Wahrsagerin wollte Teufel austreiben: verurteilt wegen Betrugs

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Mit Kartenlegen hat sich die verurteilte "Wahrsagerin" gar nicht erst aufgehalten - sie hat sich gleich an eine "Teufelsaustreibung" gewagt.

Frankfurt/Main - Eine “Wahrsagerin“ sagte einem Ehepaar den Unfalltod des Mannes voraus, weil er angeblich den Teufel in sich trage. Für die “Teufelsaustreibung“ forderte die Frau 3000 Euro.

Das Amtsgericht Frankfurt verurteilte die 55-Jährige am Mittwoch wegen Betrugsversuchs zu einem Jahr Haft auf Bewährung und 150 Arbeitsstunden. Für ihre Prognose hatte die Frau im April vergangenen Jahres bereits 300 Euro kassiert. Um das drohende Unheil abzuwenden, müsse der Teufel ausgetrieben werden. Dazu zerschlug die “Wahrsagerin“ ein Ei und trampelte auf dem Boden herum. Das geforderte Honorar zahlte das Ehepaar aber nicht, es erstattete Anzeige.

Vor Gericht gab die 55-Jährige zu, mitgewirkt zu haben. Haupttäterin sei aber eine Bekannte, die mittlerweile in Frankreich lebt. Das Gericht monierte in seinem Urteil, dass die Leichtgläubigkeit des Ehepaars schamlos ausgenutzt worden sei, um an Geld zu kommen. “Bei diesem Hokuspokus geht es schließlich nicht um Glaubensfragen, sondern um die kriminelle Energie der Angeklagten, andere Leute hinters Licht zu führen“, so die Gerichtsvorsitzende.

dpa

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