Prozessauftakt

Pfarrer soll Patenkind missbraucht haben

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Der Angeklagte muss sich ab heute vor Gericht verantworten.

Krefeld - Ein Pfarrer soll sich mehrere Dutzend Mal an seinem Patenkind vergangen haben. Jetzt muss er sich vor Gericht verantworten - auch wegen Alkohol- und Drogenmissbrauch.

Ein Pfarrer aus dem Rheinland steht wegen sexuellen Missbrauchs seines Patenkindes von diesem Freitag an vor Gericht. Der 56-Jährige aus Willich soll sich mehrere Dutzend Mal an dem heute Elfjährigen vergangen haben. In zwei Fällen soll der Angeklagte mit dem Jungen vor den Übergriffen Marihuana geraucht, einmal soll er ihm Alkohol gegeben haben. Außerdem soll er den achtjährigen Bruder seines Patenkindes in einer Sauna belästigt haben.

Die Taten, über die jetzt das Krefelder Landgericht verhandelt, sollen sich über einen Zeitraum von fünf Jahren erstreckt haben. Insgesamt sind 26 Fälle des sexuellen Missbrauchs sowie drei Fälle des Überlassens von Betäubungsmitteln an Minderjährige angeklagt. Nach Darstellung der Deutschen Bischofskonferenz wurden ihr und dem Bistum die Vorwürfe erst bekannt, nachdem der 56-Jährige ein Pfarramt in der deutschen Auslandsgemeinde in Südafrika angetreten hatte.

Auch dort soll es sexuelle Annäherungen an Kinder gegeben haben. Der Pfarrer war seit 2011 mit internationalem Haftbefehl gesucht worden, 2014 wurde er an Deutschland ausgeliefert.

dpa

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