Jahreswechsel rund um die Welt

Hier hat das Jahr 2014 bereits begonnen!

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Singapore begrüßt das Jahr 2014.

Moskau - Lange bevor in Deutschland um Mitternacht die Feuerwerksraketen abgeschossen werden, hat das Jahr 2014 im Zentralpazifik begonnen. Die Raumstation ISS darf sogar 15 Mal Neujahr feiern.

Selbst gemachte Böller auf Samoa, Riesenfeuerwerk in Sydney: Am anderen Ende der Welt ist das neue Jahr schon ein paar Stunden alt. Sydney ließ es wie üblich richtig krachen - sieben Tonnen Feuerwerkskörper wurden verpulvert, 1,6 Millionen Menschen waren vor der malerischen Kulisse des Hafenbecken live dabei.

Mehr als 15.000 Kilometer östlich von Deutschland hat das neue Jahr bereits begonnen. Um 11.00 MEZ rutschten auf den Line-Inseln gut 8000 Inselbewohner ins neue Jahr. Auch der Pazifikstaat Samoa begrüßte 2014 bereits. Es ist erst das dritte Mal, dass die Samoaner unter den ersten Neujahrs-Begrüßern sind. Das Land wechselte 2011 auf die andere Seite der Datumsgrenze.

Die Line-Inseln gehören mehrheitlich zum Inselstaat Kiribati. Früher verlief die internationale Datumsgrenze, die sich am 180. Längengrad orientiert, mitten durch Kiribati. Der westliche Teil war immer einen Tag voraus. 1995 wurde die Datumsgrenze an dieser Stelle verschoben, so dass Kiribati seitdem ein einheitliches Datum hat.

Wettbewerbe unter Nachbarn, wer am lautesten feuern kann

Samoa ließ 2011 den 30. Dezember ausfallen. Das ganze Land stellte die Uhren 24 Stunden vor und begrüßt das neue Jahr deshalb nicht mehr als Schlusslicht, sondern als einer der ersten. Der Grund: Samoa hat enge Beziehungen zu Australien und Neuseeland und wollte in derselben Datums- und Zeitzone wie die Handelspartner agieren. Vor dem Wechsel fing in Australien und Neuseeland bereits eine neue Arbeitswoche an, während auf Samoa der Sonntag begann. Das erschwerte Geschäfte.

In Samoa wird Silvester ganz westlich mit großen Neujahrsbällen und Privatpartys gefeiert. In ländlichen Regionen sind aber keine Knallkörper und Tischfeuerwerk gefragt, sondern faga'ofe, selbst gemachte Kanonen aus zwei Meter langen Bambusstöcken. Sie werden mit Kerosin gefüllt und erhitzt. Nachbarn halten Wettbewerbe ab, wer am lautesten feuern kann.

Silvester: So feiert die Welt ins neue Jahr

Silvester: So feiert die Welt ins neue Jahr

Auckland begrüßt 2014 mit Strandparty in der Stadt

Neuseelands größte Stadt Auckland hat das Jahr 2014 mit einer Strandparty mitten in der Stadt begrüßt. Die Organisatoren schütteten vier Tonnen Sand in der Innenstadt auf, um für gute Party-Stimmung zu sorgen. Auf einem riesigen elektronischen Display am 328 Meter hohen Sky-Turm lief um kurz vor Mitternacht (12.00 Uhr MEZ) unter dem Jubel der Partygänger der Countdown. Die Stadt hat 1,5 Millionen Einwohner.

Nach heftigen Regenfällen mit Überschwemmungen in den vergangenen Tagen spielte gerade rechtzeitig zum Feiern auch das Wetter mit: es gab laue Sommertemperaturen. Auf der Südhalbkugel fällt der Jahreswechsel in den Sommer. Die Hauptstadt Wellington sparte ihr Silvesterbudget in diesem Jahr für ein Picknick am Neujahrstag auf. Das fand die Stadtverwaltung familienfreundlicher.

Schotten beginnen Silvester-Feiern mit Fackelumzug

Mit einem Fackelumzug durch Edinburgh haben die Schotten ihre traditionelle Silvester-Feier Hogmanay begonnen. Rund 7500 Fackelträger zogen am späten Montagabend durch die Stadt, begleitet von Dudelsack-Musik und Trommeln. Tausende Menschen standen entlang der Route und schauten zu. Traditionell wird bis zum 1. Januar durchgefeiert. Höhepunkt ist ein großes Open-Air-Konzert am Silvesterabend, in diesem Jahr spielen unter anderem die Pet Shop Boys. Bis zu 80.000 Menschen werden erwartet. In London lockt vor allem das große Feuerwerk an der Themse, auch hier rechnet die Stadt wie in jedem Jahr mit Zehntausenden Zuschauern.

Sydney begrüßt 2014 mit sieben Tonnen Feuerwerkskörpern

Zwei Stunden später hob ein ohrenbetäubender Chor von 1,6 Millionen Zuschauern am Hafen von Sydney zum gemeinsamen Countdown an. Um Punkt Mitternacht startete ein zwölfminütiges Feuerwerk für insgesamt 6,8 Millionen australische Dollar (4,4 Millionen Euro). Nach Schätzungern der Veranstalter verfolgte eine Milliarde Zuschauer das Feuerwerk im Fersehen. Live dabei war hingegen das Rentnerpaar Dorothy Humphries (90) und ihr Mann Alf (92). „So viele Menschen habe ich hier noch nie gesehen“, sagte sie, und zog sich aus dem Gedränge auf eine hintere Parkbank zurück. „Früher konnte man einfach abends vorbeikommen und bekam problemlos einen Platz mit guter Sicht.“

Viele Menschen hatten sich ihre Plätze schon am Abend zuvor gesichert und verteidigten ihr Areal auf den besten Rasenflächen mit Decken und Kühltaschen. „Ich wusste nicht, dass man ganz früh kommen muss“, meinte Tiono Said aus Indonesien. „Jetzt müssen wir wohl die ganze Nacht stehen.“ Die amerikanischen Studentinnen Meg, Lucinda und Beth hatten sich vor Monaten Eintrittskarten für einen Platz im Luna-Park am Nordpfeiler der Hafenbrücke gesichert, wie sie berichteten. Umgerechnet kostete das 65 Euro.

Indes warnten Behörden in der Hauptstadt der streng islamischen indonesischen Provinz Aceh am Dienstag die Bewohner davor, auf der Straße Silvesterpartys zu feiern. Dies sei eine Sünde.

Drei Mal "Prosit Neujahr" auf der ISS

Ein Astronaut der ISS bei Arbeiten im Weltraum.

Auch im Weltall wird gefeiert: Gleich 15 Mal überquert die Internationale Raumstation ISS in der Silvesternacht die Datumsgrenze - doch für die sechs Raumfahrer heißt es nur drei Mal „Prosit Neujahr“. Die Besatzung stößt jeweils dann an, wenn es am Sitz des Kontrollzentrums in Moskau sowie im Hauptquartier der US-Weltraumbehörde Nasa in Houston und nach Greenwich-Zeit Mitternacht ist. Das teilte das Flugleitzentrum bei Moskau am Dienstag der Agentur Interfax mit. Auf Sekt muss die Crew zumindest offiziell verzichten: Alkohol ist an Bord verboten. Derzeit arbeiten drei Russen sowie zwei US-Amerikaner und ein Japaner auf dem Außenposten der Menschheit in rund 400 Kilometer Höhe.

Das ändert sich zum Jahreswechsel

Das ändert sich zum Jahreswechsel

Hier ein Überblick, wann wo auf der Welt Mitternacht ist

(Referenzzeit bezieht sich auf Deutschland)

11 Uhr Line-Inseln; Apia   (Kiribati; Samoa)
12 Uhr Auckland (Neuseeland)
14 Uhr Sydney; Wladiwostok (Australien; Russland)
16 Uhr Tokio; Pjöngjang (Japan; Nordkorea)
17 Uhr Peking; Manila (China; Philippinen)
18 Uhr Bangkok; Jakarta (Thailand; Indonesien)
19.30 Uhr Mumbai (Indien)
20 Uhr Islamabad (Pakistan)
20.30 Uhr Kabul (Afghanistan)
21 Uhr Moskau; Maskat; Dubai (Russland; Oman)
21.30 Uhr Teheran (Iran)
22 Uhr Bagdad; Nairobi (Irak; Kenia)
23 Uhr Durban; Tripolis (Südafrika; Libyen)
am 1.1.14
1 Uhr London; Lissabon (Großbritannien; Portugal)
3 Uhr Rio; Montevideo (Brasilien; Uruguay)
4 Uhr Buenos Aires (Argentinien)
5.30 Uhr Caracas (Venezuela)
6 Uhr New York; Havanna (USA; Kuba)
7 Uhr Chicago; Managua (USA; Nicaragua)
9 Uhr Los Angeles (USA)
10 Uhr Anchorage (USA)
11 Uhr Honolulu (Hawaii, USA)

dpa

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