Empörung im Land

Italien: Bärin nach Betäubungsschuss tot

Trient - Empörung im Land: Nach einem Betäubungsschuss ist im norditalienischen Trient die 19-jährige Braunbärin Daniza gestorben.

Wie die Behörden mitteilten, trat der Tod in der Nacht zum Donnerstag ein. Das Ereignis rief helle Empörung bei italienischen Tierschützern hervor, zumal Daniza zwei acht Monate alte Bären großzog, deren Zukunft nun ungewiss ist.

Die behördliche Jagd auf die Bärin wurde in Gang gesetzt, nachdem sie am 15. August nahe der Ortschaft Pinzolo einen Pilzsammler angefallen und verletzt hatte. Die Tierschützer machten jedoch darauf aufmerksam, dass die Bärin nur so aggressiv geworden sei, um ihre Jungen zu schützen.

Einer der Nachwuchsbären wurde bei der Betäubung Danizas eingefangen, mit einem elektronischen Ortungssystem ausgerüstet und wieder freigesetzt. Der andere Jungbär war nicht aufzufinden. Der Tierschützer Andrea Brutti betonte, kleine Bären seien bis zum Alter von drei oder vier Jahren auf die Begleitung ihrer Mutter angewiesen.

In Italien gibt es 40 bis 50 Braunbären. Die Art ist geschützt. Daniza war im Jahr 2000 im Rahmen eines von der Europäischen Union geförderten Projekts in den Alpen ausgewildert worden. Seither bekam sie elf Junge. Die Tierschützerin Carla Rocchi forderte den Rücktritt von Italiens Umweltminister Gian Luca Galletti. Sie kritisierte, der Minister sei unfähig, eine Bärin zu verteidigen, die ihrerseits nichts weiter getan habe, als ihre Jungen zu verteidigen.

AFP

Rubriklistenbild: © AFP

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