Nach Nikolaus-Kritik der UN

Rassistisch? Wütende Proteste in Holland

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Der „Zwarte Piet“ (Schwarze Peter) begleitet den niederländischen Nikolaus. Die UN sieht darin eine Rückkehr zur Sklaverei.

Amsterdam - Die Wut der Niederländer auf die Vereinten Nationen ist groß. Die haben Vorwürfe gegen das traditionelle Nikolausfest erhoben. Das haben die UN an der Feierlichkeit auszusetzen:

Eine Expertengruppe der UN hatte das Fest als rassistisch eingestuft und die Abschaffung gefordert. Der niederländische „Sinterklaas“ wird traditionell von einer Schar schwarzer Helfer, den „Zwarte Pieten“ (Schwarze Peter) begleitet.

Innerhalb eines Tages unterstützten bis Mittwochnachmittag fast eine Million Niederländer eine „Pietition“ im sozialen Netwerk Facebook für die Tradition. Es sei nur ein Kinderfest, argumentierten zehntausende Niederländer am Mittwoch auf Twitter, Facebook und in anderen Medien.

Die Rassismus-Arbeitsgruppe der UN untersucht zur Zeit, ob „Sinterklaas“ ein rassistische Figur ist. „Die Arbeitsgruppe kann nicht verstehen, warum Niederländer nicht einsehen, dass dies eine Rückkehr zur Sklaverei ist und dass dieses Fest im 21. Jahrhundert aufhören muss“, sagte die Vorsitzende der Kommission, Professor Verene Shepherd, am Dienstagabend im Fernsehen. Daraufhin brach ein Sturm der Entrüstung los.

Der „Sinterklaas“ kommt nach der Legende immer Mitte November in die Niederlande, um den Kindern Geschenke zu bringen. Begleitet wird der weiße Bischof von zahlreichen in bunte Phantasie-Kostüme gekleideten schwarz angemalten Helfern. Vor allem schwarze Niederländer aus den früheren Kolonien Surinam und den Antillen klagen seit Jahren über diesen Brauch. Schwarze würden als lustige, aber dumme Knechte dargestellt.

dpa

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