33 Kinder starben

Todes-Bus: Fahrer hatte keinen Führerschein

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Der Bus brannte völlig aus.

Fundación - Nach dem tragischen Busunfall in Kolumbien mit 33 verbrannten Kindern kommen immer mehr schockierende Details über völlig unzureichende Sicherheitsstandards zu Tage.

Der Busfahrer habe keinen Führerschein gehabt, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag (Ortszeit) in der nördlichen Stadt Fundación mit, wo sich das Unglück ereignet hatte. Das Fahrzeug sei zudem seit zwei Jahren nicht mehr zugelassen gewesen, sagte Verkehrsministerin Cecilia Álvarez.

Der Busfahrer war am Sonntag geflohen, während in dem Bus die Kinder verbrannten, und hatte sich erst später der Polizei gestellt. Auch der Geistliche, der den Bus für den Transport nach einem Gottesdienst gechartert hatte, wurde festgenommen, wie Staatsanwalt Luis González sagte. Beide Männer würden wegen Totschlags in einem besonders schweren Fall angeklagt werden, fügte González hinzu. Nach seinen Angaben löste ein Funke das Feuer in dem Bus aus.

Verkehrsministerin Álvarez sagte dem Radiosender RCN, der Bus sei nicht nur "illegal" unterwegs gewesen. Das Fahrzeug habe auch keine Versicherung gehabt. Offenbar habe der Busfahrer illegal gehandeltes Benzin benutzt, um seinen Bus wieder zu betanken.

Busfahrer stellt sich Behörden

Wütende Bürger hatten am Sonntag das Haus des Busfahrers aufgesucht und mit Steinen beworfen, wie die Bürgermeisterin von Fundación, Luz Stella Duran, erklärte. Später stellte sich der 56-Jährige den Behörden. Er selbst verlor bei dem Unglück zwei Kinder.

Nach Angaben der Bürgermeisterin waren 20 Kinder noch mit Verbrennungen zweiten und dritten Grades im Krankenhaus. Sie ordnete eine dreitägige Trauer und ein Alkoholverbot für die Zeit an.

Der qualvolle Feuertod der Kinder, die zwischen drei und zwölf Jahren alt waren, hatte für tiefes Entsetzen gesorgt. "Das ganze Land ist wegen des Todes dieser Kinder in Trauer", sagte Staatschef Juan Manuel Santos bei einem Besuch des Unfallortes.

afp

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