Kuriose Facebook-Meldung ging viral

Die Wahrheit hinter dem Ösi-Hai im Mondsee

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Mondsee - Die Ösis haben nun auch ein Sommerloch-Tier! Gerald Herrmann postete am Montag auf seiner Facebook-Seite einige Bilder, die offenbar einen Hai im Mondsee zeigen.

Mehrere österreichische Medien recherchierten daraufhin der Geschichte über den angeblichen Bullenhai im Mondsee nach. Zwischenzeitlich gingen das Gerücht und die Fotos schon viral, die Bilder wurden hundertfach im Netz geteilt. Besorgte Badegäste und Touristen erkundigten sich nach der Sicherheit im See. 

Daraufhin fragte salzburg24.at beim ortsansässigen Leiter der Wasserrettung, Josef Knoblechner, nach, der nur amüsiert reagierte. Von einem Hai im Mondsee habe er noch nie etwas gehört.

Idee entstand bei einer Radtour

Es stellte sich heraus, dass der Mann, der die Geschichte im Umlauf brachte, in Wirklichkeit ein Photoshop-Künstler ist. Der Salzburger Gerald Herrmann ist für solche Fotomontagen bekannt. Im Gespräch mit salzburg24.at gab er dann auch zu, dass der Mondsee-Hai am Computer entstand. Die Idee sei ihm am Sonntag bei einer Radtour um den See gekommen und sollte ursprünglich nur ein Spaß für seine Freunde werden. 

"Normaler Hai wäre innerhalb einer Stunde tot"

Auf Anfrage des Kurier erklärte der Fischökologe Josef Wanzenböck von der Universität außerdem, dass der Hai sowieso nicht überlebt hätte im Mondsee: "Ein normaler Hai wäre innerhalb einer Stunde tot. Es gibt zwar auch Süßwasserhaie, etwa im Amazonasgebiet. Diese leben aber meist in Flussmündungen im Brackwasser und könnten sich auch nicht so schnell auf reines Süßwasser einstellen."

Zwischenzeitlich veröffentliche Gerald Herrmann auf seiner Facebook-Seite ein Album mit noch weiteren Fake-Bildern von Walen und Haien in österreichischen Seen. Durchklicken lohnt sich! 

mg

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