Wetter spielt verrückt

Überflutung im Süden - Hitze im Norden

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Ein Bagger in Ehrenkirchen (Baden-Württemberg) muss von der Feuerwehr stabilisiert werden. Starke Regenfälle haben die Pegel der Bäche und Flüsse stark ansteigen lassen.

Stuttgart - Der Dauer-Regen im Süden sorgt für steigende Pegelständen an den Flüssen in Baden-Württemberg. Und es ist kein Ende in Sicht.

Nach heftigen Regenfällen der vergangenen Tage steigt die Hochwassergefahr im Südwesten. Die für Dienstag erwarteten Niederschläge würden das Wasser in Teilen Baden-Württembergs weiter deutlich ansteigen lassen, teilte die Hochwasser-Vorhersage-Zentrale mit. Bis zu 35 Liter pro Quadratmeter würden durch kräftigen Starkregen erwartet. Teilweise würden auch Hochwasser-Meldewerte überschritten. Im Laufe des Mittwochs könnten Teile von Rhein und Neckar für die Schifffahrt gesperrt werden.

Am Bodensee wurden Straßen und Keller überflutet. In Tettnang und Kressbronn rückte die Feuerwehr bis zum Morgen insgesamt 20 Mal aus, sagte ein Sprecher. Hochwasser und örtliche Überflutungen könnten zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führen, warnte der Deutsche Wetterdienst.

Auch in Thüringen hielten vollgelaufene Keller Feuerwehr und Betroffene in der Nacht zu Dienstag auf Trab. Vor allem im Südosten des Bundeslandes gab es starken Regen, berichtete die Polizei. In Niederbayern standen die Straßen an manchen Orten teilweise bis zu 15 Zentimeter unter Wasser. Etliche Bäume hielten den Sturmböen nicht stand und knickten um.

Hitze in Brandenburg schädigt Straßen

In Tschechien war die Feuerwehr am Dienstag nach Hunderten Einsätzen noch immer mit Aufräumen beschäftigt. Keller wurden ausgepumpt und umgestürzte Bäume von den Straßen entfernt. In Prag stand zum dritten Mal in diesem Sommer das ABC-Theater unter Wasser. Nach einem Rohrbruch wegen des aufgeweichten Bodens waren in der Stadt rund 4000 Menschen ohne Leistungswasser.

In der Slowakei brachten Stürme und starke Regenfälle auch Touristen in Not. Im Gebirgstal Vratna dolina musste die Bergrettung 67 Menschen aus einer von Überschwemmung bedrohten Ausflugshütte retten. 55 weitere saßen auf der Bergstation einer nahe gelegenen Seilbahn fest, wie die Bergrettung am Dienstag mitteilte.

Während andere gegen das Wasser kämpften, führte anhaltende Hitze etwa in Brandenburg inzwischen zu ersten Straßenschäden. Die Autobahn 2 war am Dienstag zwischen Wollin und Ziesar in Richtung Magdeburg nur noch auf dem Standstreifen befahrbar.

dpa

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