Medienbericht

Kölns Bürgermeisterin nennt Abi-Krieg "Wohlstandsverwahrlosung"

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Eine Polizeistreife vor dem Humboldt-Gymnasium in Köln.

Köln - Rund 200 Schüler des Kölner Humboldt-Gymnasiums sollen an den Ausschreitungen beteiligt gewesen sein, an dessen Ende zwei Schüler im Krankenhaus landen. Kölns Bürgermeisterin kritisiert die Vorgänge scharf.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) hat die eskalierten Abi-Streiche in der Stadt als unreif kritisiert. „Was da geschieht, ist einfach unfassbar“, sagte die parteilose Politikerin dem „Express“ (Donnerstag). „Früher sprach man von einem „Reifezeugnis“, hier aber ist die Unreife offenkundig. Es handelt sich hier um Wohlstandsverwahrlosung.“

In der Nacht zum Dienstag war in Köln ein Abi-Streich derart ausgeartet, dass zwei 18-Jährige schwere Kopfverletzungen erlitten. Eine Fortsetzung fand der Streit unter den Schülern rivalisierender Gymnasien vorerst nicht. Eltern machten aber der Polizei Vorwürfe.

Reker sieht die Verantwortung für die Vorfälle dem Bericht zufolge aber auch bei den Eltern: „Ich kann mir diese Randale nur so erklären, dass die betreffenden Schüler zu Hause nicht oder nicht immer die nötige Zuwendung erfahren.“ Zuwendung sei auch das Aufstellen von Regeln. Als Konsequenz für die Ausschreitungen empfahl die Oberbürgermeisterin ein soziales Jahr. „Diese randalierenden Schüler“ sollten das wahre Leben kennenlernen, sagte sie.

dpa

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