"Mobbing-Leitfaden" bei der Deutschen Post?

Hamburg - Was ist da los bei der Deutschen Post AG? Einem Medienbericht zufolge sollen die Führungskräfte eine Art vertraulichen "Mobbing-Leitfaden" für lästige Mitarbeiter formuliert haben.

Die Vorwürfe sind massiv: Die Führungsriege der Deutschen Post AG soll eine Art "Mobbing-Leitfaden" entwickelt haben, wie mit "auffälligen" Mitarbeitern umzugehen ist. Dem Magazin Stern soll nach eigener Aussage ein internes Papier mit der Bezeichnung "Umgang mit auffälligen Kräften in der Ist-Zeit" vorliegen.

Dem Bericht zufolge soll der Leitfaden eine Einteilung der langsamen Postboten in vier Typen beinhalten. "Zuverlässig" aber "extrem langsam" ist demnach Typ eins, während Typ zwei, die sogenannten "Motzbrüder", als "uneinsichtig" beschrieben werden. "Sozialfälle", die für die Briefzustellung "ungeeignet" seien, stellen die dritte Kategorie dar. Typ vier könne aufgrund des "hohen Alters" den Schalter nicht mehr umlegen. Der Leitfaden empfehle zur Motivation solcher Mitarbeiter, deren Überstunden verfallen zu lassen, oder ihnen samstags, montags oder vor Feiertagen nie freizugeben, so das Magazin weiter.

Das Unternehmen soll die Existenz des Papieres sogar zugegeben, sich aber von den Inhalten klar distanziert haben: "Die Vorschläge wurden nie umgesetzt", wird ein Sprecher zitiert. Außerdem sei "besagte Unterlage vor längerer Zeit in einer einzelnen Niederlassung entstanden".

Doch auch wenn die Maßnahmen nie umgesetzt worden sein sollen, die bloße Existenz eines derartigen Schriftstücks bringt die Deutsche Post bereits in Erklärungsnot.

vh

Veronika Hueber

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