Seit Mittwoch vermisst

Fall Elias: Kinder könnten Hinweise geben

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Der Erstklässler Elias war am Mittwoch im Potsdamer Stadtteil Schlaatz verschwunden.

Potsdam - Wieder sind Spürhunde unterwegs, wieder suchen Taucher ein Gewässer ab. Doch noch immer gibt es keine Spur zu dem kleinen Elias aus Potsdam. Die Polizei bittet: Mögliche Zeugen sollen sich melden.

Im Fall des verschwundenen sechsjährigen Elias aus Potsdam sucht die Polizei jetzt nach vier Kindern, die vielleicht Hinweise geben könnten. Die vier Jungen im Alter von etwa zehn bis zwölf Jahren sollen am vergangenen Mittwochabend auf einem anderen Spielplatz neben dem Ort gespielt haben, an dem Elias zum letzten Mal gesehen wurde, wie die Polizei am Montagabend mitteilte. Die Behörde bat die Jungen beziehungsweise deren Eltern, sich bei der Polizei zu melden. Sie seien wichtige Zeugen.

Der Erstklässler Elias war am Mittwoch im Potsdamer Stadtteil Schlaatz verschwunden. Nach wie vor ist völlig unklar, wo sich der Junge befindet und ob er möglicherweise Opfer eines Verbrechens oder eines Unfalls wurde.

Bei der Suche sollen nun auch möglichst viele Menschen im nahen Berlin erreicht werden. Die Initiative Vermisste Kinder wollte ab Montag die offiziellen Suchplakate der brandenburgischen Polizei auf Infoscreens in der Hauptstadt schalten, wie sie in Hamburg mitteilte.

Auf den digitalen Infotafeln werde das Plakat abgebildet sein, mit Foto, Beschreibung des Jungen sowie den offiziellen Kontaktdaten der Polizei Potsdam, mit der die Initiative zusammenarbeitet. Eine ähnliche Aktion gab es bereits für die seit Anfang Mai vermisste fünfjährige Inga aus Sachsen-Anhalt.

Am Montag waren noch einmal Spürhunde am Fluss Nuthe im Einsatz, Taucher suchten den Aradosee ab, wie ein Polizeisprecher sagte. Polizisten waren unterwegs, um mit den Anwohnern in Schlaatz und Umgebung zu sprechen, die bisher nicht erreicht worden waren. Diese Befragungen sollen auch in den nächsten Tagen fortgesetzt werden.

Mehr als 300 Hinweise gingen mittlerweile ein. Sie würden alle geprüft. Die Auswertung eines Großteils von Videoaufnahmen aus Überwachungskameras aus Bussen, Bahnen, Supermärkten und Tankstellen hatte zuvor kein Ergebnis gebracht.

Suchzettel hängen mittlerweile auch in Berlin, etwa rings um das Brandenburger Tor. Auch am Montag waren immer wieder Gruppen von Freiwilligen im Einsatz, um den kleinen Elias zu suchen. Ihre Zahl hat sich jedoch in der neuen Arbeitswoche nach Angaben der Organisatoren ausgedünnt. „Wir brauchen mehr Helfer“, sagte Gaby Franz, Einsatzleiterin des Freiwilligen Stützpunktes am Bürgerhaus im Stadtteil Schlaatz. Denn die Helfer wollen nicht nachlassen: „Wir wissen, dass wir morgen wieder antreten“, betonte Franz.

In Berlin sollen die offiziellen Suchplakate bis Freitag auf insgesamt 17 Infotafeln zu sehen sein. Über eine mögliche Verlängerung der Aktion wird nach Angaben der Initiative Vermisste Kinder kurzfristig entschieden. Bislang solle sie auf Berlin beschränkt sein.

Im Fall von Inga wurde in 19 Großstädten auf Infotafeln über die Vermisste informiert und um Hinweise gebeten. Die Initiative bietet Unterstützung an - sowohl den Familien, als auch den Ermittlern.

dpa

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