Bei verstärkten Sicherheitsvorkehrungen:

Hunderttausende begrüßen das neue Jahr in Berlin

In Berlin blieb alles friedlich. Foto: Wolfram Kastl
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In Berlin blieb alles friedlich.

Berlin - Sie haben geschunkelt, getanzt und angestoßen: Deutschlands größte Silvesterparty in Berlin ist friedlich geblieben. Es galten verstärkte Sicherheitsvorkehrungen.

Auf Deutschlands größter Silvesterparty in Berlin haben Hunderttausende Menschen friedlich ins neue Jahr gefeiert. Um Mitternacht erleuchtete ein achtminütiges Feuerwerk mit mehreren Tausend Effekten den Himmel über dem Brandenburger Tor.

Für die zwei Kilometer lange Festmeile bis zur Siegessäule galten nach den Anschlägen von Paris verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Sicherheits- und Rettungskräfte zogen kurz nach Mitternacht eine sehr positive erste Bilanz.

Bevor die Ode an die Freude aus Beethovens neunter Sinfonie das neue Jahr einläutete, waren Bands wie Mr. President, Glasperlenspiel und The BossHoss auf den Bühnen aufgetreten. Kurz vor Mitternacht bejubelten die Besucher die wiedervereinigte 90er-Jahre-Boyband Caught in the Act.

"Wir sind glücklich und zufrieden", sagte ein Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes, das gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariter-Bund mit knapp 180 Einsatzkräften unterwegs war. Die Lage sei sehr ruhig gewesen. Bis Mitternacht mussten die Helfer 55 Mal Erste Hilfe leisten. Auch die Polizei zog ein positives Fazit, bevor sich die Festmeile gegen 1.00 Uhr leerte. Viele Besucher waren nach stundenlangem Nieselregel durchnässt.

Für die Berliner Feuerwehr hatte da die heiße Phase der Neujahrsnacht erst begonnen. "Drei Minuten nach 0.00 Uhr haben die Notrufleitungen begonnen zu glühen", sagte ein Sprecher. Kurz darauf waren die Rettungskräfte an mehr als 130 Orten in der Stadt im Einsatz, häufig, weil Böller und Raketen Brände auf Balkonen ausgelöst hatten.

Die Ärzte im Unfallkrankenhaus Marzahn hatten bis kurz nach Mitternacht acht Böllerverletzungen zu behandeln, wie eine Sprecherin sagte. Dabei wurden auch Finger amputiert und Gesichtsverletzungen behandelt. Hinzu kamen Patienten, die auf glatten Straßen und Wegen ausgerutscht waren.

Für die Silvesterparty am Brandenburger Tor waren nach den Anschlägen in Paris die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden. Rund um die fast zwei Kilometer lange Partymeile waren mehr Polizisten unterwegs: 900 statt 750 wie im vergangenen Jahr. 600 Ordner waren auf dem Gelände im Einsatz, dessen Eingänge zwei Stunden vor Mitternacht gesperrt wurden, weil es voll war. Wie in den vergangenen Jahren galt auf der Partymeile ein Böller- und Raketenverbot. Großen Taschen und Rucksäcke durften dieses Mal nicht mitgebracht werden.

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt strömten Berliner sowie Touristen aus dem Bundesgebiet und aus aller Welt zum Brandenburger Tor. Die Terrorwarnung für München löste dort keine größere Unruhe aus. Für Berlin haben die Behörden weiterhin keine konkreten Hinweise auf Anschlagspläne. "Die Sicherheitseinschätzung ist unverändert", sagte ein Sprecher der Senatsinnenverwaltung.

Zuvor hatte die Polizei in München vor einem möglichen Terroranschlag in der bayerischen Landeshauptstadt in der Nacht gewarnt. Dort sollten Menschen größere Ansammlungen meiden, empfahl die Polizei. In Brüssel war das Silvesterfeuerwerk wegen Terrordrohungen abgesagt worden.

dpa

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Pressemitteilungen der Berliner Polizei

Pressemitteilungen der Berliner Feuerwehr

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