Ungarn bestraft Obdachlosigkeit mit Knast

Budapest - In Ungarn landen Obdachlose künftig in der Gefängniszelle, wenn sie auf der Straße leben. Diese umstrittene neue Regelung im Gesetz über Ordnungswidrigkeiten beschloss das Parlament in Budapest am Montagabend.

Beantragt hatten dies Politiker der regierenden rechtsnationalen Partei FIDESZ, die im Parlament die Zweidrittelmehrheit hat.

Demnach können Obdachlose mit bis zu 150 000 Forint (500 Euro) Bußgeld oder mit Haft bestraft werden, sobald sie innerhalb eines halben Jahres zum zweiten Mal beim Campieren auf der Straße erwischt werden. Einschränkend heißt es, dass diese Strafe nicht in Kommunen angewandt werden kann, in denen es keine Hilfsangebote für die Obdachlosen gibt.

In Ungarn sind nach Schätzung des ungarischen Malteser Hilfsdienstes etwa 20 000 Menschen obdachlos. Nur für 9000 gebe es landesweit Schlafplätze in Heimen. Zwei von zehn Obdachlosen lehnen es nach Malteser-Angaben ab, in einem Heim untergebracht zu werden.

Bereits seit Anfang dieses Jahres dürfen Kommunen nach Gutdünken das Nächtigen auf der Straße und das Wühlen nach Essbarem in Mülltonnen mit Geldbußen bestrafen.

dpa

Kommentare

Hartmut Frank Mueller
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Dieser ungarnische Regierungschef, Urban, hat den so gnädig behandelten Altkanzler in Oggersheim einen Privatbesuch abgestattet.
Low and Order und selbst bescheißen wo es nur geht. Das sind die europäischen Konservativen.
In Ungarn wird z.T. eine Diktatur eingeführt und der EU ist das offensichtlich egal.
Das müsste aber ein großes Fegefeuer werden... wenn diese Personen sich mal vor einer obersten Instanz rechtfertigen müssten...

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