14.000 Menschen müssen Häuser verlassen

Nach Bombenfund: Anwohner weigern sich zu gehen

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Ein Bus bringt die Anwohner aus der Gefahrenzone.

Seelze - Die Entschärfung einer 1,8 Tonnen schweren Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat 14.000 Menschen in Seelze bei Hannover eine Nacht in Notquartieren oder bei Freunden beschert.

Sprengstoffexperten machten den Blindgänger am frühen Dienstagmorgen unschädlich, wie die Feuerwehr mitteilte. Der Bahnverkehr wurde wieder freigegeben. Auch der Mittellandkanal war nach kurzer Sperrung für die Schifffahrt wieder offen.

Die Arbeiten hatten sich zunächst wegen einiger Zwangsräumungen verzögert. „Das Gros der Leute hatte Verständnis für die Räumung, aber es gab auch einige, die sich weigerten, ihre Wohnungen zu verlassen“, sagte Stadtsprecherin Martina Kratt. Die Bombe war am Montag auf dem Gelände eines Neubaugebiets entdeckt worden.

Viele Anwohner mussten in der Nacht wach geklingelt werden. Lange Gespräche sowie zahlreiche Krankentransporte waren nötig. Mehr als 560 Helfer waren nach Feuerwehrangaben im Einsatz. Auch drei Altenheime wurden evakuiert.

Betroffen war auch ein Chemiewerk, in dem ein Teil der Produktion heruntergefahren wurde. Für die Sicherheit der Abläufe blieben nach Angaben der Feuerwehr 60 Mitarbeiter in der Fabrik, die sich während der Entschärfung in einem Schutzbereich aufhielten.

dpa

Evakuierung nach Bombenfund nach Hannover: Bilder

Evakuierung nach Bombenfund in Hannover: Bilder 

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