Bis zu 60 Zentimeter Neuschnee

Mindestens acht Tote bei Schneesturm an US-Ostküste

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Ein Blizzard legte die Ostküste der USA lahm.

Washington - Einer der schwersten Schneestürme seit Jahren hat in der Nacht zum Samstag die US-Ostküste getroffen und mindestens acht Menschen das Leben gekostet.

Es kam zu vielen Unfällen, Zehntausende Bürger waren ohne Strom, Tausende Flüge wurden abgesagt, wie der Sender CNN berichtete. Insgesamt leben in dem von dem Sturm bedrohten Gebiet in 19 Bundesstaaten etwa 85 Millionen Menschen. Das entspricht knapp einem Viertel der US-Bevölkerung.

Der nationale Wetterservice gab eine Blizzardwarnung heraus, die von Virginia bis vor New York City reichte. Allein in der Hauptstadt Washington DC sollten nach Angaben des Wetterdienstes Wunderground bis zu 60 Zentimeter Schnee fallen. Dort kam das öffentliche Leben weitestgehend zum Erliegen. Regierungsbehörden und Schulen hatten bereits am Freitag geschlossen. Auch der öffentliche Nahverkehr wurde bis Sonntag eingestellt, vom frühen Samstagmorgen an auch einschließlich des gesamten Metronetzes. Das hat es in dieser Form in DC noch nicht gegeben.

Auf den winterlichen Straßen brach vielerorts der Verkehr zusammen. Rund 1000 Unfälle meldete die Polizei nur in Virginia, wie CNN berichtete. Ein Mensch kam dort ums Leben. Sieben weitere Tote gab es in den Bundesstaaten North Carolina und Kentucky. Viele Autofahrer hatten offizielle Mahnungen ignoriert, das Haus von Freitagnachmittag an nicht mehr zu verlassen. An der US-Ostküste sind nicht viele Fahrzeuge für Schnee und Eis ausgerüstet.

Das Winterwetter legte auch Teile des Flugverkehrs lahm. Nach Angaben der Website flightaware.com wurden von Freitag bis Sonntag mehr als 8000 Flüge abgesagt.

Wegen des erwarteten schweren Schnees auf den Stromleitungen wurden Ausfälle in der Energieversorgung befürchtet. In Virginia kam es dazu schon früh, Zehntausende waren dort ohne Strom. Bis in die Nacht zum Samstag war der Schnee allerdings zum Beispiel in Maryland zwar reichlich, aber pulvrig und leicht. Mehrere Bundesstaaten riefen den Notstand aus, das hat aber vor allem organisatorische und finanzielle Gründe.

Während der Sturm 24 bis 36 Stunden dauern sollte, wurde für Sonntag strahlender Sonnenschein bei Minusgraden vorausgesagt: ideales Wetter für Wintersportler, Familien und Ausflügler.

Fahrverbot in New York

Wegen des starken Schneesturms hat New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo alle Autofahrten in New York City, Long Island sowie auf Brücken und in Tunneln von und nach New Jersey untersagt. Das Verbot gelte ab 14.30 Uhr am Samstag (Ortszeit, 20.30 Uhr MEZ), teilte das Büro des Gouverneurs mit.

Zudem sollten ab dem Nachmittag (Ortszeit) der Zugverkehr in und um die Stadt teilweise sowie der U-Bahn-Verkehr auf oberirdischen Gleisen und der öffentliche Busverkehr komplett eingestellt werden. Die Züge vereisten und blieben liegen, hieß es. Unterirdisch sollte die U-Bahn mit eingeschränktem Fahrplan aber weiterhin fahren.

Auch die Kulturwelt zog Konsequenzen: Alle Nachmittags- und Abendvorstellungen am Broadway am Samstag wurden abgesagt. Die Sicherheit der Theaterbesucher und -mitarbeiter stehe an erster Stelle, teilte die Broadway League mit. Die für Sonntag geplanten Vorstellungen sollten wie geplant stattfinden.

dpa

Schneesturm an der US-Ostküste

Eisiger Schneesturm legt Osten der USA lahm

National Weather Service on Twitter

National Weather Service

Virginia governor state of emergency declaration

DC mayor on Twitter

DC public transportation suspension

Pepco statement

flightaware.com

accuweather

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