch einen Zufall sind sie deswegen noch am Leben.

+++ 12.51 Uhr: Mit einer Schweigeminute haben die Spieler und Trainer des FC Bayern München der Opfer des Flugzeugabsturzes in den französischen Alpen gedacht.

Germanwings-Absturz: Geheimes Dokument an Bundesregierung aufgetaucht

+++ 12.49 Uhr: Bei dem Absturz der Germanwings-Maschine in Südfrankreich sind nach neuesten Informationen der Airline 72 Deutsche ums Leben gekommen. Das sagte Germanwings-Chef Thomas Winkelmann am Mittwoch in Köln. Wie die spanische Regierung unterdessen in Madrid mitteilte, waren mindestens 49 Spanier an Bord der Unglücksmaschine.

Nach Angaben Winkelmanns kamen je zwei Passagiere aus Australien, Argentinien, Venezuela, dem Iran und den USA, je einer aus Großbritannien, den Niederlanden, Kolumbien, Mexiko, Japan, Dänemark, Belgien und Israel. Bis Mittwochvormittag habe zu insgesamt 123 Opfer-Familien Kontakt aufgenommen werden können. Von 27 weiteren Fluggästen seien die Namen bekannt, derzeit liefen Bemühungen, zu ihren Angehörigen mit Hilfe des Auswärtigen Amtes Kontakt aufzunehmen. Die Betreuung der Angehörigen habe "höchste Priorität", sagte Winkelmann. Es sei das Bestreben von Germanwings und der Muttergesellschaft Lufthansa, "jedem Einzelnen" psychologische Hilfe zukommen zu lassen.

+++ 12.44 Uhr: In einem geheimen Protokoll, das an die Bundesregierung geschickt wurde, steht, dass die Germanwings-Maschine um 10:31:02 Uhr ohne Freigabe der französischen Flugsicherung ihre Reiseflughöhe verlässt und einen Sinkflug von rund 17,8 Metern pro Sekunde antritt. Das berichtet die Bild. Nur vier Minuten später versucht die französische Flugsicherungsorganisation Funkkontakt herzustellen - erfolglos. Um 10:40 Uhr verschwindet vom Radarbildschirm. Die letzte angezeigte Flughöhe betrug demnach ca. 1890 Meter. Nur neun Minuten später starten zwei militärische Rettungshubschrauber und fliegen in Richtung der letzten Darstellung des Radarzieles der Germanwings 4U9525. Um 11:10 Uhr werden erste Wrackteile identifiziert.

+++ 12.41 Uhr: Nach Angaben von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) "keine belastbaren Hinweise" darauf, dass ein Anschlag auf das Flugzeug verübt wurde. Spekulationen und Mutmaßungen zu möglichen Unfallursachen sollten aus Rücksicht auf die Angehörigen unterbleiben, sagte de Maizière am Mittwoch in Berlin. Es gebe aber "keine belastbaren Hinweise darauf, dass die Ursache für den Absturz absichtlich durch Dritte" herbeigeführt worden sei.

Der Bundesinnenminister erklärte zudem, dass er eine Trauerbeflaggung zum Gedenken an die 150 Opfer des Absturzes veranlasst habe. "In Anbetracht dieser Katastrophe habe ich gestern angeordnet, ab heute für drei Tage an allen Bundesbehörden Trauerbeflaggung zu setzen."

+++ 12.37 Uhr: Nach dem Absturz des Germanwings-Fluges in Frankreich gaben viele Menschen ihrer Trauer im Internet Ausdruck.  Zahlreiche Airlines tauschten ihre Logos in den sozialen Netzwerken gegen farblose Versionen aus. Germanwings und Lufthansa stellten dazu den Hashtag #indeepsorrow (in tiefer Trauer). Konkurrierende Linien zogen als Zeichen der Solidarität nach. Zudem teilten viele private Nutzer Bilder von Kerzen oder Trauerschleifen auf schwarzem Grund.

+++ 12.33 Uhr: Der österreichische Rapper "Money Boy" hat die Grenze des Geschmacks überschritten. Auf seinem Twitter-Profil verhöhnte er die Opfer des Germanwings-Absturzes und machte sich über das Unglück lustig.

+++ 12.23 Uhr: Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in den Alpen soll es nach Angaben von Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Mittwochnachmittag (16.00 Uhr) Informationen der französischen Behörden zu den weiteren Ermittlungen geben. Das kündigte Spohr am Mittwochvormittag in Frankfurt an.

Germanwings-Absturz: Am Mittwoch werden wohl keine Opfer geborgen

+++ 12.07 Uhr: Der Bundeskriminalamt bereitet sich laut bild.de darauf vor, die Opfer zu identifizieren. Drei Kriminalbeamte sind am Dienstag deswegen nach Paris gereist. Dort werden sie den Einsatz mit den französischen Kollegen vorbereiten. Die Rettungskräfte an der Absturzstelle in den französischen Alpen wollen am Mittwoch keine Opfer bergen. Das sagte Rettungspilot Xavier Roy am Einsatzort in Seyne-les-Alpes.

Wichtig sei zunächst, den zweiten Flugschreiber zu finden. Außerdem werde das Absturzgebiet weiter gesichert. Die Rettungsmannschaften versuchten, die Körper der Opfer zu finden. Dazu würden auch zahlreiche Fotos von der Unfallstelle gemacht. Bei den Arbeiten, an denen auch Spezialteams beteiligt seien, werde auch versucht, Teile der Motoren zu lokalisieren. Bisher sei unklar, wie viele Rettungskräfte am Mittwoch zu dem Gelände gebracht würden oder dahin aufstiegen. Es sei auch noch nicht entschieden, wie viele davon über Nacht auf dem Berg blieben, um das Gelände zu sichern.

Roy berichtete erneut von einem sehr schwierigen Gelände, indem das Flugzeug abgestürzt sei. An der Unfallstelle gebe es aber aktuell keinen Schnee. Die Helikopter könnten gut fliegen, es gebe wenig Wind.

+++ 12.02 Uhr: Nach dem Absturz eines Germanwings-Jets auf der Strecke Barcelona-Düsseldorf hat die Fluglinie unbestätigten Berichten zufolge am Mittwoch eine andere Flugroute gewählt. Der Flug habe auch eine neue Flugnummer erhalten, schrieb die Plattform Plane Finder auf dem Internet-Kurznachrichtendienst Twitter. Flug 4U9441 war um 9.58 Uhr mitteleuropäischer Zeit in Barcelona gestartet, meldete die Plattform Flightradar24. Am Dienstag war Germanwings-Flug 4U9525 mit 150 Menschen an Bord in den französischen Alpen abgestürzt. Germanwings äußerte sich auf Anfrage nicht zu der geänderten Route.

+++ 11.50 Uhr: Beim Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen sind auch mindestens drei Briten ums Leben gekommen. Das gab der britische Außenminister Philip Hammond am Mittwoch in London bekannt.

+++ 11.48 Uhr: Die Lufthansa bietet Angehörigen der Opfer des Flugzeugabsturzes am Donnerstag Sonderflüge an, um zur Absturzstelle in Frankreich zu kommen. Es werde Flüge von Düsseldorf und Barcelona nach Marseille geben, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Mittwoch in Frankfurt am Main. Der Fokus für das Unternehmen liege weiter darauf, den Angehörigen zu helfen.

Lufthansa und Schule trauert um die Opfer des Germanwings-Absturzes

+++ 11.41 Uhr: Nach dem Tod von 16 Schülern und zwei Lehrerinnen bei dem Germanwings-Absturz hat am betroffenen Joseph-König-Gymnasium in Haltern am See am Mittwoch die Trauerarbeit begonnen. Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) zeigte sich nach den ersten Begegnungen mit Schülern und Lehrern tief betroffen von den Eindrücken aus der Schule. Es handle sich um "eine ganz schreckliche Tragödie".

Löhrmann sagte bei einer Pressekonferenz in Haltern, "den Schmerz eines verlorenen engen Familienmitglieds oder Freundes oder Freundin, den kann niemand, keine Macht der Welt, den Menschen nehmen, wir können ihn nur teilen. Und aus dem gemeinsamen Teilen kann ein wenig Trost erwachsen." Nach ihren Angaben sind an der Schule fünfzig Seelsorger im Einsatz.

Schulleiter Ulrich Wessel sagte, der Absturz mache ihn fassungslos und wortlos. Das Gymnasium habe am Dienstag vergangener Woche 16 junge, fröhliche Schüler mit zwei jungen, fröhlichen Lehrerinnen zum Schüleraustausch nach Spanien verabschiedet. Das, was als fröhliche Fahrt gedacht war, sei in dieser Tragödie geendet. "An unserer Schule wird nichts mehr so sein, wie es vorher war", sagte Wessel.

Löhrmann rief für ganz Nordrhein-Westfalen für Donnerstag um 10.53 Uhr zu einer Schweigeminute auf. Um 10.53 Uhr am Dienstag war der Kontakt des von Barcelona in Richtung Düsseldorf gestarteten Airbus zur Flugsicherung abgebrochen.

Reisende drücken am Düsseldorfer Flughafen ihr Mitgefühl aus.

+++ 11.36 Uhr: Mitarbeiter der Lufthansa und des Tochterunternehmens Germanwings haben am Mittwochmorgen mit einer Schweigeminute der Opfer des Flugzeugabsturzes in Frankreich gedacht. Die Schweigeminute fand um 10.53 Uhr statt, dem Zeitpunkt, als am Dienstag der Kontakt der Flugsicherung zu dem Germanwings-Airbus abgebrochen war. Lufthansa-Chef Carsten Spohr sprach in Frankfurt am Main von einem "sehr emotionalen Moment".

Es sei unerklärlich, wie ein "technisch einwandfreies" Flugzeug mit zwei erfahrenen Piloten verunglücken könne, sagte Spohr. Lufthansa-Finanzchefin Simone Menne sagte bei einer kleinen Gedenkfeier für die Mitarbeiter im Anschluss an die Schweigeminute: "Wir wollen so was nie, nie wieder erleben." Das seien "schwere Tage, wenn nicht der schwerste Tag für die Lufthansa." Viele Mitarbeiter hätten nach dem verheerenden Absturz ihren Urlaub abgebrochen, unter ihnen auch der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Mayrhuber.

+++ 11.15 Uhr: Germanwings hat nach dem tragischen Unglück in den französischen Alpen seine Teilnahme beim Musikpreis Echo abgesagt. Die Airline ist Sponsor beim Echo. Acht bis zehn Vertreter der Fluggesellschaft hätten ihren Besuch gestrichen, sagte ein Germanwings-Sprecher am Mittwoch. „Außerdem wurden alle Promotion- und Marketing-Aktionen im Rahmen dieser Veranstaltung gestoppt.“ Der Musikpreis Echo wird am Donnerstag in Berlin verliehen. Germanwings sagte auch eine eigene Veranstaltung ab. Wie der Sprecher sagte, hätte eigentlich am Freitag die Gala zum Schreibwettbewerb „Story Award“ in Köln stattfinden sollen.

+++ 11.10 Uhr: Die Einwohner bei der Absturzregion haben für die Angehörigen der Opfer zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten bereitgestellt. Außerdem sollen die Angehörigen vor den Medien abgeschirmt werden.

+++ 11.05 Uhr: Die Presse weltweit trauert mit Deutschland und Spanien. Wir haben die Stimmen zum Absturz der Germanwings-Maschine für Sie zusammengefasst.

Weltweite Schweigeminute an Flughäfen für die Opfer des Fluges 4U9525

+++ 11.02 Uhr: An den Untersuchungen am Absturzort der Germanwings-Maschine in Südfrankreich sind auch drei Experten aus Braunschweig beteiligt. Die Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sollen im Laufe des Mittwochmorgen an der Unfallstelle eintreffen, sagte Sprecher Germout Freitag.

Die deutschen Fachleute werden gemeinsam mit ihren französischen Kollegen das Trümmerfeld an der Absturzstelle untersuchen. Bei der ersten Phase gehe es um die Leichenbergung, so Freitag. In der zweiten Phase würden die Experten untersuchen, ob alle Teile des Flugzeugs vorhanden seien. „In der dritten Phase prüfen wir, welche Aussagen sich anhand der Einzelteile treffen lassen.“ So lasse sich bei einem Fund der Turbine beispielsweise klären, ob sie sich zum Zeitpunkt des Aufschlags noch gedreht habe.

+++ 10.53 Uhr: Mehrere Airlines und Flughäfen haben ihre Mitarbeiter aufgerufen, am Mittwoch um 10.53 Uhr mit einer Schweigeminute der Opfer des Germanwings-Absturzes zu gedenken. Auch beim Sitz der Tochtergesellschaft der Lufthansa herrschte Stille. In der Schule in Haltern am See dachten Schüler und Lehrkräfte an ihre verstorbenen Klassenkameraden und Kollegen.

+++ 10.48 Uhr: Vier rheinland-pfälzische Opfer der verunglückten Germanwings-Maschine stammen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Westerburg (Westerwaldkreis). Sie waren an Bord des am Dienstag in Frankreich abgestürzten Flugzeugs. Dies hatte der SWR zuvor gemeldet. Ob es noch mehr Opfer aus Rheinland-Pfalz gibt, wird geprüft.

+++ 10.45 Uhr: Millionen Menschen in Deutschland saßen am Dienstag nach dem Absturz der Germanwings-Maschine gebannt vor dem Fernseher. Die „Tagesschau“ um 20 Uhr sahen ausschließlich im „Ersten“ 5,80 Millionen Zuschauer, den anschließenden 50 Minuten langen „Brennpunkt“ 5,93 Millionen. Im ZDF verbuchten die „heute“-Ausgabe um 19 Uhr mit 4,65 Millionen Zuschauern und das anschließende „ZDF spezial“ mit 4,37 Millionen das größte Interesse. „RTL aktuell“ um 18.45 Uhr verfolgten 3,46 Millionen Menschen. Trotzdem hielten auch andere TV-Sendungen gut mit.

Germanwings-Absturz: Google trauert mit einer schwarzen Schleife

+++ 10.37 Uhr: Ein Tourengeher aus dem Allgäu wurde Ohrenzeuge des schrecklichen Unglücks in den französischen Alpen. Er hörte mit einer Gruppe von sechs Personen sehr laute Geräusche, als ob ein Flugzeug durchstartet. Und dann - ganz plötzlich - sei der Lärm weg gewesen, erzählte der 50-Jährige.

Eine Trauerschleife auf der Suchmaschinenseite Google gedenkt an die Opfer von 4U9525.

+++ 10.31 Uhr : Nach der Germanwings-Katastrophe mit 150 Toten in den französischen Alpen hat die Suchmaschine Google in Deutschland und Spanien eine Trauerschleife als Symbol auf ihre Startseite genommen. Wer am Mittwoch mit der Computermaus dem schwarzen Symbol auf weißem Hintergrund unter dem Suchfeld nahekam, las die Worte „Zum Gedenken an die Passagiere des Flugzeugabsturzes“. Google nimmt regelmäßig Illustrationen auf seine Startseite, die auf das aktuelle Geschehen oder Jahrestage anspielen. Am Dienstag war ein Airbus A320 von Germanwings in Frankreich abgestürzt. Neben den wohl 67 deutschen Opfern waren auch Passagiere aus Spanien, Großbritannien, Dänemark, Australien, Israel, Mexiko, Kolumbien, Argentinien und Japan an Bord.

+++ 10.25 Uhr: Trotz des Absturzes der Germanwings-Maschine in Südfrankreich treten die meisten Passagiere der Airline ihren Flug an. „Uns liegen keine Hinweise auf nennenswerte Stornierungen vor“, sagte ein Germanwings-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Das gilt auch für andere - nicht betroffene - Fluggesellschaften. Auch Air Berlin verzeichnete nach eigenen Angaben keine auffällige Zahlen an Stornierungen.

Germanwings muss nach Absturz nur einen Flug streichen

+++ 10.23 Uhr : Der erste gefundene Flugschreiber der in Frankreich abgestürzten Germanwings-Maschine ist zur Analyse der Daten in Paris eingetroffen. Die Auswertung werde noch am Vormittag beginnen, sagte der für Transport zuständige französische Staatssekretär Alain Vidalies dem Sender Europe 1. Die für die Auswertung zuständige französische Untersuchungsbehörde BEA habe die Blackbox erhalten. Die Box sei beschädigt, aber es werde angenommen, dass sie zu verwerten sei, sagte Vidalies. Nach der zweiten Blackbox wird noch an der Absturzstelle gesucht.

+++ 10.08 Uhr: Unter den Opfern des Germanwings-Absturzes in den französischen Alpen ist auch die Opernsängerin Maria Radner. Das bestätigte am Mittwoch die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf, wo Radner viele Gastspiele hatte. Die Altistin sei zusammen mit dem ebenfalls ums Leben gekommenen Bassbariton Oleg Bryjak auf dem Rückflug von einem Gastspiel im Gran Teatre del Liceu in Barcelona gewesen. Beide Sänger waren in Richard Wagners „Siegfried“ aufgetreten. Die 1981 geborene Radner war gebürtige Düsseldorferin.

+++ 10.06 Uhr: Einen Tag nach dem Absturz des Germanwings-Jets in Frankreich hat die Fluglinie nach eigenen Angaben nur einen einzigen Flug gestrichen. Dies sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft am Mittwoch in Köln. Ihren Flugbetrieb stemmt Germanwings mit Hilfe der Konkurrenz. Neben der Germanwings-Mutter Lufthansa stellen auch Air Berlin, Tuifly und andere Fluglinien ihre Maschinen zur Verfügung. Etwa 40 Flüge würden daher am Mittwoch von anderen Airlines bedient. Bei dem gestrichenen Flug handele es sich um einen Flug von London-Stansted nach Köln. Alle anderen Flüge würden stattfinden - schätzungsweise seien es zwischen 200 und 300.

+++ 09.35 Uhr: Selbstverständlich wird es noch Tage und Wochen dauern, bis die Absturzursache der Germanwings-Maschine geklärt wird. Allerdings gibt der Unfall jede Menge Rätsel auf. Ein Experte versucht auf merkur-online, das Unerklärliche zu erklären.

Lufthansa ruft Mitarbeiter nach Germanwings-Absturz zu Schweigeminute auf

+++ 09.30 Uhr: Der Lufthansa-Konzern hat seine Mitarbeiter aufgerufen, am Mittwoch um 10.53 Uhr mit einer Schweigeminute der Opfer des Germanwings-Absturzes zu gedenken. Zu dieser Uhrzeit war am Vortag der Airbus der Lufthansa-Tochter Germanwings mit 150 Menschen an Bord in den französischen Alpen verunglückt.

+++ 09.28 Uhr: Die Bergung der Opfer des Germanwings-Absturzes wird nach Einschätzung des Polizeichefs der Region sehr schwierig werden. „Wir sind hier im Hochgebirge“, sagte Polizeigeneral David Galtier am Mittwoch. „Das Wichtigste ist, das Gebiet abzusichern und die Leichen zu bergen.“ Insgesamt seien 500 französische Einsatzkräfte vor Ort. Das Absturzgebiet sei etwa so groß wie zwei Fußballfelder, fügte er hinzu.

Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, etwa 50 Spezialkräfte seien zu Fuß unterwegs zum Unfallort. Sie seien am Abend aufgebrochen und hätten in der Nacht biwakiert, erläuterte er in Seyne-les-Alpes. „Sie wollten kein Risiko eingehen. Die Bedingungen sind sehr schwierig.“ Wann die Opfer geborgen werden können, sei unklar.

+++ 09.26 Uhr: Einen Tag nach dem Absturz des Germanwings-Airbus werden die ersten Angehörigen der Opfer in Seyne-les-Alpes erwartet. Für sie werde ein Ort der Stille eingerichtet, sagte Innenministeriumssprecher Pierre-Henry Brandet. Angaben der Präfektur Digne-les-Bains zufolge sollte die Notfalleinrichtung ab 9.00 Uhr einsatzbereit sein. Deutsch- und spanischsprachige Dolmetscher seien vor Ort.

+++ 08.55 Uhr: Wegen der Flugzeugkatastrophe in den französischen Alpen mit 150 Toten hat das Bundesinnenministerium Trauerbeflaggung an allen Bundesbehörden angeordnet. Bis einschließlich Freitag sollen an sämtlichen Ministerien und den nachgeordneten Stellen die Fahnen auf halbmast wehen, hieß es am Mittwoch im Bundespresseamt. Im Bundestag soll am Donnerstag vor Beginn der Tagesordnung der Opfer des Unglücks gedacht werden. Die Ursachen des Absturzes der Germanwings-Maschine sind noch unklar.

+++ 08.44 Uhr: An Bord der in Frankreich abgestürzten Germanwings-Maschine war mindestens ein Däne. Die Angehörigen seien informiert, berichtete das dänische Außenministerium in Kopenhagen.

+++ 08.34 Uhr: Das Technische Hilfswerk (THW) geht nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen von langen Ermittlungen zur Ursache aus. "Mir sind Flugzeugabstürze bekannt, wo in einer riesigen Halle die ganzen Trümmerteile wie ein Puzzle in 3D wieder zusammengesetzt wurden", sagte THW-Präsident Albrecht Brömme am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. So ein Puzzle dauere zwei bis drei Jahre. "Man wird auch hier mit Sicherheit alles in Bewegung setzen, um die exakte Unfallursache herauszufinden." Das THW habe zwei Einsatz-Nachsorgeteams aus Deutschland nach Frankreich geschickt, um auch die Einsatzkräfte dort seelsorgerisch zu betreuen.

Innenministerium: Bergung kann "Tage oder Wochen" dauern

+++ 08.06 Uhr: Die Bergung der Überreste des in Südfrankreich abgestürzten Airbus A320 kann sich nach Angaben des französischen Innenministeriums über „Tage oder Wochen“ hinziehen. Das sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch dem Sender BFMTV. Zunächst müsse die Unfallstelle gesichert werden. Das zerklüftete Gebiet wird als gefährliches Gelände beschrieben. Bei den Arbeiten werde systematisch vorgegangen. Bei den Arbeiten konzentrierten sich die Einsatzkräfte vor allem auf die Bergung der Opfer. Um kurz vor 8 Uhr sind mehrere Hubschrauber zur Absturzstelle der Germanwings-Passagiermaschine gestartet.

+++ 07.48 Uhr: Der nach dem Absturz einer Germanwings-Maschine in den französischen Alpen gefundene Flugschreiber ist nach Behördenangaben beschädigt. Das verlautete am Mittwoch aus dem Umfeld der Ermittler. Der Flugschreiber, bei dem es sich um den Stimmenrekorder des Airbus A320 handele, werde zur Untersuchung nach Paris gebracht. Das Gerät sei "beschädigt, aber verwertbar", sagte Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve dem Sender RTL. Nähere Informationen über die Beschädigung gab es zunächst nicht.

+++ 07.42 Uhr: Am Tag nach dem Absturz des Germanwings-Flugzeugs mit einer Schülergruppe aus dem westfälischen Haltern sind am Morgen die ersten Schüler und Lehrer an dem betroffenen Gymnasium eingetroffen. 16 Mitschüler und zwei Lehrerinnen des Joseph-König-Gymnasiums waren an Bord der Unglücksmaschine. Seit dem Abend waren auf der Schultreppe immer mehr Kerzen angezündet worden, am Mittwochmorgen brannte auf den Stufen ein Lichtermeer. Ein Schild mit der Aufschrift "Gestern waren wir viele. Heute sind wir allein" steht auf dem Schulhof an eine Tischtennisplatte gelehnt. Nach Bekanntwerden des Unglücks war der Unterricht am Dienstagnachmittag abgesagt worden. An diesem Mittwoch ist die Schule aber wieder geöffnet.

Germanwings-Crews verweigern auch am Mittwoch ihren Dienst

+++ 07.28 Uhr: An Bord der am Dienstag in Südfrankreich verunglückten Germanwings-Maschine waren mindestens vier Menschen aus Rheinland-Pfalz. Nach vorläufigen Erkenntnissen des Bundeskriminalamts (BKA) kämen drei Passagiere und ein Mitglied der Besatzung aus dem Bundesland, sagte ein Sprecher des rheinland-pfälzischen Innenministeriums am Mittwochmorgen der Nachrichtenagentur dpa.

+++ 07.17 Uhr: Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine am Dienstag weigern sich Crew-Mitglieder auch am Mittwoch, Flüge anzutreten. Deshalb muss Germanwings nach Informationen von "Focus Online" Flüge streichen. Ein Lufthansa-Sprecher bestätigte dem Bericht zufolge, dass sich die Besatzungsmitglieder mehrerer Flüge nicht in der Lage sähen, diese durchzuführen. Bereits am Dienstag kam es zu Ausfällen, da Crew-Mitglieder ihren Dienst nicht antreten wollten. Die Lufthansa, deren Tochtergesellschaft Germanwings ist, versucht, die betroffenen Flüge mit eigenem Personal abzudecken. Definitiv gecancelt werden dem "FOCUS"-Bericht zufolge eine Germanwings-Maschine von Düsseldorf nach Barcelona und ein weiterer Flug von Köln/Bonn nach London-Stansted. 

Gegenüber unserer Online-Redaktion bestätigte eine Lufthansa-Sprecherin, dass vereinzelt Crew-Mitglieder ihre Flüge nicht antreten wollten. Sie begründete dies vor allem damit, dass Germanwings eine kleine Fluggesellschaft ist, bei der sich das Personal untereinander gut kenn. Die Betroffenheit sei deshalb sehr groß. Ob vor allem Crews, die mit einem A320 fliegen sollten, den Dienst verweigerten und wie viele Flüge am Mittwoch konkret ausfallen, konnte die Sprecherin am Morgen noch nicht sagen.

Justiz ermittelt nach Germanwings-Absturz wegen fahrlässiger Tötung

+++ 07.00 Uhr: Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in Südfrankreich wartet auch die Lufthansa auf erste Hinweise zur Ursache des Unglücks. Aus Sicht der Airline gebe es dazu am Mittwochmorgen noch nichts Neues, sagte ein Sprecher in Frankfurt. Auch die Airline sei auf die Untersuchungen der Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung und ihrer französischen Kollegen angewiesen.

+++ 06.30 Uhr: Nachdem die Rettungsarbeiten an der Absturzstelle in den Alpen für die Nacht unterbrochen wurden, werden Experten diese am Mittwochmorgen wieder fortsetzen. Drei Fachleute hätten sich auf den Weg gemacht, um die Unfallstelle zu untersuchen, sagte der Sprecher der Bundesstelle, Germout Freitag, in Braunschweig. Vermutlich werden sie nach seiner Schätzung nicht vor 9 Uhr an der Unfallstelle ankommen.

Die deutschen Fachleute wollten gemeinsam mit den französischen Kollegen prüfen, ob alle Trümmerteile zu finden seien oder das Flugzeug möglicherweise in der Luft auseinandergebrochen sei. Dann werde versucht, den Flugschreiber zu bergen.

+++ 06.19 Uhr: Nach dem verheerenden Absturz einer Germanwings-Maschine in Frankreich hat die dortige Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Der zuständige Staatsanwalt von Marseille, Brice Robin, sagte am Dienstagabend dem Sender BFM TV, derzeit konzentrierten sich die Ermittlungen auf die Befragung von acht Zeugen. Um wen es sich genau handelte, sagte er nicht. Zuvor hatte am Dienstag bereits die französische Luftfahrtermittlungsbehörde BEA Ermittlungen aufgenommen.

Bereits 1953 Flugzeug in der Unglücksregion abgestürzt

+++ 05.26 Uhr: In der Absturzregion des Airbus A320 von Germanwings hat sich schon einmal ein schweres Flugzeugunglück ereignet. Im September 1953 stürzte eine Lockheed L-749A Constellation von Air France am Mont Le Cimet bei Barcelonnette ab. Die Unfallstelle liegt etwa 15 Kilometer nordöstlich der Absturzregion des Airbus. Nach Informationen von Aviation Safety Network wurden 1953 alle 33 Passagiere sowie neun Besatzungsmitglieder an Bord getötet.

Feuerwehrmann über Trümmerwüste: "Alles ist pulverisiert"

Eines der Trümmerteile, die nach dem Absturz der Germanwings-Maschine am Absturzort in den französischen Alpen verstreut sind.

+++ 04.51 Uhr: Die Wucht des Aufpralls hat die Unglücksmaschine von Germanwings nach Aussage von Rettungskräften in kleinste Trümmer zerbersten lassen. "Alles ist pulverisiert. Man kann nichts mehr auseinanderhalten. Man sieht nichts, man kann nicht einmal ein Flugzeug darin erkennen", sagte Feuerwehr-Leutnant Éric Sapet der französischen Zeitung "Le Monde" über den Anblick an der Absturzstelle in den französischen Alpen. Der Lokalpolitiker Richard Bertrand aus dem nahe gelegenen Dorf Vernet sagte: "Das größte, das ich erkennen konnte, hatte die Größe eines Auto-Kotflügels, nicht größer."

Auch Japaner an Bord der Germanwings-Unglücksmaschine

+++ 03.37 Uhr: Unter den 150 Menschen an Bord des abgestürzten Germanwings-Flugzeugs waren auch zwei Japaner. Das bestätigte die Regierung in Tokio am Mittwoch, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldete.

+++ 03.15 Uhr: In dem 1200-Einwohner-Ort Seyne-les-Alpes trafen am Dienstag neben den Rettungskräften auch zahlreiche Journalisten vor allem aus Deutschland und Spanien ein. Mehr als 300 Polizisten und 380 Feuerwehrleute seien im Einsatz

+++ 02.43 Uhr: Erklärungen für den Absturz des Airbus A320 der Lufthansa-Tochter Germanwings fehlen noch immer. Der minutenlange Sinkflug der Maschine sei "derzeit noch unerklärlich", sagte der zuständige Staatsanwalt von Marseille, Brice Robin. Zu möglichen Ursachen des Absturzes wollte er sich nicht äußern. Um 11 Uhr wollte sich Robin bei einer Pressekonferenz äußern. Am Mittwochmorgen sollten außerdem zehn Gerichtsmediziner und drei Anthropologen zum Unfallort gebracht werden. Sie sollten dort DNA-Proben entnehmen, um bei der Identifizierung der Opfer zu helfen.

Die Leute wollten nicht über den Germanwings-Absturz sprechen"

+++ 01.29 Uhr: Mit mehr als zweieinhalbstündiger Verspätung ist am frühen Mittwochmorgen der erste Germanwings-Flug von Barcelona nach Düsseldorf nach der Katastrophe in Südfrankreich in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt eingetroffen. Trotz des Nachtflugverbots landete Flug 4U 9529 gegen 0.25 Uhr auf dem Rollfeld in Düsseldorf. Unter den Passagieren war auch die Spanierin Angeles Sala. Sie hatte überlegt, den Unfall-Flug vom Morgen zu nehmen - sich dann aber dagegen entschieden, weil dieser ihr zu früh war. "Und jetzt bin ich froh", sagte sie wartenden Reportern. Die Stimmung im Flugzeug sei verhältnismäßig ruhig gewesen. Man habe versucht, das Thema Absturz zu vermeiden. "Die Leute wollten nicht über das sprechen, die Leute waren ruhig", sagte sie.

Für die nächtliche Landung der Maschine aus Barcelona wurde kurzfristig eine Ausnahmegenehmigung erteilt, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Eigentlich herrscht am Düsseldorfer Flughafen Nachtflugverbot. Zu der Verspätung sei es dem Sprecher zufolge aufgrund von Problemen der Flugsicherung in Barcelona gekommen. Worin diese Probleme konkret lagen, konnte er nicht sagen.

Erster Flugschreiber geborgen - nur welcher, das ist bislang unklar

+++ 01.22 Uhr: Erste Informationen zum Ablauf des Unglücks erwarten die Ermittler von einem Flugschreiber, der bereits geborgen wurde. Unklar blieb zunächst, ob der Flight Data Recorder (FDR) oder der Cockpit Voice Recorder (CVR) geborgen wurde. Das erste Gerät zeichnet technische Daten zum Flug auf, das zweite registriert Geräusche in der Pilotenkabine. „Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass dieser schnelle Höhenverlust des Flugzeugs für den Augenblick unerklärt bleibt“, sagte der Staatsanwalt von Marseille, Brice Robin, dem Fernsehsender BFM TV. Lufthansa-Chef Carsten Spohr sagte am Dienstagabend in den ARD-"Tagesthemen", er gehe davon aus, dass "relativ schnell erste Informationen" zur Absturzursache vorliegen. Die detaillierte Auswertung werde dann länger dauern, fügte er hinzu. Die Experten setzen große Hoffnungen in die Auswertung der Flugschreiber.

+++ 01.10 Uhr: 65 Bergungskräfte haben sich zu Fuß in das unwegsame Gebiet an der Absturzstelle aufgemacht. Sie sollen bei schlechtem Wetter mit Regen und niedrigen Temperaturen in der Bergregion campieren. Die Gendarmerie will am frühen Morgen zwischen 5.30 und 6.00 Uhr mit Hubschraubern eine Gebirgsstaffel von 30 Polizisten in dem zerklüfteten Tal absetzen, in dem die Flugzeugtrümmer liegen. Fünf Beamte waren über Nacht an der Unglücksstelle geblieben.

Germanwings-Absturz: Auch Briten und Australier unter den Opfern

+++ 00.51 Uhr: Unter den 150 Menschen an Bord des abgestürzten Germanwings-Flugzeugs waren wohl auch Opfer aus Großbritannien, Australien, Israel und Mexiko. Es sei "wahrscheinlich", dass einige Briten in dem Airbus A320 gewesen sind, sagte der britische Außenminister Philip Hammond am Dienstag. Darunter seien wohl auch eine Frau und ihr Baby aus Nordengland. Nach Angaben der australischen Außenministerin Julie Bishop waren auch eine Frau und ihr erwachsener Sohn aus dem Bundesstaat Victoria in der Germanwings-Maschine.

Der mexikanische Außenminister José Antonio Meade sagte, es gebe Hinweise, dass es sich bei einem der Opfer um einen Mexikaner handele. Die Botschaft bemühe sich um Klärung. Nach israelischen Medienberichten war unter den Toten auch ein 39 Jahre alter israelischer Geschäftsmann, der in den vergangenen Jahren in Barcelona gelebt habe.

Luftüberwachung suchte vergeblich Kontakt zu Germanwings-Maschine

+++ 00.45 Uhr: Die französischen Behörden rechnen nach dem Absturz eines Airbus A320 in den Alpen mit schwierigen Bergungs- und Ermittlungsarbeiten. "Man muss vermeiden, dass wichtige Indizien zerstört werden", warnte ein Sprecher des französischen Innenministers Bernard Cazeneuve am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Ort Seyne-les-Alpes. Die Bedingungen in der Region könnten sich gegen Ende des Winters schwierig gestalten, zudem sei die Unfallstelle groß. Der Sprecher betonte auch, es sei wichtig Schaulustige fernzuhalten. "Man muss auch eine Art morbiden, makaberen Tourismus vermeiden", sagte er.

+++ 00.23 Uhr: Nicht nur Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sind am Dienstag zum Absturzort des Airbus A320 in Südfrankreich geeilt. Insgesamt fünf Minister aus Deutschland, Frankreich und Spanien verschafften sich bei einem Überflug der Unglücksstelle ein erstes Bild. Die spanische Verkehrsministerin Ana Pastor sprach von einem Schock, "weil der Ort des Dramas wirklich grauenvoll ist".

+++ 00.19 Uhr: Kurz vor dem Absturz des Germanwings-Airbus in Frankreich konnte die Flugüberwachung nach Behördenangaben keinen Funkkontakt mehr zur Unglücksmaschine herstellen. Mitarbeiter hätten vergeblich versucht, die Besatzung zu kontaktieren, sagte der Staatsanwalt von Marseille, Brice Robin, dem Fernsehsender BFM TV

Lufthansa-Chef schließt Zusammenhang zwischen Absturz und Reparatur aus

+++ 00.13 Uhr: Die Reparatur des abgestürzten Airbus A320 am Tag vor der Katastrophe hat nach Überzeugung von Lufthansa-Chef Carsten Spohr nichts mit dem Absturz zu tun. Spohr schloss nach seiner Rückkehr vom Unglücksort nach Frankfurt am Dienstagabend aus, dass die Wartung der Germanwings-Maschine am Montag in Düsseldorf etwas mit der Absturzursache zu tun haben könnte. Dabei sei es nur um die Geräuschbelastung gegangen, nichts sicherheitsrelevantes.

Eine Lufthansa-Sprecherin hatte zuvor erklärt, ein Problem an der Klappe für das Bugrad sei am Montag routinemäßig behoben worden. "Das Flugzeug war in hervorragendem technischen Zustand", versicherte der Lufthansa-Vorstandsvorsitzende. Über die Piloten der Unglücksmaschine sagte er: "Wir hatten die Kompetenz im Cockpit, für die unser Unternehmen steht." Die Germanwings-Piloten würden auch bei Lufthansa ausgebildet und der Pilot habe mehr als 6000 Flugstunden gehabt, darunter den größten Teil im Airbus A320.

Germanwings-Absturz: Neue Schock-Bilder vom Unglücksort

Germanwings-Absturz: Einsatzbilder vom Unglücksort

Alle Nachrichten und Entwicklungen vom Tag des Absturzes lesen Sie in unserem Live-Ticker zur Germanwings-Katastrophe vom Dienstag.

Gregory Straub

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