Bestes Beispiel: Mai ist viel zu trocken

So wirkt sich der Klimawandel auf Deutschland aus

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Ein Mann springt am 9. Juni 2014 in Utting am Ammersee (Bayern) von einem Sprungbrett.

Offenbach/Berlin - Ein neuer Bericht zeigt auf, dass der Klimawandel in Deutschland deutlich spürbar ist. Er wirkt sich zum Beispiel auch auf das Gesundheitssystem aus. Aktuell beklagen Meteorologen einen zu trockenen Mai.

Die Folgen des Klimawandels sind nach einem Bericht der Bundesregierung auch in Deutschland deutlich spürbar. So sei die Zahl der Tage mit Temperaturen über 30 Grad von drei auf acht pro Jahr gestiegen. Von diesen Hitzewellen seien unter anderem die Energieversorgung, die Landwirtschaft und die Gesundheitsvorsorge betroffen, heißt es in dem am Samstag erstmals vorgelegten „Monitoringbericht der Bundesregierung zur Anpassung an den Klimawandel“.

Steigende Temperaturen bergen demzufolge Gesundheitsrisiken, da die Hitze Menschen stark belasten kann. In bestimmten Regionen Süddeutschlands hätten sich zudem neue wärmeliebende Insekten wie die Tigermücke ausgebreitet, die schwere Krankheiten wie Malaria oder Dengue-Fieber übertragen könnten. In der Landwirtschaft führten Extremereignisse wie Stürme, Starkregen, Hagel oder Trockenheit zu großen Qualitätsschwankungen und Ertragseinbußen. Hitzeperioden hätten 2003 und 2006 die Stromproduktion in Wärmekraftwerken wegen Kühlwassermangels teils massiv eingeschränkt.

„Klimawandel findet auch in Deutschland statt“, kommentierte Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Im Bericht heißt es, bewährt habe sich der Aufbau eines Hitzewarnsystems, dank dessen sich Pflegeeinrichtungen besser auf längere Perioden mit heißen Tagen einstellen könnten. In der Landwirtschaft würden neue Sorten erprobt, die sich besser an längere Trockenphasen anpassten. Durch neue Investitionen in den Hochwasserschutz könnten sich viele Städte und Gemeinden besser gegen Überschwemmungen schützen.

Mai-Regen bleibt aus - fast überall viel zu trocken

Es grünt und blüht in Gärten und Parks, aber allmählich gehen die Wasservorräte im Boden zur Neige. Seit April hat es in Deutschland zu wenig geregnet. Und im Mai sei eine Woche vor Monatsende erst gut die Hälfte des Monatssolls erreicht, sagte Gerhard Lux vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach der Deutschen Presse-Agentur. „Dabei gibt es enorme regionale Unterschiede.“

Vor allem die Mitte Deutschlands habe zu wenig Mai-Regen abbekommen, während es im Süden örtlich sehr nass sei. In Erfurt seien in den ersten drei Wochen des Monats erst fünf Liter Regen pro Quadratmeter gefallen - weniger als zehn Prozent des Monatssolls. In Baden-Württemberg wurden dagegen an manchen Messstationen in der selben Zeit 160 Liter pro Quadratmeter registriert.

Insgesamt wird der meteorologische Frühling, der die drei vollen Monate März, April und Mai umfasst, nach Einschätzung des DWD zu trocken ausfallen. Während der März-Niederschlag noch im Durchschnitt blieb, war auch der April in Deutschland mit 42 Litern Regen pro Quadratmeter zu trocken - normal sind im April 58 Liter pro Quadratmeter.

dpa

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