Opfer mit Bügeleisen gefoltert

Saarbrücken - Mit Foltermethoden zwangen Einbrecher ihr Opfer, ein Geldversteck zu verraten. Jetzt steht die mutmaßliche Bande vor Gericht.

Mit einem heißen Bügeleisen und Schlägen sollen drei Einbrecher im Saarland einen älteren Mann gefoltert haben. Wegen der brutalen Attacke in Saarlouis müssen sich seit Donnerstag die Männer im Alter von 23, 37 und 39 Jahren vor dem Landgericht Saarbrücken verantworten. Laut Anklage brachen sie am 3. November 2013 kurz nach Mitternacht in das Haus ein und überraschten den 1944 geborenen Bewohner im Schlaf.

Zum Auftakt der Verhandlung habe der 39-Jährige den Einbruch grundsätzlich eingeräumt, sagte eine Gerichtssprecherin. Die beiden anderen hätten angekündigt, sich beim nächsten Prozesstag zu äußern.

Laut Anklage hatten die Täter den betagten Mann gefesselt, geschlagen und mit vorgehaltener Pistole gedroht, ihn zu erschießen. Dabei sollen sie gesagt haben: „Wir sind von der Russen-Mafia, die Polen haben dich verraten. Du hast 330 000 Euro. Wo ist das Geld?“ Der 23-Jährige soll dem Opfer mit einem Bügeleisen Beine und Füße verbrannt und mit einem Messer in die Fußsohlen geschnitten haben.

Der ältere Mann habe geschrien und sei mehrfach ohnmächtig geworden, heißt es in der Anklageschrift. Die Beute des Trios bezifferte die Staatsanwaltschaft auf etwa 50 000 Euro. Die Angeklagten sollen zudem weitere Einbrüche vorbereitet haben. Sie sitzen in Untersuchungshaft. Der Prozess soll am 25. November fortgesetzt werden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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