259 Menschen starben

Fenster vergittert: Unglücksfabrik arbeitete  für Kik

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259 Menschen starben in der ausgebrannten Fabrik in Pakistan (Archivbild vom 12.09.2012).

Karachi - Die Fabrik in Pakistan, in der Mitte September 259 Menschen starben, hat einem Medienbericht zufolge hauptsächlich für den deutschen Textildiscounter Kik produziert.

Das habe der bei Kik für Nachhaltigkeit verantwortliche Geschäftsführer Michael Arretz eingeräumt, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Sonntag.

Bislang war lediglich bekanntgewesen, dass das Unternehmen aus dem westfälischen Bönen sei Jahren Ware aus der Unglücksfabrik in Karachi bezog, nicht aber in welchem Umfang. Ende 2011 seien 75 Prozent der Produktion von Ali Enterprises - vor allem Jeans - für Kik bestimmt gewesen, erklärte Arretz.

Bei dem verheerenden Brand in Karachi waren auch deshalb so viele Menschen gestorben, weil die Fabrik keine Notausgänge hatte und die Fenster vergittert waren. Laut "Spiegel" lagen dem Kik-Management Prüfberichte vor, in denen von offenen Kabeln, ungesicherten elektronische Anlagen und unbeleuchteten Notausgängen die Rede war.

Zudem habe die Wäscherei der Fabrik gesundheitsschädliches Abwasser seit Jahren ungeklärt in die öffentliche Kanalisation geleitet. Für Kik-Sprecher Arretz seien dies allerdings "keine gravierenden Mängel", schreibt "Der Spiegel".

Kik wolle 500 000 Dollar an die Familien der Angehörigen zahlen, heißt es in dem Bericht weiter. Das Geld solle vor allem an die Familien fließen, die noch kein Geld vom Staat bekommen haben.

dpa

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