Schon im Alter von 13 Jahren "Blut geleckt"

Er trinkt gerne das Blut von seiner Freundin - Er ist ein Real-Life-Vampir

+
"Wenn er zu viel trinkt, wird er krank. Man braucht nicht viel Blut um Energie zu übertragen," sagt Blutspenderin Katzchen.

Dallas - Sie glitzern nicht in der Sonne, sie haben kein Problem mit Knoblauch, aber es gibt sie wirklich: Real-Life-Vampire, die Menschenblut trinken. Müssen wir Angst vor ihnen haben?

Michael Vachmiel aus Texas ist ein Vampir. Das heißt: Er trinkt Blut. Menschenblut. Seine Leidenschaft für die rote Flüssigkeit entdeckte er schon mit 13 Jahren, sagt er. Damals habe er während einer sexuellen Erfahrung wortwörtlich "Blut geleckt". Da sei etwas in ihm aufgewacht, meint der 44-Jährige.

Blut Katzchen, ja, sie heißt wirklich so, aus Louisiana ist erst 28 Jahre alt. Ihr Interesse für die Geschöpfe der Nacht wurde ebenfalls in jungen Jahren geweckt: Durch ein Buch ihrer Schwester. Die lebensfrohe junge Frau hat eine Katze namens Gomez, verkleidet sich gerne und fährt mehrere Male im Jahr quer durch die USA zu ihrem Freund Michael Vachmiel. Sie ist sein "Schwarzer Schwan", wie Menschen in der Vampir-Community genannt werden, die bereit sind, sich "beißen" zu lassen. Wobei das "beißen" nicht zu wörtlich genommen werden darf. Vielmehr gibt es ganz unterschiedliche Methoden der Blutabnahme. Vachmiel bevorzugt es, direkt aus einer kleinen Wunde am Rücken zu saugen, die er seiner Spenderin mit einem Skalpell zufügt. "Wir desinfizieren alles und Michael wäscht seinen Mund, bevor er trinkt," sagt Katzchen dem mirror.

Blut soll Lebenskraft übertragen

Den ungewöhnlichen Lifestyle der beiden zu verstehen fällt nicht leicht. Den Grund für ihren Blutdurst zu erklären, ist selbst für die Vampire selbst nicht ganz einfach: "Wir brauchen das Blut, um unserem Körper Energie zuzuführen," sagt beispielsweise "Merticus", der Gründer der Atlanta's Vampire Alliance. Überhaupt ist oft von "Energie" und "Vitalität" die Rede, wenn Vampire nach ihren Beweggründen gefragt werden. Der Kölner Kriminalbiologe Mark Benecke, der sich jahrelang mit dem Phänomen Vampirismus beschäftigt hat, wagt gegenüber Deutschlandradio Kultur einen Erklärungsversuch: "Der Sinn der Sache ist wirklich, sich Energie zu holen. Und deswegen fühlen sie sich auch schlapp, wenn sie das Blut nicht haben. Wahrscheinlich, weil in ihrem Leben mal irgendwas passiert ist, was sie sehr sehr schwach gemacht hat. Jetzt versuchen sie, das auf diesem etwas symbolischen Wege wieder auszugleichen."

Renfield-Syndrom als mögliche Erklärung 

Aus medizinischer Sicht gibt es eine mögliche Diagnose für die selbsternannten Vampire: Das Renfield-Syndrom. Menschen, die an dieser Krankheit leiden, verspüren den Drang danach, Blut zu trinken. Der Name dieser Krankheit bezieht sich auf R.M. Renfield, eine Romanfigur aus Dracula von Bram Stoker. Ob Vachmiel auch am Renfield-Syndrom leidet? Jedenfalls kommt er gut mit seinem Lebensstil klar, solange er seine treue Blutspenderin Katzchen an seiner Seite weiß. Ob das jedoch noch lange der Fall sein wird, ist fraglich. Denn laut ihrer Facebookseite ist Katzchen seit August verlobt. Und das nicht mit ihm.

lg

auch interessant

Meistgelesen

Nach 116 Jahren: Mysteriöse Kreatur taucht wieder auf
Nach 116 Jahren: Mysteriöse Kreatur taucht wieder auf
Frankfurter Sicherheitsdienst: Raucher verjagt - Dealer verschont
Frankfurter Sicherheitsdienst: Raucher verjagt - Dealer verschont
Sie werden das schlimme Geheimnis dieses Kurzclips übersehen
Sie werden das schlimme Geheimnis dieses Kurzclips übersehen
Erste Hinweise: Wird der fiese U-Bahn-Täter jetzt gefasst?
Erste Hinweise: Wird der fiese U-Bahn-Täter jetzt gefasst?

Kommentare