Ganz schön geschmacklos

Witwer erhält abscheuliche Beileidsbekundung

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Die Tochter war so erzürnt, dass sie die geschmacklose Beileidsbekundung auf facebook veröffentlichte.

Toronto - Kurz nachdem seine geliebte Frau nach 51 Jahren Ehe plötzlich verstarb, erhielt der Witwer eine geschmacklose Beileidskarte.

Es ist für eine Familie schon schwer genug, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Audrey Smith war eine Frau, die von ihrer Familie und ihren Freunden geliebt wurde. Umso überraschender und schmerzhafter war ihr plötzliches Ableben. Aber am Boden zerstört war ihr Mann Ted Smith erst, nachdem er eine geschmacklose Beileidsbekundung erhielt. Zwei Immobilienmaklerinnen schickten ihm eine Karte mit folgendem Text.

"Es tut uns er leid, von dem Verlust ihrer Frau zu hören. Bitte lassen Sie uns wissen, wenn wir Ihnen in irgendeiner Weise beim Verkauf Ihrer Immobilie helfen dürfen - wenn die Zeit reif ist. Vielen Dank."

Wütender Post der Tochter

Smith schmiss die Karte in den Papierkorb und war laut seiner Tochter Launi Smith Bowie am Boden zerstört. Das machte sie so wütend, dass sie ihrem Frust auf Facebook verbreitete. Sie veröffentlichte die Karte und schrieb dazu:

"Bitte fühlt euch frei diesen Post zu teilen. Das ist es also wozu unser Immobilienmarkt verkommt? Mein Vater hatte diese "Beileids"-Karte im Briefkasten, von diesen zwei Krankenwagen jagenden Geiern, nur drei Wochen nachdem vorzeitigem Tod meiner Mutter. Sie kannten meine Mutter überhaupt nicht. Es hat ihn am Boden zerstört. Gut gemacht Ladies. Ich werde eurem Vorgesetzten Morgen einen Besuch abstatten. Es ist widerlich und absolut fehl platziert im schlechtesten Sinne. Auf welchem Planeten denkt jemand das das ethisch vertretbar ist?"

Die Immobilienmaklerinnen Linda Shaver und Leanne deSouza hatten bei Besichtigungen in der Nachbarschaft Herrn Smith kurz kennengelernt und von dem Tod seiner Frau erfahren. Kurz darauf erhielt er die Karte inklusive der Visitenkarten der beiden Frauen.

Heftige Reaktionen im Netz

Die beiden Frauen erfuhren nach dem Post der Tochter im Internet heftige Kritik. Sie hätten seitdem Todesdrohungen und abscheuliche E-Mails erhalten. Sie räumten gegenüber dem Toronto Star ihren Fehler ein, seien aber dennoch von der Heftigkeit der Reaktionen überrascht. Sie sollen sich bereits kurz nach dem Vorfall bei dem Witwer entschuldigt haben.

Die Tochter der Verstorbenen hat ihren Post mittlerweile von ihrer Facebook-Seite gelöscht. Ihr wäre der Trubel am Ende zu viel geworden. Im lokalen Fernsehsender CTV NEWS Vancouver sagte sie, dass sie den Frauen nichts Böses wollte. Aber sie hoffe, dass die Immobilienbranche jetzt gemerkt habe, dass es so nicht weiter gehen könne.

af

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