Für den wohlverdienten Ruhestand

Spender sammeln Vermögen für 89-jährigen Eisverkäufer

Chicago - Das Schicksal eines betagten Eisverkäufers aus Chicago berührt zur Zeit viele Herzen. Damit er endlich seinen Ruhestand genießen kann, wurde Geld gesammelt. Die Aktion überstieg dabei alle Erwartungen.

Fidencio Sanchez aus Chicago ist bereits ein alter Mann. Mit seinen 89 Jahren steht er jeden Morgen in aller Herrgottsfrühe auf und füllt seinen Eiswagen mit den beliebten "paletas". Vor zwei Monaten starb seine Tochter. Seitdem kümmert er sich zusammen mit seiner Frau zusätzlich noch um ihre beiden Enkelkinder. Sanchez' Frau ist inzwischen zu krank, um noch zu arbeiten. Genug Gründe für den Senior, jeden einzelnen Tag weiterzuarbeiten.

"Wir wollten, dass er kürzer tritt", berichtet sein Chef Gustavo Gutierrez dem Web-Portal dnainfo. "Aber dann kam er zurück, weil er noch die letzen warmen Wochen mitnehmen wollte, bevor im Herbst der Verkauf zurückgeht." Weniger arbeiten kam für den fleißigen Greis nicht in Frage - bis Joel Cervantes in sein Leben trat.

Der junge Mann, der in der Gegend aufwuchs, wo Sanchez sein Eis verkauft, musste einfach helfen, als er sah, wie sich der alte Mann mit dem Eiswagen abmühte. Also startete er ein Crowdfunding-Projekt im Internet. Über ein Facebook-Bild des Eis-Greises verbreitete sich die Nachricht von der Spenden-Kampagne in Nullkommanichts.

Junger Mann startet Spendenaktion

Auf der Website gofundme.com kann jeder, der helfen möchte, mit wenigen Klicks Geld spenden. Das Schicksal des alten Mannes rührte viele Menschen. 11.000 Spender brachten innerhalb von drei Tagen die beachtliche Summe von 250.000 Dollar zusammen - genug, dass Sanchez endlich in den wohlverdienten Ruhestand gehen könnte.  

Doch Sanchez, der seitdem zu einer kleinen Berühmtheit geworden ist, denkt jedoch gar nicht daran, aufzuhören. Er wolle weitermachen, bestätigt sein Chef. In seinem Namen bedankt sich seine Frau für den Geldsegen. 

Die Spendensammlung wird in einer Woche beendet, dann werde das Geld sofort übergeben, verspricht Cervantes. Vielleicht lässt es Sanchez ja wenigstens dann ein wenig ruhiger angehen.


Rubriklistenbild: © screenshot facebook

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