Sex-Mail an Beamten als Dienstunfall gewertet

Düsseldorf - Das Düsseldorfer Verwaltungsgericht hat das Betrachten einer sexuell anstößigen Mail durch einen Beamten als “Dienstunfall“ anerkannt.

Die E-Mail hatte der Beamte von seinem Vorgesetzten erhalten. Nach dem Anschauen der Bilder, die das Gericht als “abstoßende Darstellungen weiblicher Geschlechtsorgane“ umschrieb, meldete der Landesbeamte den Vorgang als Dienstunfall, durch den er eine psychische Erkrankung davongetragen habe.

Ein vom Gericht beauftragter Sachverständiger bestätigte dies: Der Landesbeamte leide, verursacht durch die Bilder, an einer Zwangsstörung, die sich in Zwangsgedanken äußere, berichtete ein Sprecher des Gerichts am Freitag. Nun muss das Land Nordrhein- Westfalen für sämtliche Behandlungskosten und Spätfolgen aufkommen (Az.: 23 K 2535/07).

dpa

auch interessant

Meistgelesen

Sollten die Opfer über Facebook in eine Falle gelockt werden?
Sollten die Opfer über Facebook in eine Falle gelockt werden?
Am Gotthardtunnel: Deutsche Familie zwischen Lkw zerquetscht
Am Gotthardtunnel: Deutsche Familie zwischen Lkw zerquetscht
Terror-Alarm in Bremen: Polizei fasst psychisch Kranken
Terror-Alarm in Bremen: Polizei fasst psychisch Kranken
Eiffelturm leuchtet für die Opfer von München
Eiffelturm leuchtet für die Opfer von München

Kommentare