Wolliball und Schlickschlittenrennen

Matsch-Alarm bei der "Wattolümpiade"

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Über und über mit dickem Schlick und Schlamm bedeckt kämpfen die "Wattlethen" in Brunsbüttel.

Brunsbüttel - Das wahrscheinlich matschigste Sport-Spektakel der Welt fand am Sonntag in Brunsbüttel statt. Tausende Besucher feuerten die "Wattlethen" bei der "Wattolümpiade" an.

Watthandball und Schlickschlittenrennen bei der „10. Bei schwülen Gewittertemperaturen haben am Sonntag tausende Menschen in Brunsbüttel in Schleswig-Holstein die „Wattolümpiade 2014“ gefeiert. Mehr als 4000 Besucher feuerten nach Veranstalterangaben vom trockenen Deich aus die 400 Sportler im feuchten Schlick an. Beim feierlichen Einlauf der „Wattlethen“ genannten Sportler und dem Ablegen des „Olümpischen Eides“ standen die Spielflächen noch weitgehend unter Wasser.

Bei Ebbe traten anschließend 37 Teams in den Disziplinen Wattfußball, Watthandball, Wolliball und Schlickschlittenrennen gegeneinander an. Ihnen blieben nur vier Stunden, Sieger zu ermitteln. Danach überschwemmte die Flut die 35 000 Quadratmeter große Wattkampf-Arena wieder und beendete die 10. Auflage des schrägen Turniers.

Mit den Einnahmen des Spektakels unterstützen die Watt-Sportler die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft. Seit 2005 kamen nach eigenen Angaben mehr als 200 000 Euro zusammen. Das „schmutzige Spiel für einen guten Zweck“ sei eine Veranstaltung der Rekorde gewesen, sagte Michael Behrendt vom Organisatoren-Team.

Die erste Rekordmarke fiel bereits am Neujahrsmittag, als die Startplätze binnen 55 Sekunden ausgebucht waren. Und auch zum Auftakt der Olümpiade am Sonntag gab es einen Rekord: 350 „Schlick-Engel“ legten sich ins Watt und wedelten fünf Minuten lang gleichzeitig mit Armen und Beinen, um ihre Spuren zu hinterlassen.

In den vergangenen zehn Jahren nahmen an den Wattolümpiaden insgesamt 3500 Watt-Sportler aus 17 Nationen teil. Ihre Wettkämpfe verfolgten insgesamt mehr als 40 000 Besucher, sagte Behrendt. Auch international stoße die Brunsbütteler Wattolümpiade auf Interesse: Fernseh- und Radioteams reisten in diesem Jahr unter anderem aus Australien, Thailand und Belgien an, sagte Behrendt.

dpa

Bilder von der "Wattolümpiade 2014"

400 "Wattlethen" toben bei der "Wattolümpiade 2014"

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