Erster Ausblick auf den Frühling

Halbzeit beim „Mallorca-Winter“ 2014/2015

Der Januar ist im Schnitt zu mild.
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Der Januar ist im Schnitt zu mild.

Wiesbaden - Der Januar ist zu mild - nicht nur bei uns. Diplom-Meteorologe Dominik Jung erklärt, was uns in nächster Zeit erwartet.

Der Winter 2014/2015 wird immer milder. Nachdem der Dezember zwei Grad wärmer als im langjährigen Mittel ausfiel, ist der Januar nun schon 4,3 Grad wärmer als der langjährige Durchschnitt. Damit ist das aktuell der wärmste Januar seit 2007. 2006 auf 2007 war dabei der wärmste Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Der Januar 2015 hat auch schon einen Allzeit-Rekord aufgestellt. Am vergangenen Samstag wurden in Bayern 20,5 Grad gemessen. Eine starke Leistung, wenn man bedenkt, dass man schon ab 25 Grad von einem Sommertag spricht und eigentlich Hochwinter-Zeit ist.

„Das war der wärmste Januartag seit 1881. So warm wurde es im Januar noch nie in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Auch gestern ging es mild weiter. Im Südwesten waren die Menschen bei strahlendem Sonnenschein und satten 16 Grad im Schatten teilweise schon im T-Shirt unterwegs“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Eine Gewitterfront überquerte Deutschland. Es gab stellenweise Sturmböen, Starkregen und natürlich Blitz und Donner. Solche nächtlichen Gewitterfronten kennen wir sonst eigentlich nur aus den Sommermonaten. Schuld waren die Ausläufer von Tief Gunter.

Die Spitzenböen erreichten 140 km/h auf dem Feldberg im Schwarzwald und 137 km/h auf dem Brocken im Harz. In beiden Fällen waren das Orkanböen.

In tiefen Lagen gab es teils schwere Sturmböen mit 97 km/h in Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen oder 94 km/h in Aachen (NRW) oder Erfurt (Thüringen).

Beim meteorologischen Winter ist am Donnerstag Halbzeit. Die Wetterexperten rechnen den Winter immer von Anfang Dezember bis Ende Februar. Pünktlich zur Halbzeit wird es besonders im Norden wieder stürmisch. Sturmtief Hermann nähert sich und bringt wieder starken Wind. Es wird aber nicht so heftig wie bei Elon oder Felix werden. Dabei bleibt es morgen mit Spitzenwerten bis 10 Grad weiter mild.

WO IST DER WINTER?

Wenn man sich die Frühwerte in Europa ansieht, dann muss man richtig strengen Frost richtig suchen. Man findet ihn erst ganz weit oben in Nordeuropa. In Nordfinnland liegen die Frühwerte am Mittwoch bei minus zehn bis minus 15 Grad. Allerdings ist das dort für die aktuelle Jahreszeit auch noch zu mild.

Ab dem Wochenende wird es im Land etwas kälter. In Lagen über 400 bis 500 m kann es am Wochenende schneien. Die tiefen Lagen bekommen weiterhin nur Schmuddelwetter ab. Vielleicht wird es in der letzten Januardekade beziehungsweise in den ersten Februartagen auch in den tiefen Lagen noch mal etwas kälter. Aber größere Schneefälle sind für die meisten derzeit nicht in Sicht.

Wenn man den aktuellen Wettertrend für Februar ansieht, so ist kaum Besserung in Sicht. Schon im September 2014 hatte der US-Wetterdienst für Deutschland einen milden Winter angekündigt und liegt damit bisher richtig  Für den Februar 2015 sieht der US-Trend ebenfalls Temperaturen die über dem langjährigen Durchschnitt liegen dürften.

WIE WIRD DENN DER FRÜHLING?

Auch hier gibt es für die Monate März, April und Mai schon einen Trend. „Demnach soll der März etwas wärmer als üblich ausfallen, der April landet beim Durchschnitt und der eigentlich Wonnemonat Mai soll demnach wie schon 2014 und 2013 eher kühl und zu nass werden“ erklärt Wetterexperte Jung die aktuelle Klimaprojektion der Amerikaner.

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