Wir haben nachgefragt

Abercrombie & Fitch: Warum werden die Kunden in die Kabinen "eingeschlossen"?

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Die Münchner Filiale von Abercrombie & Fitch.

München - Mysterien sind Teil des Geschäftsmodells von Abercrombie & Fitch. Wir sind der Frage nachgegangen, warum Umkleidekabinen immer erst aufgeschlossen und Kunden darin dann eingeschlossen werden.

Düster ist's, es stinkt nach Parfüm, die Decken sind hoch - und alles ist edel ausstaffiert wie in einer Villa. Schon bei der Eröffnung der Münchner Filiale von Abercrombie & Fitch vor drei Jahren gab die US-Kette den Besuchern viele Rätsel auf. Während die halbnackten Männer passé sind und einiges durch einen Mitarbeiter aufgeklärt wurde, bleiben manche Mysterien bis heute. Etwa: Warum werden die Kunden in die Umkleidekabinen eingeschlossen?

Will ein Kunde zum Anprobieren in eine leere Kabine, so schließt eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter diese dafür auf. Der Kunde ist dann "eingeschlossen" - er kommt zwar jederzeit raus, von außen jedoch lässt sich die Umkleidekabine nicht ohne Schlüssel öffnen.

Was soll das denn? Unsere Onlineredaktion hat beim Unternehmen nachgefragt: "Unsere Umkleidekabinen sind in allen unseren Stores von außen abgeschlossen, damit unser Ladenpersonal einen Überblick haben kann", erklärt eine Sprecherin. "Dies ermöglicht eine bessere Kundenberatung und die Privatsphäre des jeweiligen Kunden, welcher sich gerade in der Umkleidekabine befindet, wird gewahrt. Ein versehentliches Öffnen anderer Kunden wird somit vermieden."

Für Verwirrung sorgt dieses Vorgehen bei allen, die zum ersten Mal eine Filiale von Abercrombie & Fitch betreten. Bei Hollister, dem günstigeren und ähnlich gelagerten Ableger von Abercrombie & Fitch, ist es übrigens genauso in Sachen Aufschließen. Wahrscheinlich aus dem ähnlichen Grund.

Der Hype um die US-Modeketten Abercrombie & Fitch und Hollister ist in München wieder etwas abgeebbt. Die Gerüchte um eine Schließung von Abercrombie & Fitch im Jahr 2015 haben sich aber bisher nicht bewahrheitet. Stattdessen freuen sich viele über die Billig-Kette Primark, die nach München kommen soll sowie über die Billig-aber-nicht-ganz-so-billig-Kette Reserved, die in die bisherigen Benetton-Räume einzieht.

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