Zwei Babyleichen gefunden

Mutter (36) gesteht Tötung eines Neugeborenen

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Schrecklicher Fund im thüringischen Benshausen.

Suhl - Auf dem Dachboden eines Hauses werden zwei Babyleichen entdeckt. Die Mutter gesteht, sie dort abgelegt zu haben. Getötet habe sie aber nur eines der Kinder, sagt sie.

Eine 36-Jährige aus dem thüringischen Benshausen hat gestanden, eines ihrer Kinder nach der Geburt getötet und auf dem Dachboden ihres Hauses abgelegt zu haben. An gleicher Stelle wurde die Leiche eines zweiten Babys gefunden - dieses Kind sei nach Angaben der Frau aber bereits tot zur Welt gekommen, erklärten Ermittler am Freitag in Suhl. Beide Säuglinge habe sie in Plastiktüten gesteckt, diese in einen Karton gepackt und auf dem Dachboden ihres Wohnhauses verstaut.

Das Amtsgericht habe Haftbefehl gegen die 36-Jährige erlassen, ihn aber außer Vollzug gesetzt, da sich die Frau noch um eine zwölfjährige Tochter zu kümmern habe.

Die Frau habe zugegeben, den ersten Säugling im April 2011 mit einem Kissen erstickt zu haben, hieß es. Der zweite sei ihren Angaben zufolge im Juli 2013 schon tot zur Welt gekommen. Nachdem sie aus der Wohnung in Benshausen ausgezogen sei, haben die Hauseigentümer demnach den Karton vor eineinhalb Wochen gefunden und die Polizei verständigt.

„Es gibt hier keine Anzeichen für eine weitere Kindeswohlgefährdung“, sagte Andreas Beez, Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Suhl, nachdem die Frau wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Zum Motiv für den gewaltsamen Tod eines der Säuglinge sagte er, die 36-Jährige habe angegeben, sich damals in einer schwierigen persönlichen Situation befunden zu haben. Die Beziehung zum Vater der Kinder sei zerbrochen, noch ehe das erste der Kinder auf die Welt gekommen sei. Trotzdem sei der Mann auch der Vater des zweiten toten Säuglings.

Wie zu allen übrigen Angaben der Frau liefen aber die Ermittlungen der Polizei auch zum Motiv noch, sagte Beez. „Wir können uns bislang nur auf das stützen, was durch die Frau ausgesagt wird.“ Es seien vier Wohnungen in Benshausen durchsucht worden, zu denen die Frau regelmäßig Zugang gehabt habe - zum Beispiel Wohnungen von Familienangehörigen.

dpa

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