Falsches Phantombild

Mord an Armani: Polizei warnt vor Selbstjustiz

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Kuscheltiere, Grablichter und Blumen liegen am 23.07.2014 in Freiburg am Fundort des getöten achtjährigen Jungen.

Freiburg - Nach dem Mord an dem achtjährigen Armani in Freiburg verbreitet sich im Internet ein angebliches Phantombild. Die Polizei enttarnt es nun als Fälschung und warnt vor Selbstjustiz.

Eine Woche nach dem gewaltsamen Tod eines acht Jahre alten Jungen in Freiburg warnt die Polizei vor gefälschten Fahndungsaufrufen. Im Internet kursiere unter anderem ein angebliches Phantombild eines Mannes verbunden mit dem Aufruf zur Selbstjustiz, teilte die Polizei mit. Als Quelle werde die Polizei genannt, dies sei jedoch falsch. Es handele sich um das Werk von Unbekannten.

Die Polizei rief dazu auf, solche Bilder nicht weiterzuleiten. Sie erschwerten die Arbeit der Ermittler und gefährdeten Unbeteiligte. Falschmeldungen dieser Art seien "nicht nur ethisch verwerflich, sondern ziehen auch konsequent Ermittlungen nach sich und werden strafrechtlich verfolgt".

300 Hinweise - keine heiße Spur

Ein Spaziergänger hatte vor einer Woche die Leiche des achtjährigen Armani in Freiburg gefunden. Der Junge ist nach Angaben der Polizei von einem Unbekannten ermordet worden. Er war zuletzt am Abend zuvor lebend gesehen worden. Eine konkrete Spur zum Täter hat die Polizei nach eigenen Angaben nicht. Auch das Motiv ist unklar.

Aus der Bevölkerung sind in den vergangenen Tagen rund 300 Hinweise bei der Polizei eingegangen, zum Täter haben sie bislang nicht geführt. Am Sonntag habe die Sonderkommission im Bereich eines Kleingartengeländes Kontrollen durchgeführt, teilte die Polizei am Montag mit. „Zahlreiche Personen“ seien überprüft worden, um weitere Hinweise zu bekommen und mögliche Zeugen zu finden.

Darüber hinaus veröffentlichte die Polizei am Montag Fotos von Kleidungsstücken des Getöteten. Sie zeigen ein Kapuzenshirt, einen Turnschuh und eine Hose. Der Ball des Kindes fehle nach wie vor.

An einem Trauermarsch hatten am Samstag im Freiburger Seepark nach Schätzungen der Polizei rund 2000 Menschen teilgenommen.

dpa/afp

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