Bad Aibling

Spendenaktionen nach Zugunglück: So werden Angehörige und Helfer unterstützt

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Vor dem Rathaus in Bad Aibling legen Trauernde Blumen und Kerzen nieder. Viele beteiligen sich außerdem an Spendenaktionen.

Bad Aibling - Das Zugunglück bei Bad Aibling hat viele Menschen dazu bewegt, Angehörige der Todesopfer zu unterstützen. Einige Spendenaktionen wurden bereits ins Leben gerufen.

Elf Menschen hat das Zugunglück bei Bad Aibling in den Tod gerissen. Zurück bleiben verzweifelte Angehörige und Helfer, die vor Ort schreckliche Erfahrungen machen mussten. Den Schmerz und die Bilder des Zugunglücks bei Bad Aibling kann den Betroffenen niemand nehmen. 

Besonders Familien aber, die durch diesen Unfall einen geliebten Menschen verloren haben, kann mit einer finanziellen Spende eine Last von den Schultern genommen werden. Mittlerweile sind dazu mehrere Konten eingerichtet. Auch die Hilfsorganisationen können auf diese Weise unterstützt werden.

Spenden für Lokführer Jürgen F.: Einer der verunglückten Lokführer ist Jürgen F. (47) aus Sauerlach. Er hinterlässt zwei Söhne und eine Lebensgefährtin. Freunde und ehemalige Kollegen haben eine Spendenaktion für Jürgen F. ins Leben gerufen. Bislang kamen dabei über 15.000 Euro zusammen. Über 400 Menschen aus ganz Deutschland haben sich schon daran beteiligt. Initiator Roland Gebhardt lässt das Geld zu 100 Prozent der Familie des toten Lokführers zukommen. Er will den Angehörigen von Jürgen F. zeigen, dass sie nicht im Stich gelassen werden.

Hier geht's zum Spendenkonto für Lokführer Jürgen F.

Spenden für Opfer aus Brandenburg: Einer der elf Toten stammt aus dem brandenburgischen Spremberg. Der 38-Jährige war wierbb-online berichtet, ein Bahn-Mitarbeiter, der aufgrund einer Einweisungsfahrt im Cockpit einer der beiden Züge saß. Eine Freundin der Familie hat in Facebook zu Spenden für die Hinterbliebenen aufgerufen.

Spenden für Angehörige der toten Bahn-Mitarbeiter: Auch die Transdev-Gruppe kümmert sich um Spenden für die Opfer des Zugunglücks. Transdev ist der größte private Bahnbetreiber in Deutschland und für die Meridian-Züge verantwortlich. Ein Sprecher der Pressestelle teilt auf Anfrage mit, dass es eine interne Spendenaktionen für die Hinterbliebenen der getöteten Mitarbeiter gebe und bereits am Tag des Unfalls ein entsprechendes Spendenkonto eingerichtet wurde.

Spenden für alle Unfallopfer und die beteiligten Hilfsorganisationen: Die Stadt Bad Aibling hat insgesamt sechs Spendenkonten eröffnet. Dort wird für die Unfallopfer und deren Angehörigen gesammelt. Ein Teil der Konten bezieht sich aber auch auf die beim Unfall eingesetzten Hilfsorganisationen. Die Stadt ruft auf, diesen und ihrer Jugendarbeit mit Spenden zu helfen. Hunderte von Helfer waren beim Zugunglück im Einsatz. Die Spendengelder werden von der Stadt Bad Aibling ordnungsgemäß verteilt.

Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Leser, die über weitere Spendenaktionen informiert sind, können sich gerne mit einer E-Mail an info@merkur.de bei unserer Onlineredation melden.

Nina Probst

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