Nach Vorwürfen

Odenwaldschule: Leiter wehrt sich

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Der Leiter der Odenwaldschule, Siegfried Däschler-Seiler, wehrt sich gegen den Vorwurf, den Kinderporno-Verdacht gegen einen Lehrer verschleiert zu haben.

Heppenheim - Der Leiter der Odenwaldschule, Siegfried Däschler-Seiler, wehrt sich gegen den Vorwurf, den Kinderporno-Verdacht gegen einen Lehrer verschleiert zu haben.

Die Schulleitung habe versucht, auf Hinweise „sehr aufmerksam zu reagieren“, sagte der Rektor der hr-„Hessenschau“ am Mittwoch. Schüler hätten „sich ungewöhnlich angeschaut gefühlt“.

Der 32-Jährige sei deshalb länger beobachtet worden und zu einer Fortbildung zu „Fragen der Grenzverletzung“ geschickt worden, sagte Däschler-Seiler. Die Schulleitung habe vom ersten Verdachtsmoment an das an der Odenwaldschule entwickelte Präventionskonzept angewendet, sagte Däschler-Seiler laut hr. Der Fall sei nicht öffentlich gemacht worden, weil sich die damaligen Vorwürfe gegen den Lehrer nicht erhärtet hätten.

Die Wohnung des Lehrers war wegen des möglichen Besitzes von Kinderpornos am 9. April durchsucht worden. Die Schule hatte dem Pädagogen fristlos gekündigt. An der Odenwaldschule waren vor Jahrzehnten mindestens 132 Schüler von Lehrern sexuell missbraucht worden. Der Skandal kam erst viele Jahre später an die Öffentlichkeit.

dpa

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