Reisebus stürzt Böschung hinab

Busunglück: Ein Insasse in Lebensgefahr

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Ein Polizist untersucht auf der Autobahn A10 bei Niederlehme (Brandenburg) den umgestürzten Reisebus.

Niederlehme/Potsdam - Nach dem Busunglück auf der Autobahn 10 bei Niederlehme in Brandenburg schwebt ein Insasse in Lebensgefahr.

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) hat am Sonntag Opfer des Busunglücks im Krankenhaus in Königs Wusterhausen (Brandenburg) besucht. „Die Rettungskräfte haben schnell und mit großer Umsicht gehandelt“, sagte er. Das hätten ihm auch die Businsassen versichert. Nach Schröters Angaben waren mehr als 100 Helfer von Feuerwehr, Katastrophenschutz und Polizei an der Unglücksstelle im Einsatz. Auch Mitarbeiter der polnischen Botschaft in Berlin seien im Krankenhaus gewesen, teilte das Ministerium mit.

Zehn Menschen sind bei dem Busunfall auf dem südlichen Berliner Ring am Sonntagmorgen schwer verletzt worden. Ein weiterer Insasse schwebt in Lebensgefahr. Laut der Polizei war ein polnischer Bus aus ungeklärter Ursache nahe Berlin von der Fahrbahn abgekommen, in die Böschung gefahren und auf die Seite gekippt. Nach neuesten Polizeiangaben befanden sich in dem Unglücksbus 68 Insassen. Zuvor war die Rede von 66 gewesen. Der Bus kam aus Nordrhein-Westfalen und war auf dem Weg nach Nordpolen.

Inzwischen seien Ersatzbusse der Firma aus Polen in Königs Wusterhausen eingetroffen. 18 unverletzte Reisende sowie 39 Leichtverletzte, die nach ambulanter Behandlung die Kliniken bereits verlassen konnten, seien auf dem Weg nach Polen, hieß es.

Bereits Ende Juli war ein Bus der im Auftrag des polnischen Unternehmens Sindbad fuhr, auf der A4 bei Dresden verunglückt. Es war eines der schwersten Busunglücke der letzten Jahre. Damals kamen 11 Menschen ums Leben, 40 weitere wurden verletzt.

Ein Sindbad-Sprecher sagte: „Heute in der Nacht um 4.50 Uhr ist auf der Autobahn A10 bei Berlin ein Reisebus der Firma Star Turist aus Olszytn (Allenstein) verunglückt, die im Auftrag unserer Firma die Linienverbindung Deutschland-Polen betreibt“. Es seien bereits zwei Ersatzbusse und Firmenvertreter zur Unfallstelle geschickt worden.

Bilder vom Unfallort

Schwerer Busunfall auf der A10

Technisch sei der vier Jahre alte Bus in Ordnung gewesen. Die letzte Überprüfung habe im September stattgefunden und sei noch bis März 2015 gültig. „Der Reisebus war mit einer erfahrenen Crew aus zwei Fahrern besetzt“, erklärte der Sindbad-Sprecher weiter.

Wie die Polizei weiter mitteilte, brachten Rettungskräfte die Verletzten in die umliegenden Krankenhäuser. Die A10 wurde zwischen der Anschlussstelle Niederlehme und dem Dreieck Spreeau in Fahrtrichtung Frankfurt Oder bis auf weiteres für den Verkehr gesperrt.

dpa

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