Mädchenleiche auf Rügen angespült

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Gut einen Monat, nachdem ein abbrechender Felsen am Kap Arkona die zehnjährige Katharina verschüttet hat, ist nahe der Unglücksstelle am Kap Arkona auf Rügen die Leiche eines Mädchens gefunden worden.

Sassnitz - Fünf Wochen nach dem großen Küstenabbruch an Rügens Kap Arkona ist am Dienstag am Strand der Steilküste eine Mädchenleiche gefunden worden. Offenbar handelt es sich um die an Weihnachten verschüttete Katharina.

Der Bekleidung nach handle es sich eindeutig um das seit Weihnachten vermisste zehnjährige Mädchen aus Brandenburg, sagte Putgartens Bürgermeister Ernst Heinemann (Bündnis für Rügen) der Nachrichtenagentur dapd. Er sei beim Bergen des Leichnams dabeigewesen und habe das Kind erkannt. „Wir sind erleichtert, dass wir der Mutter sagen können, wir haben sie gefunden“, sagte Heinemann.

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Mitarbeiter des Fördervereins Kap Arkona hatten den Leichnam am Morgen während eines täglichen Kontrollgangs auf dem Strand entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt habe schwerer Sturm geherrscht, sagte Heinemann. Es sei unklar, ob die Leiche des Kindes verschüttet und freigespült oder ob sie von den bis zu einen Meter hohen Wellen vom Meere aus an Land gespült worden sei. Die Angehörigen des Mädchens seien benachrichtigt worden, sagte Heinemann.

Endgültige Gewissheit über die Identität werde eine noch für Dienstag geplant Obduktion ergeben, sagte ein Polizeisprecher. Mit einem Ergebnis wurde am späten Abend gerechnet. Es liege aber nahe, dass es sich um die vermisste Katharina aus Brandenburg handle.

Suche nach verschüttetem Mädchen auf Rügen

Suche nach verschüttetem Mädchen auf Rügen

Am Zweiten Weihnachtsfeiertag war eine Familie aus Brandenburg bei einem Spaziergang unterhalb der 38 Meter hohen Steilküste von herabstürzenden Kreide- und Mergelmassen erfasst worden. Die Mutter und die 15-jährige Schwester der Vermissten konnten verletzt gerettet werden.

Trotz mehrtägiger Suche durch zeitweise über 150 Einsatzkräfte von Feuerwehren und Technischem Hilfswerk (THW) konnte das Mädchen nicht gefunden werden. Auch der Einsatz eines schweren Baggers brachte keinen Erfolg. Die Arbeiten waren daraufhin vor drei Wochen eingestellt worden. An einer Trauerfeier in Vitte und am Unglücksort hatten am 14. Januar mehr als 200 Gäste, unter ihnen der Vater des Mädchens, Abschied von der Vermissten genommen.

dapd/dpa

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