Viele Regionen unter Wasser

Heftige Gewitter behindern Verkehr in Deutschland

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In Rheinland-Pfalz überschwemmte eine zirca zwei Meter hohe Flutwelle mehrere Ortschaften und verursachte massive Schäden.

Berlin - Starker Regen hat am Wochenende viele Regionen Deutschlands unter Wasser gesetzt. Wasser und Schlamm flossen über Straßen und Bahngleise. Es blieb bei Sachschäden.

Heftige Regenschauer haben am Wochenende vielerorts in Deutschland Schlamm und Geröll auf Straßen und Bahnschienen geschwemmt. Der Verkehr war beeinträchtigt. Flüge verspäteten sich.

In Kattenes (Rheinland-Pfalz) spülte der Regen zwei Gerölllawinen auf eine Straße. Die Gesteinsmassen schoben dort mehrere Autos ineinander. Der Schlamm ergoss sich auch auf die Bahngleise, so dass der Zugverkehr auf der Moselstrecke zwischen Hatzenport und Kobern-Gondorf ab Samstag unterbrochen wurde. Eine Spezialfirma müsse den Hang am Montag zunächst sichern, teilte die Deutsche Bahn (DB) am Sonntag mit. Erst danach könne die Strecke wieder freigegeben werden. Die Bahn richtete einen Ersatzverkehr mit Bussen ein.

Nach einem heftigen Schauer hat die Feuerwehr in Baden-Württemberg 15 Kinder und ihre Betreuer aus der Umkleide eines Hallenbads befreien müssen, weil Wassermassen gegen die Tür drückten. Die Gruppe habe sich am Sonntag gerade umziehen wollen, als durch ein heftiges Unwetter große Wassermengen von außen in das Gebäude in Gundelfingen bei Freiburg geflossen seien, teilte die Polizei mit. Durch den Druck des Wassers habe der Betreuer die Tür nicht mehr öffnen können. Erst der Feuerwehr gelang es, die Gruppe zu befreien und das Wasser abzupumpen. Die Kinder kamen allesamt mit dem Schrecken davon.

Am Frankfurter Flughafen konnten einzelne Start- und Landebahnen am Samstag wegen eines Gewitters vorübergehend nicht genutzt werden, die Bodenabfertigung wurde zeitweise eingestellt. Nach Angaben des Verkehrsministeriums vom Sonntag landeten am Samstag 6 Maschinen verspätet, 30 Flugzeuge starteten später als geplant. Auch am Flughafen Hahn in Rheinland-Pfalz kam es zu Verspätungen.

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Ein Blitzschlag in einem Stellwerk legte am Samstag in Thüringen den Bahnverkehr lahm. Zwei Stunden lang konnten Züge zwischen Eisenach, Gotha, Erfurt und Ilmenau nicht fahren. 19 Bahnen mussten in den Bahnhöfen warten oder fielen aus. Am Abend hatte sich der Betrieb wieder normalisiert. Auch die meisten Behinderungen im Straßenverkehr waren im Thüringen am Sonntag behoben.

Eine Schlammlawine wälzte sich am Samstag durch Nickenich (Rheinland-Pfalz), wo der Dreck mehrere Straßen bedeckte. Der Schlamm ergoss sich in mehrere Vorgärten und Garagen.

Schwere Gewitter zogen am Samstag auch über den Kreis Zwickau in Sachsen hinweg. Zahlreiche Straßenkreuzungen in Zwickau waren überspült, Autofahrer blieben in den Wassermassen stecken. In Vatterode (Sachsen-Anhalt) hielt eine Schlammlawine nach starkem Regen am Samstag die Regionalbahn „Wipperliese“ auf.

dpa

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